Aktuelle Formel E Saison (Sieger/Tabelle): Buenos Aires Buemi gewinnt auch dritten Formel-E-Lauf

20.02.2017
Inhalt
  1. Bisheriger Saisonverlauf der Formel E
  2. Audi ab Saison 2017/18 in der Formel E
  3. Was ist Ziel der Formel E?
  4. Wie funktioniert die Formel E?
  5. Wer sind die prominentesten Fahrer?
  6. Welche Autobauer sind dabei?
  7. Warum steigt das Interesse der Autohersteller?
  8. Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?
  9. Muss sich die DTM sorgen?
  10. Wo ist die Formel E zu sehen?

Nach einer 98-tägigen Rennpause startete die Formel E am 18. Februar 2017 in Buenos Aires. Und auch den dritten Lauf der aktuellen Formel-E-Saison konnte Sebastien Buemi vom Team renault e.dams gewinnen.

Auch im dritten Rennen der aktuellen Formel-E-Saison 2016/17 gewann Sebastien Buemi von renault e.dams – und ist damit der erste Fahrer der noch jungen Formel-E-Serie, der drei Rennen in Folge gewinnn konnte. Jean-Eric Vergne von Techeetah und Lucas di Grassi von Abt fuhren auf die Plätze zwei und drei. Dabei startete Di Grassi auf dem kurvenreichen Geläuf von Buenos Aires (Argentinien) von der Pole-Position und auch Vergne konnte den ersten Angriff von Buemi abwehren, doch im Laufe des Rennens wurde Di Grassi auf den dritten Platz durchgereicht. Mit dem erneuten Sieg baut Buemi seine  Führung in der Fahrerwertung auf 75 Punkte aus. Di Grassi steht als Zweiter bei 46 Zählern, Nico Prost nach drei vierten Plätzen bei 36 Punkten. Bei den Teams führt Renault e.dams die Gesamtwertung an, auf Platz zwei und drei folgen Abt und Mahindra. Das nächste Formel-E-Rennen startet am 1. April in Mexiko-Stadt.

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Die Teams und die Renner

 

Bisheriger Saisonverlauf der Formel E

Zuvor gewann Sebastien Buemi vom Team renault e.dams auch das zweite Formel-E-Rennen der Saison 2016/17. In Marrakesch verteidigte der Schweizer mit aktuell 50 Punkten den ersten Platz in der Fahrerwertung. Auch renault e.dams bleibt mit dem neuerlichen Erfolg auf Platz 1 der Teamwertung (74 Punkte). Lucas di Grassi (Abt), beim Auftakt noch Zweiter geworden, fuhr auf den fünften Platz und bleibt damit ärgster Verfolger von Sebastien Buemi. Die Zuschauer erlebten bei der Formel-E-Premiere in Marrakesch das längste Rennen der bis dato noch jungen Rennserie. Einer der größten Gewinner – trotz Platz 5 am Ende – war di Grassi, der vom zwölften Startplatz nach vorne fuhr. Nur wenigen Sekunden dahinter: Team-Kollegen Daniel Abt, der damit seine ersten acht Punkte in dieser Saison holte. Nach dem Rennen in Marrakesch geht die Formel E in eine sehr lange Weihnachtspause und startet erst am 18. Februar 2017 das dritte Rennen, diesmal im argentischen Buenos Aires.

 

Audi ab Saison 2017/18 in der Formel E

In der nächsten Formel-E-Saison ist Audi als Werksteam am Start! Wie Audi-Chef Rupert Stadler bekannt gab, richtet Audi seine Motorsport-Strategie neu aus und beendet mit der Saison 2016 das Engagement in der FIA WEC – und damit auch beim 24h-Rennen von Le Mans. Stattdessen möchte sich Audi werkseitig in der rein elektrischen Rennserie Formel E engagieren. Laut Stadler sei es wichtig, sich auf das zu fokussieren, was Audi in den kommenden Jahren wettbewerbsfähig halte. "Wenn unsere Serienautos mehr und mehr elektrisch werden, müssen das unsere Motorsportwagen als technologische Speerspitze von Audi erst recht sein", erklärt Stadler. Da der Einstieg in die Formel E bereits 2017 startet verstärkt Audi schon die bereits bestehende Partnerschaft mit dem Team ABT Schaeffler Audi Sport. Unangetastet bleibt das Engagement in der DTM, bei der Audi 2017 mit dem Nachfolger des Audi RS 5 DTM antritt.

Strecke Termin Sieger
Hongkong (Hongkong) 09.10.2016 Sebastien Buemi
Marrakesch (Marokko) 12.11.2016 Sebastien Buemi
Buenos Aires (Argentinien) 18.02.2017 Sebastien Buemi
Mexiko-Stadt (Mexiko) 01.04.2017 
Monaco (Monaco) 13.05.2017 
Paris (Frankreich) 20.05.2017 
Berlin (Deutschland) 10.06.2017 
Brüssel (Belgien) 01.07.2017 
New York (USA) 15.07.2017 
New York (USA) 16.07.2017 
Montreal (Kanada) 29.07.2017 
Montreal (Kanada) 30.07.2017 
 

Was ist Ziel der Formel E?

