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VW-Selbstanzeige: Porsche 911 mit zu hohem Verbrauch Staatsanwaltschaft prüft falsche 911-Verbrauchsangaben

von Christina Finke 25.02.2019

Nach der VW-Selbstanzeige beim Kraftfahrt-Bundesamt wegen fehlerhaften Verbrauchswerte beim Porsche 911, prüft die Staatsanwaltschaft seit Ende Februar 2019 die strafrechtliche Relevanz.

Nachdem der VW-Konzern Anfang Februar 2019 beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Selbstanzeige wegen zu hohem Verbrauch beim Porsche 911 erstattet hatte, hat die Staatsanwaltschaft Ende Februar einen sogenannten Prüfvorgang eingeleitet. Das berichtet "Spiegel Online". Dabei untersuchen die Staatsanwälte, ob die falschen Verbrauchsangaben zu Modellen der Baujahre 2016 und 2017 strafrechtlich relevant sind. Nicht bekannt ist bislang, warum die Sportwagen der VW-Tochter mehr Benzin verbrauchen – und somit auch mehr CO2 ausstoßen – als in der Typgenehmigung vermerkt. Porsche bestätigte lediglich, dass es um Abweichungen bei den Windwiderstandswerten geht, die bei Tests auf dem Rollenprüfstand zugrundegelegt werden. Der Sachverhalt werde sowohl intern als auch in enger Abstimmung mit der Behörde untersucht, hieß es von Unternehmensseite zur Selbstanzeige. Ein Sprecher betonte: "Porsche sieht es als Selbstverständlichkeit und Ausdruck seiner Firmenkultur an, die zuständigen Behörden aktiv zu informieren." Auch US-amerikanischen Behörden EPA und CARB sollen nun über den zu hohen Verbrauch beim Porsche 911 informiert werden. Mehr zum Thema: VW nimmt Berufung in einem Verfahren zurück

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Selbstanzeige beim KBA: VW meldet zu hohen Verbrauch beim Porsche 911

Nachdem VW wegen fehlerhafter Verbrauchswerte beim Porsche 911 Selbstanzeige beim KBA erstattet hat, sollen nun weitere Messungen zeigen, wie groß die Auswirkung des falschen Widerstandswertes auf die im Prüfverfahren ermittelten CO2-Emissionen beim Porsche 911 tatsächlich sind. Weichen die tatsächlichen Verbrauchswerte mehr als zehn Prozent von von den ursprünglich angegebenen ab, können Kunden nach deutscher Rechtsprechung Schadenersatz geltend machen. Auch Nachforderungen bei der Kfz-Steuer sowie unter Umständen hohe Geldstrafen der Behörden – in Deutschland bis zu 5000 Euro pro Auto – wären möglich. Einen Zusammenhang zu Fällen, die die Motorsteuerungssoftware betreffen, gebe es aber nicht, betonte Porsche. Auch in Porsche-Autos hatten die Behörden illegale Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung von Diesel-Fahrzeugen entdeckt. Mehr zum Thema: Bayern will Schadenersatz für VW-Diesel

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