30 Jahre VW Golf Cabrio

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VW Golf I Cabrio
30 Jahre VW Golf Cabrio

Es ist, was es ist: Ein kompaktes Auto, das sich den kleinen Luxus eines Faltverdecks erlaubt, ernsthaft ausgeführt von VW- und Karmann-Ingenieuren Foto: © Volkswagen AG

VW Golf I Cabrio
30 Jahre VW Golf Cabrio

Leicht ausgestellte Kotflügel und Doppelscheinwerfer im Grill sind Merkmale des GLI. Der 110-PS-Einspritzmotor beschleunigt das Golf Cabrio in 10,2 Sekunden von null auf 100 km/h Foto: © Volkswagen AG

VW Jetta Cabrio
30 Jahre VW Golf Cabrio

Kam nicht: offener Jetta Foto: © Volkswagen AG

VW Golf I Cabrio
30 Jahre VW Golf Cabrio

Bis 1988 lief das Golf Cabrio mit schmalen Stoßstangen vom Band. Außer in Schwarz gab es das Verdeck auch in "Silbergrau" und in der Farbe "Hellsand" Foto: © Volkswagen AG

VW Golf I Cabrio Facelift 1988
30 Jahre VW Golf Cabrio

Mit dem Facelift 1988 bekam das Cabrio dickere Stoßfänger und einen "sportlichen Rundum-Anbausatz" Foto: © Volkswagen AG

VW Golf I Cabrio
30 Jahre VW Golf Cabrio

Das fünflagige Verdeck des Golf Cabrio lässt durchaus auch wintersportliche Einlagen zu. Schließlich sollte es ein Auto für alle Tage sein Foto: © Volkswagen AG

VW Golf I Cabrio Sondermodell Quartett
30 Jahre VW Golf Cabrio

1990 erfand VW das Sondermodell Quartett. Hier konnten Dach, Lack, Felgen und Sitze in jeweils vier Farben kombiniert werden. Ergibt 64 Möglichkeiten Foto: © Volkswagen AG

VW Golf I Cabrio Sondermodell Etienne Aigner
30 Jahre VW Golf Cabrio

Welchen nehmen? Etwa das Sondermodell Etienne Aigner in spezieller Lackierung ... Foto: © Volkswagen AG

VW Golf I Cabrio Sondermodell Bel Air
30 Jahre VW Golf Cabrio

... oder den "Bel Air" mit Lack und Felgen Ton in Ton? Foto: © Volkswagen AG

VW Golf I Cabrio Sondermodell Sportline
30 Jahre VW Golf Cabrio

Und da gibt es auch noch den Sportline mit schwarzen Kreuzspeichen-Felgen von BBS Foto: © Volkswagen AG

VW Golf III Cabrio VW Käfer Cabrio VW Golf I Cabrio
30 Jahre VW Golf Cabrio

Längst kein Generationenkonflikt mehr: VW Golf III Cabrio (vorn), Golf I Cabrio (links) und Käfer Cabrio Foto: © Volkswagen AG

VW Golf III Cabrio
30 Jahre VW Golf Cabrio

Mit dem Golf III gab es dann doch wieder ein neues Cabrio Foto: © Volkswagen AG

VW Golf III Cabrio
30 Jahre VW Golf Cabrio

Es hatte von allem mehr: Leistung, Platz, Sicherheit und natürlich Gewicht Foto: © Volkswagen AG

VW Golf III Cabrio Facelift 1998
30 Jahre VW Golf Cabrio

Mit dem Modellwechsel zum Golf IV bekam das Cabrio ein gründliches Facelift mit neuen Lampen und anderen Stoßfängern Foto: © Volkswagen AG

Golf III Cabrio Facelift 1998
30 Jahre VW Golf Cabrio

Das Kennzeichen wanderte in den Stoßfänger, das VW-Emblem wurde größer Foto: © Volkswagen AG

VW Golf III Cabrio 1998 bis 2003
30 Jahre VW Golf Cabrio

So hielt das Golf Cabrio noch fünf Jahre durch

VW Golf III Cabrio Facelift 1998 Innenraum
30 Jahre VW Golf Cabrio

Innen gab es ein Dreispeichen-Lenkrad aus dem Golf IV, andere Materialien und ein zweifarbiges Armaturenbrett Foto: © Volkswagen AG

VW Golf III Cabrio Sondermodell Last Edition
30 Jahre VW Golf Cabrio

Abschied mit Last Edition: Vom Golf Cabrio gab es traditionell viele Sondermodelle Foto: © Volkswagen AG

Golf III Cabrio Sondermodell
30 Jahre VW Golf Cabrio

Beim Golf Cabrio waren die Sondermodelle auch nach Musikern benannt: Bon Jovi und Rolling Stones zum Beispiel Foto: © Volkswagen AG

Golf III Cabrio mit offenem Verdeck
30 Jahre VW Golf Cabrio

Abschied mit Rucksack: auch beim bisher letzten Golf Cabrio lagerte das Dach zusammengefaltet im und auf dem Heck Foto: © Volkswagen AG

