Formel E 2017 (Sieger/Tabelle): Alle Infos (Update!) Virgin-Pilot Bird siegt im Big Apple

von Alexander Koch 17.07.2017
Inhalt
  1. Formel-E-Rennen in New York: Bird siegt
  2. Strecken, Termine und Sieger
  3. Was ist Ziel der Formel E?
  4. Wie funktioniert die Formel E?
  5. Wer sind die prominentesten Fahrer?
  6. Welche Autobauer sind dabei?
  7. Warum steigt das Interesse der Autohersteller?
  8. Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?
  9. Muss sich die DTM sorgen?
  10. Wo ist die Formel E zu sehen?

Bei den beiden Formel-E-Läufen in New York dominierte Sam Bird (Virgin Racing) scheinbar nach Belieben. Die enge Grand-Prix-Strecke durch Brooklyn sorgte für viele spektakuläre Fahrszenen! Das nächste Doppelrennen startet am 29. und 30. Juli in Montreal (Kanada).

Wie schon in Berlin und beim kommenden Rennen in Montreal fuhr die Formel E auch in New York gleich zwei Mal um die Strecke quer durch Brooklyn. Beide Male dominierte und gewann der Brite Sam Bird in seinem Virgin Racing, der damit seine ersten Siege in dieser Saison einheimsen konnte. Beim ersten Rennen verwies Bird Felix Rosenqvist und Nick Heidfeld (beide Mahindra) auf die Plätze, obwohl Rosenqvist den Pole-Setter Bird zum Start noch überholen konnte. Der enge Kurs von Brooklyn forderte die Fahrer der Formel E und äußerte sich in zahlreichen Unfälle auf der Strecke. Fiel der zu Anfang des Rennens drittplatzierte Jean-Eric Vergne noch durch einen technischen Defekt zurück, musste Daniel Abt schon in Runde eins durch einen Crash komplett aufgeben. Auch Maro Engel touchierte die Wand und verlor durch die lädierte Front erheblich Zeit. Da gut zur Hälfte des Rennens Mitch Evans mit seinem Jaguar auf der Strecke liegenblieb und den Boliden nicht wieder starten konnte, kam es zur Gelbphase und im anschließenden Re-Start erkämpfte sich Bird die Spitzenposition zurück. Zur Kategorie "kurios" zählte der Zieleinlauf des zweiten Rennens: Pierre Gasly hatte noch in der letzten Runde in seinem Renault deutlich auf den drittplatzierten Heidfeld aufgeholt, bog aber zu schnell in die Zielgerade ein, sodass er die Kontrolle verlor, gegen die Bande prallte und im Anschluss quer schlitternd über die Ziellinie schoss – nur hauchdünn hinter Heidfeld. Das ersten Formel-E-Rennen in New York war kaum weniger turbolent. Auch hier konnte sich Bird den Sieg holen, hinter ihm fuhren die beiden Techeetah-Renner von Jean-Eric Vergne und Stephane Sarrazin auf die Plätze zwei und drei. Zwar übernahm Daniel Abt vom Start weg die Führungsposition, doch zeichnete sich schon früh ab, dass Bird der schnellste Fahrer im Feld ist. Nach einigen Runden nutzte der Brite den entscheidenden Moment und überholte Abt im Innern der Kurve. Der Deutsche versuchte zwar noch, nach innen zu ziehen, doch da war es schon zu spät. In der Folge konnte sich der Pilot von Virgin Racing noch vom Zweitplatzierten absetzen.

 

Formel-E-Rennen in New York: Bird siegt

Ein dreifacher Cockpitwechsel in der Formel E und in der laufenden Saison 2016/2017: Da Esteban Gutierrez offenbar in die Rennserie IndyCar wechselt, musste sein Cockpit bei Techeetah neu besetzt werden. Stephane Sarrazin übernimmt den Platz, wie Venturi nun offiziell bestätigt und hat gleich auch für Ersatz gesorgt. Der Rennstall hat den Franzosen Tom Dillman verpflichtet, der schon beim Grand Prix in Paris für Venturi ein Rennen gefahren ist. Damals vertrat er den zweiten Venturi-Rennfahrer Maro Engel. "Eine positive Lösung für alle Beteiligten", wird Venturi-Teamchef Gildo Pallanca Pastor in der Pressemitteilung zitiert. "Mit seiner Erfahrung ist Stephane bei Techeetah willkommen und gleichzeitig bietet diese Saison Tom die Chance, mit Venturi weitere wichtige Erfahrungen zu sammeln."

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Strecken, Termine und Sieger

Strecke Termin Sieger
Hongkong (Hongkong) 09.10.2016 Sebastien Buemi
Marrakesch (Marokko) 12.11.2016 Sebastien Buemi
Buenos Aires (Argentinien) 18.02.2017 Sebastien Buemi
Mexiko-Stadt (Mexiko) 01.04.2017Lucas di Grassi
Monaco (Monaco) 13.05.2017Sebastien Buemi
Paris (Frankreich) 20.05.2017Sebastien Buemi
Berlin (Deutschland) 10.06.2017Felix Rosenqvist
Berlin (Deutschland)11.06.2017Sebastien Buemo
New York (USA) 15.07.2017Sam Bird
New York (USA) 16.07.2017Sam Bird
Montreal (Kanada) 29.07.2017 
Montreal (Kanada) 30.07.2017 
 

Was ist Ziel der Formel E?

