VW Polo Erdgas, Diesel & Benziner im Test

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VW Polo 1.0 TSI/1.0 TGI/1.6 TDI SCR: Test
VW Polo 1.0 TSI/1.0 TGI/1.6 TDI SCR: Test Foto: Zbigniew Mazar

Immer mehr Marken bieten neben Benziner- und Diesel- auch Erdgas-Varianten an. Wir testen, was der beste Antrieb ist.

VW Polo 1.0 TSI
VW Polo 1.0 TSI Foto: Zbigniew Mazar

Der Benziner läuft geschmeidig.

VW Polo 1.0 TSI
VW Polo 1.0 TSI Foto: Zbigniew Mazar

Der TSI-Dreizylinder hat eine Leistung von 95 PS.

VW Polo 1.0 TSI
VW Polo 1.0 TSI Foto: Zbigniew Mazar

Der Einliter-Turbobenziner glänzt mit hoher Laufkultur.

VW Polo 1.0 TSI
VW Polo 1.0 TSI Foto: Zbigniew Mazar

Beim Benziner ermittelten wir auf unserer praxisnahen Verbrauchsrunde 6,4 Liter pro 100 km.

VW Polo 1.0 TSI
VW Polo 1.0 TSI Foto: Zbigniew Mazar

Aufgeräumter Arbeitsplatz mit einfacher Bedienung.

VW Polo 1.0 TSI/1.0 TGI/1.6 TDI SCR: Test
VW Polo 1.0 TSI/1.0 TGI/1.6 TDI SCR: Test Foto: Zbigniew Mazar

Die Kraft wird bei allen drei Probanden über ein manuelles Fünfgang-Getriebe bedarfsgerecht gewandelt.

VW Polo 1.0 TGI
VW Polo 1.0 TGI Foto: Zbigniew Mazar

Prinzipiell bevorzugt die Motorsteuerung des VW ...

VW Polo 1.0 TGI
VW Polo 1.0 TGI Foto: Zbigniew Mazar

... den Gasbetrieb, sie schaltet also immer – wenn möglich – in den Gas-Modus.

VW Polo 1.0 TGI
VW Polo 1.0 TGI Foto: Zbigniew Mazar

Die Basis für den Polo mit bivalentem Gasmotor ist der Dreizylinder-Benziner.

VW Polo 1.0 TGI
VW Polo 1.0 TGI Foto: Zbigniew Mazar

Der Erdgastank fasst 11,6 Kilogramm für 227 Kilometer.

VW Polo 1.0 TGI
VW Polo 1.0 TGI Foto: Zbigniew Mazar

Die Erdgas-Version offeriert mit 160 Newtonmeter 15 Newtonmeter weniger als der Benziner und gar 90 Newtonmeter weniger als der Turbodiesel.

VW Polo 1.0 TGI
VW Polo 1.0 TGI Foto: Zbigniew Mazar

Der TGI hat eine Gepäckraumgröße von 251 Liter.

VW Polo 1.0 TGI
VW Polo 1.0 TGI Foto: Zbigniew Mazar

Mit einem Testverbrauch von 5,1 kg CNG fährt man hier am günstigsten, da im Durchschnitt ein Kilogramm Erdgas mit 95 Cent deutlich weniger kostet als ein Liter Superbenzin.

VW Polo 1.0 TDI
VW Polo 1.0 TDI Foto: Zbigniew Mazar

Die besten Fahrleistungen bietet der Diesel.

VW Polo 1.0 TDI
VW Polo 1.0 TDI Foto: Zbigniew Mazar

Als Dritter tritt die Turbodieselvariante 1.6 TDI an, die mit 95 PS eine vergleichbare Leistung bietet.

VW Polo 1.0 TSI/1.0 TGI/1.6 TDI SCR: Test
VW Polo 1.0 TSI/1.0 TGI/1.6 TDI SCR: Test Foto: Zbigniew Mazar

Mit der sechsten Generation ist der VW Polo nicht nur größer, erwachsener und individueller geworden, sondern es gibt ihn nun erstmals auch mit Erdgasantrieb.

VW Polo 1.0 TDI
VW Polo 1.0 TDI Foto: Zbigniew Mazar

Beim Diesel ermittelten wir auf unserer praxisnahen Verbrauchsrunde 5,5 Liter pro 100 km.

VW Polo 1.0 TDI
VW Polo 1.0 TDI Foto: Zbigniew Mazar

Der TGI darf keine Anhängerkupplung haben. Das lässt der knapp bemessene Bauraum im Heckbreich nicht zu, denn hier befinden sich die zwei Stahlflaschen für den Gasvorrat.

VW Polo 1.0 TDI
VW Polo 1.0 TDI Foto: Zbigniew Mazar

Extra-Stauraum in der Reserveradmulde bei TSI und TDI.