VW New Beetle Cabriolet
30 Jahre VW Golf Cabrio

Der Einstieg in das VW New Beetle Cabrio beginnt bei 75 PS und 21.675 Euro. Die offene Retro-Kugel basiert auf der Golf-IV-Plattform und wird in Mexico gebaut

VW Eos Cabrio
30 Jahre VW Golf Cabrio

Der Eos ist klar höher positioniert als das Golf Cabrio. Das Stahlfaltdach hat fünf Segmente. Gebaut wird der Viersitzer in Portugal

Neues Golf Cabrio – Premiere auf dem Genfer Autosalon 2011
30 Jahre VW Golf Cabrio

Ab Mitte 2011 können sich Sonnenanbeter wieder auf ein Golf Cabrio freuen. Mit vollautomatischem Stoffverdeck und ohne den typischen Bügel

Moment, 30 Jahre Golf Cabrio? Der offene VW mit dem Bügel hatte doch erst 1979 Premiere! Stimmt. Weil Karmann aber schon 1978 die ersten 95 Golf Cabrio gebaut hat, ist der echte Geburtstag doch schon heute, 2008

Das Neues VW Golf Cabrio kommt im Juni 2011 hatte es anfangs schwer, Sympathien zu gewinnen. Kein Wunder, bei dem Erbe. Das letzte Käfer Cabrio war gerade vom Band gelaufen, Fans hatten sich von dem Krabbler Exemplare gesichert, um es in Ruhe zum Oldtimer reifen zu lassen und auch ihren Enkeln das Rauschen des luftgekühlten Heckmotors vorführen zu können.

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Dann kam der Neue. Mit Überrollbügel. Mit Kanten, wo der Käfer noch fröhlich seine runden Kotflügel in den Fahrtwind streckte. Mit wassergekühltem Frontmotor und Vorderradantrieb. Käfermörder, Erdbeerkörbchen, Henkelmann, riefen sie dem erschütternd sachlichen Neuankömmling hinterher.

Das mit dem Erdbeerkörbchen blieb hängen und VW tat Ende der 80er-Jahre auch offensichtlich alles, diesen Begriff nicht sterben zu lassen. Da kamen Sondermodelle in diversen Hell- und Dunkelrot-Tönen auf den Markt, mit in Wagenfarbe abgesetzten Leichtmetallfelgen. Zum Golf Cabrio – das natürlich neben dem Tennisplatz oder vor der Disco parkte – passten Poppertolle und über die Schulter geschlungener Kaschmirpullover.

Und natürlich der Schwarzwald-Klinik-Darsteller Sascha Hehn, der mit Zahnpastalächeln in sein weißes Golf Cabrio sprang. Im Establishment war der offene Golf angekommen, cool war er nicht. Doch das Band lief und es lief auch noch, als der Golf II schon auf die Rente zusteuerte. Immer noch diente der Golf I als Basis.

Erst den Golf III gab es wieder offen. Auch wieder mit Henkel, sorry, Überrollbügel. Zu diesem Zeitpunkt war der zierliche Golf I trotz Kunststoff-Spoilern und breiteren Kotflügeln fast ein Oldie, optisch aus der Zeit gefallen. Die These, dass Cabrios langsamer altern, versuchte auch das zweite Golf Cabrio zu untermauern. Denn als 1998 der Golf IV auf den Markt kam, gab es kein neues Cabrio. Das alte wurde an die aktuelle Optik angepasst und hielt noch fünf Jahre durch.

Ein Golf Cabrio gibt es seit 2003 nicht mehr. Stattdessen kam 2003 das in Mexiko gebaute New Beetle Cabrio nach Europa, als die Beetle-Mania von Ende der Neunziger-Jahre schon abgeflaut war. Mit der Technik des Golf IV unter dem Blech sollte der kugelige Zweitürer nostalgische Erinnerungen wecken. Wie sein Vorläufer trägt der New Beetle das Verdeck keck auf dem Heck, doch das rauschende Triebwerk im Heck fehlt. Es sitzt vorn, wassergekühlt wie damals beim ersten Golf Cabrio.

Ein richtig neues Cabrio von VW kam 2005 mit dem Eos. Der basiert ebenfalls auf der Golf-Plattform (Golf V-Technik), ist jedoch 20 Zentimeter länger und hat kein Stoffdach mehr, sondern ein fünfteiliges Stahlklappdach. Die Motoren reichen bis zum 3,2-Liter-V6 mit 250 PS. Schon die Basisversion mit 122 PS beschleunigt fast so schnell aus dem Stand auf Tempo 100 wie es 1978 das stärkste Golf Cabrio (GLI, 110 PS) vollbrachte: In etwas über zehn Sekunden.

Heute kann man das Golf Cabrio übrigens gern haben, es kostet gar nicht viel. Und es weckt nostalgische Gefühle. Denn so schmal und leicht wie das Golf Cabrio sind neue Autos schon lange nicht mehr.
Andreas Of

AUTO ZEITUNG