Der Automobil-Weltverband FIA will mit der 2014 gestarteten Formel E einen grünen Motorsport fördern. "Eine stille Revolution", nannte es Geschäftsführer Alejandro Agag. Umweltfreundlich, sparsam, leise – das sind die Argumente, mit denen die Formel E für sich wirbt. Zugleich soll die grüne WM Autobauern eine Plattform zur Entwicklung der Elektromobilität bieten.

 

Wie funktioniert die Formel E?

Zehn Teams mit je zwei Fahrern sind bei der Formel E dabei. Es gilt eine offizielle Kosten-Obergrenze pro Team von rund drei Millionen Euro. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt von einem Tochter-Unternehmen des Formel-1-Teams Williams. Weil diese jedoch noch nicht ausgereift genug ist, um ein gesamtes Rennen durchzuhalten, wechseln die Fahrer zur Hälfte das Auto. Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt. Im Rennen, das knapp eine Stunde dauert, ist die Höchstgeschwindigkeit bei 225 Stundenkilometern gedeckelt. Die Formel-E-Boliden erreichen dabei eine Lautstärke von etwa 80 Dezibel. Ein Pkw kommt im Schnitt auf 70.

 

Wer sind die prominentesten Fahrer?

Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld bestritt in elf Formel-1-Jahren 183 Grand Prix – gewann aber nie. In der Formel E fährt er für das indische Team Mahindra. Auch Titelverteidiger Sebastien Buemi, Jérôme D'Ambrosio, Lucas di Grassi und Jean-Eric Vergne können auf Formel-1-Erfahrung verweisen.

 

Welche Autobauer sind dabei?

In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start. Zur neuen Saison kommt nun Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, will von 2017 an unter Werksregie bei der Formel E dabei sein. BMW unterstützt in diesem Jahr den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti. Zudem sicherte sich Mercedes die Option auf einen Formel-E-Startplatz in der Saison 2018. Bedingung dafür ist aber, dass die Batterie bis dahin so weit ist, dass der Wechsel des Autos zur Rennmitte überflüssig wird. 

 

Warum steigt das Interesse der Autohersteller?

BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine "Kompetenz in der Elektromobilität" beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt sagt. Auch Audi sieht sein Engagement in der Formel E als logisch. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. In der Formel E könne die Technologie für den Einsatz in der Serien-Produktion getestet werden. Ähnlich argumentiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird."

 

Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?

Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Die Formel 1 ist ein Milliarden-Geschäft mit globaler Strahlkraft, schillernder Historie und den berühmtesten Fahrern. Die Formel E wird wegen der längst nicht ausgereiften Technik und der Skepsis vieler Motorsport-Fans gegenüber den elektrischen Flitzern noch lange im Schatten der Königsklasse stehen. Der US-Medienkonzern Liberty, der künftig die Mehrheitsanteile an beiden Rennserien hält, dürfte ohnehin kaum daran interessiert sein, dass die Formel E der Formel 1 das Wasser abgräbt.

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Muss sich die DTM sorgen?

"Nein, diese Bedenken gibt es nicht. Alle drei Hersteller haben ein klares Bekenntnis zur DTM abgegeben. In welcher Form und über welche Serien das Motorsportprogramm in der Breite ausgestaltet wird, ist Sache jedes Herstellers", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef des DTM-Rechteinhabers ITR, zur Konkurrenzsituation zwischen der Formel E und der DTM.

 

Wo ist die Formel E zu sehen?

Die Formel E startet auf Stadtkursen in zehn Metropolen von Hongkong über Buenos Aires und Paris bis New York. In Deutschland macht die Formel E am 10. Juni 2017 erneut in Berlin Station. Eurosport überträgt die Formel E im frei empfangbaren Fernsehen.

Fahrerwertung Formel ETeamwertung Formel E
Fahrer PunkteTeam Punkte
Daniel Abt (66)46ABT Schaeffler Audi Sport194
Lucas di Grassi (11)147  
Sam Bird (2)100DS Virgin Racing153
Jose Maria Lopez (37)50  
Jerome d’Ambrosio (7)11Faraday Future Dragon Racing30
Loic Duval (6)19  
Felix Rosenqvist (19)104Mahindra Racing182
Nick Heidfeld (23)78  
Robin Frijns (27)20MS Amlin Andretti30
Antonio Felix da Costa (28)10  
Oliver Turvey (88)26NextEV NIO59
Nelson Piquet jr. (3)33  
Mitch Evans (20)16Panasonic Jaguar Racing21
Adam Carroll (47)5  
Ersatz: Ho-Pin Tung-  
Sebastien Buemi (9)157Renault e.dams259
Nicolas Prost (8)84  
Jean-Eric Vergne (25)74Techeetah94
Ma Qing Hua (33)-  
Stephane Sarrazin (4)17Venturi30
Maro Engel (5)16  
Tom Dillmann (4)12  

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