VW/Skoda: Rückruf Touareg (Update!) KBA ordnet Touareg-Rückruf an

von Lena Reuß 12.12.2017

Wegen unzulässiger Abgastechnik ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beim VW-Geländewagen Touareg einen Rückruf an. Und: Aufgrund von Defekten beim ABS müssen hunderttausende Modelle der Marken VW und Skoda in die Werkstatt. 

Der Diesel-Skandal lässt Volkswagen keine Ruhe. Wegen unzulässiger Abgastechnik ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im November 2017 auch beim VW Touareg II einen Rückruf an. Davon seien in Deutschland 25.800 und weltweit 57.600 Fahrzeuge betroffen, teilte das KBA mit. Betroffen ist der Geländewagen mit dem 3,0-Liter-TDI und der Euro-Norm 6 aus den Modelljahren 2014 bis 2017. Die Produktion von Neufahrzeugen habe Volkswagen bereits umgestellt, eine von VW vorgelegtes neue Version der Abgas-Software sei vom KBA geprüft und freigegeben worden. Die Behörde hatte zwei unzulässige Abschalteinrichtungen der Abgasreinigung festgestellt: Zum einen springe auf dem Prüfstand eine "schadstoffmindernde Aufwärmstrategie" an, die aber auf der Straße überwiegend nicht aktiviert werde. Zum zweiten sei bei Fahrzeugen mit SCR-Abgaskatalysator eine Strategie eingesetzt worden, die unter bestimmten Bedingungen die Nutzung der Harnstofflösung AdBlue unzulässig einschränkt. Der Verdacht, dass es auch beim VW-Touareg II Unregelmäßigkeiten geben könnte, kam schon im Sommer 2017 auf. Ende Juli hatte der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mitgeteilt, auch die VW-Tochter Porsche habe – beim Cayenne – eine illegale Abgas-Software eingesetzt und einen Pflicht-Rückruf angeordnet. Der betroffene VW Touareg II hat baugleiche Teile wie der Cayenne.

VW-Modellpalette im Video:

 
 

November 2017: KBA-Rückruf für VW Touareg II 3.0 TDI

Im Sommer 2017 stand Volkswagen ein großer Rückruf wegen Problemen mit dem ABS ins Haus. Betroffen waren nicht nur Modelle der Marke VW, sondern auch Fahrzeuge von Skoda und Audi. Über 385.000 Autos mussten in Deutschland in die Werkstatt. In der Schweiz waren nochmal gut 22.000 Pkw von dem Rückruf betroffen. Grund für den Rückruf war ein Defekt des ABS: In Grenzsituationen wie beim Übersteuern, Untersteuern oder bei Vollbremsungen kann die Stabilisierungsfunktion ausfallen oder nicht mehr richtig funktionieren. Die Ursache: Im Steuergerät kann es laut VW es zu einer "thermomechanischen Überlastung" kommen. Behoben wurde der Fehler mit einem Software-Update für das Steuergerät, das in der Werkstatt rund eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Alle betroffenen Fahrzeughalter wurden per Post angeschrieben und über den Rückruf informiert.

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Juli 2017: Rückruf wegen ABS bei VW und Skoda

Der Rückruf bei VW und Skoda bezog sich auf verschiedene Modelle unterschiedlicher Baujahre. Skoda musste insgesamt 36.100 Superb und Octavia zum Software-Update in die Werkstatt schicken, die zwischen dem 1. Juni 2008 und 1. Juni 2009 gebaut wurden. Der Rest der 385.000 Rückrufe entfiel auf die Marke VW. Hier wurden zwischen 20. Mai 2008 und 28. August 2010 gefertigte Caddy, Eos, Golf, Golf Plus, Jetta und Scirocco zurückgerufen.

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