Der Automobil-Weltverband FIA will mit der 2014 gestarteten Formel E einen grünen Motorsport fördern. "Eine stille Revolution", nannte es Geschäftsführer Alejandro Agag. Umweltfreundlich, sparsam, leise – das sind die Argumente, mit denen die Formel E für sich wirbt. Zugleich soll die grüne WM Autobauern eine Plattform zur Entwicklung der Elektromobilität bieten.

 

Wie funktioniert die Formel E?

Zehn Teams mit je zwei Fahrern sind bei der Formel E dabei. Es gilt eine offizielle Kosten-Obergrenze pro Team von rund drei Millionen Euro. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt von einem Tochter-Unternehmen des Formel-1-Teams Williams. Weil diese jedoch noch nicht ausgereift genug ist, um ein gesamtes Rennen durchzuhalten, wechseln die Fahrer zur Hälfte das Auto. Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt. Im Rennen, das knapp eine Stunde dauert, ist die Höchstgeschwindigkeit bei 225 Stundenkilometern gedeckelt. Die Formel-E-Boliden erreichen dabei eine Lautstärke von etwa 80 Dezibel. Ein Pkw kommt im Schnitt auf 70.

 

Wer sind die prominentesten Fahrer?

Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld bestritt in elf Formel-1-Jahren 183 Grand Prix – gewann aber nie. In der Formel E fährt er für das indische Team Mahindra. Auch Titelverteidiger Sebastien Buemi, Jérôme D'Ambrosio, Lucas di Grassi und Jean-Eric Vergne können auf Formel-1-Erfahrung verweisen.

 

Welche Autobauer sind dabei?

In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start. Zur neuen Saison kommt nun Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, will von 2017 an unter Werksregie bei der Formel E dabei sein. BMW unterstützt in diesem Jahr den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti, für 2018 ist ein eigenes Team geplant. In dieser Woche sicherte sich auch Mercedes die Option auf einen Formel-E-Startplatz in der Saison 2018. Bedingung dafür ist aber, dass die Batterie bis dahin so weit ist, dass der Wechsel des Autos zur Rennmitte überflüssig wird. 

 

Warum steigt das Interesse der Autohersteller?

BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine "Kompetenz in der Elektromobilität" beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt sagt. Auch Audi sieht sein Engagement in der Formel E als logisch. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. In der Formel E könne die Technologie für den Einsatz in der Serien-Produktion getestet werden. Ähnlich argumentiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird."

 

Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?

Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Die Formel 1 ist ein Milliarden-Geschäft mit globaler Strahlkraft, schillernder Historie und den berühmtesten Fahrern. Die Formel E wird wegen der längst nicht ausgereiften Technik und der Skepsis vieler Motorsport-Fans gegenüber den elektrischen Flitzern noch lange im Schatten der Königsklasse stehen. Der US-Medienkonzern Liberty, der künftig die Mehrheitsanteile an beiden Rennserien hält, dürfte ohnehin kaum daran interessiert sein, dass die Formel E der Formel 1 das Wasser abgräbt.

 

Muss sich die DTM sorgen?

"Nein, diese Bedenken gibt es nicht. Alle drei Hersteller haben ein klares Bekenntnis zur DTM abgegeben. In welcher Form und über welche Serien das Motorsportprogramm in der Breite ausgestaltet wird, ist Sache jedes Herstellers", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef des DTM-Rechteinhabers ITR, zur Konkurrenzsituation zwischen der Formel E und der DTM.

 

Wo ist die Formel E zu sehen?

Die Formel E startet auf Stadtkursen in zehn Metropolen von Hongkong über Buenos Aires und Paris bis New York. In Deutschland macht die Formel E am 10. Juni 2017 erneut in Berlin Station. Eurosport überträgt die Formel E im frei empfangbaren Fernsehen.

Fahrerwertung Formel ETeamwertung Formel E
Fahrer PunkteTeam Punkte
Daniel Abt (66)14ABT Schaeffler Audi Sport60
Lucas di Grassi (11)46  
Sam Bird (2)18DS Virgin Racing20
Jose Maria Lopez (37)2  
Jerome d’Ambrosio (7)10Faraday Future Dragon Racing19
Loic Duval (6)9  
Felix Rosenqvist (19)20Mahindra Racing37
Nick Heidfeld (23)17  
Robin Frijns (27)8MS Amlin Andretti18
Antonio Felix da Costa (28)10  
Oliver Turvey (88)12NextEV NIO25
Nelson Piquet jr. (3)13  
Mitch Evans (20)0Panasonic Jaguar Racing0
Adam Carroll (47)0  
Ersatz: Ho-Pin Tung   
Sebastien Buemi (9)75Renault e.dams111
Nicolas Prost (8)36  
Jean-Eric Vergne (25)22Techeetah22
Ma Qing Hua (33)0  
Stephane Sarrazin (4)1Venturi3
Maro Engel (5)2  

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