Kein Start bei Promille

BMW-Patent: Auto verweigert Start bei Alkohol am Steuer

Im Kampf gegen Trunkenheit am Steuer meldet BMW eine technische Lösung zum Patent an: Ein System soll Fahrzeuge blockieren, sobald Alkohol im Spiel ist. So funktioniert die Technik!

Ausschnitt eines BMW, davor ein Schild, wo ein Rotweinglas durchgestrichen ist.
Ein neues BMW-Patent soll verhindern, dass alkoholisierte Fahrer überhaupt losfahren können. Foto: AUTO ZEITUNG (KI-generiert)
Auf Pinterest merken

Im Jahr 2024 gab es in Deutschland laut dem Statistischen Bundesamt rund 35.100 Unfälle unter Alkoholeinfluss. Eine Zahl die zeigt, wie groß das Sicherheitsrisiko weiterhin ist. Genau hier setzt ein neues Patent von BMW an: Der Münchner Autobauer arbeitet an einer Technik, die das Fahrzeug bei Alkohol am Steuer schlicht nicht starten lässt.

Kern der Idee ist eine intelligente Kombination aus digitalem Fahrzeugschlüssel und Alkoholtest. Bevor der Motor gestartet werden kann, muss die Person am Steuer einen Atemalkoholtest durchführen. Wie ein Alkoholtester funktioniert, sagen wir hier. Dieser erfolgt nicht über einen fest eingebauten Sensor, sondern über ein externes Messgerät, das per Bluetooth mit dem Smartphone und dem Fahrzeug verbunden ist. Überschreitet der gemessene Wert den erlaubten Grenzwert, bleibt der Motor gesperrt.

Dabei soll das Auto jedoch nicht vollständig blockiert sein. BMW sieht vor, dass ein sogenannter Zubehör- oder Komfortmodus aktiv bleibt. Funktionen wie Heizung, Klimaanlage oder Infotainment lassen sich weiterhin nutzen – nur fahren ist nicht möglich. So könnten Betroffene beispielsweise im Fahrzeug warten, ohne eine Gefahr für den Straßenverkehr darzustellen.

Betrunken am Steuer: Auch Mitfahrende können mitschuldig werden (Video)

Video Platzhalter

Gab es die Idee schon? BMW setzt auf digitale Weiterentwicklung

Ganz neu ist der Ansatz nicht: Sogenannte Alkolocks werden bereits seit Jahren eingesetzt. Diese Systeme verlangen ebenfalls einen Atemtest vor dem Start und verhindern das Losfahren bei Alkohol am Steuer.

Das BMW-Patent geht jedoch einen Schritt weiter. Statt einer festen Nachrüstung im Fahrzeug setzt der Hersteller auf eine digitale, flexible Lösung über Smartphone und digitalen Schlüssel. Das ermöglicht neue Einsatzfelder – etwa für Firmenwagen, Carsharing-Flotten oder Eltern, die sicherstellen wollen, dass ihre Kinder nüchtern unterwegs sind.

Auch politisch gewinnt das Thema an Bedeutung: Seit 2024 müssen neue Fahrzeugtypen in der EU technisch auf die Nachrüstung von Alkohol-Wegfahrsperren (Alkolocks) vorbereitet sein. Das BMW-Patent zeigt, wie solche Systeme künftig komfortabler und alltagstauglicher umgesetzt werden könnten.

Fazit

Ob und wann die Technik tatsächlich in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommt, ist offen. Klar ist jedoch: Angesichts zehntausender Alkoholunfälle pro Jahr könnte eine solche Startblockade ein weiterer wichtiger Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit sein.