VW Polo 1.0 TSI/1.0 TGI/1.6 TDI SCR: Test
VW Polo 1.0 TSI/1.0 TGI/1.6 TDI SCR: Test Foto: Zbigniew Mazar

Sparfüchse kommen mit dem VW Polo TGI auf ihre Kosten, die geringeren CO2-Emissionen sind zudem gut fürs Klima.

Der VW Polo wird als TSI- , TDI- und auch als TGI-Variante angeboten. Vor- und Nachteile liegen bei Benziner, Diesel und Erdgas-Fahrzeugen auf der Hand. Wir testen, was der beste Antrieb ist.

Mit der sechsten Generation ist der VW Polo nicht nur größer, erwachsener und individueller geworden. Zu den bekannten Kürzeln TSI (direkteinspritzender Turbobenziner) und TDI (Turbodiesel-Direkteinspritzer) gesellt sich TGI – das "G" gilt als Hinweis auf den Erdgasantrieb. Die Basis für den Polo mit bivalentem Gasmotor ist der Dreizylinder-Benziner – jener kompakte Turbomotor, der auch unter der Haube des Vertreters der Benziner-Gilde in unserem Test arbeitet. Beide Dreizylinder haben einen gleich großen Hubraum von einem Liter, die Leistung differiert mit 90 PS (TGI) und 95 PS (TSI) um nur fünf PS. Als Dritter tritt die Turbodieselvariante 1.6 TDI an, die mit 95 PS eine vergleichbare Leistung bietet. Die Kraft wird bei allen drei Probanden über ein manuelles Fünfgang-Getriebe bedarfsgerecht gewandelt. Obwohl die Werte – zumindest auf dem Papier  – sehr nahe beieinander liegen, sind in der Praxis deutliche Unterschiede spürbar. Recht harmonisch entfaltetet der Benziner seine Kraft. Aus dem Stand zieht er erfreulich gleichmäßig an und gibt sich mit seinen geschmeidigen Gangwechseln ausgesprochen harmonisch. Wie bei VW üblich, hat auch der Erdgas-Polo keine manuelle Umschalt-Möglichkeit zwischen Gas- und Benzinbetrieb. Prinzipiell bevorzugt die Motorsteuerung des VW den Gasbetrieb, sie schaltet also immer – wenn möglich (Gas im Tank, korrektes Temperaturfenster) – in den Gas-Modus.

Der VW Polo sechste Generation im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

VW Polo mit Diesel, als Benziner und mit Erdgas in Test

Erst wenn die Gastanks leer sind, schaltet er automatisch auf Benzinbetrieb um. Der 40-Liter-Tank bringt eine Zusatz-Reichweite von rund 600 km. Im direkten Vergleich zum Benziner läuft die Verbrennung zwar etwas härter ab, und die Drehmomentfülle ist gerade bei niedrigeren Drehzahlen geringer. Doch das alles liegt in einem völlig akzeptablen Bereich und relativiert sich bei etwas höheren Drehzahlen komplett. Trotzdem offeriert die Erdgas-Version mit 160 Newtonmeter 15 Newtonmeter weniger als der Benziner und gar 90 Newtonmeter weniger als der Turbodiesel. Somit ist der VW Polo TDI der Durchzugsstärkste in diesem Trio. Er packt bereits bei 1500 Touren kräftig zu und sorgt so sogar für eine extra Portion Fahrspaß. Allerdings ist er auch der Lauteste im Test. Der markante TDI-Sound dringt im kleinen Polo relativ ungedämpft in den Fahrgastraum, und der Vierzylinder wirkt bei niedrigen Drehzahlen etwas unkultiviert. Wer einen Camping- oder Lasten-Anhänger mit seinem Polo ziehen will, kommt an der Diesel-Variante allerdings nicht vorbei, denn diese darf bis zu 1200 kg an den Haken nehmen und kommt damit sogar spielend zurecht. Beim TSI ist das maximale Zuggewicht auf 1000 Kilo begrenzt, und für den TGI ist gar keine Anhängerkupplung zu haben. Das lässt der knapp bemessene Bauraum im Heckbreich nicht zu, denn hier befinden sich die zwei Stahltaschen für den Gasvorrat. Diese schränken zudem die Gepäckraumgröße ein: Während bei TSI und TDI jeweils 351 Liter Ladevolumen bereitstehen, sind es beim TGI nur 251 Liter. Weiterer Nachteil: Somit lässt sich beim VW Polo TGI auch kein Fahrradträger am Kupplungshaken befestigen. Dafür fährt der Erdgas-Polo im Kosten-Kapitel seine Lorbeeren ein: Mit einem Testverbrauch von 5,1 kg CNG fährt man hier am günstigsten, da im Durchschnitt ein Kilogramm Erdgas mit 95 Cent deutlich weniger kostet als ein Liter Superbenzin. Beim Diesel ermittelten wir auf unserer praxisnahen Verbrauchsrunde 5,5 Liter, beim Benziner 6,4 Liter pro 100 km.

Technische Daten VW Polo Diesel, Erdgas und Benziner

 VW Polo 1.0 TSIVW Polo 1.0 TGIVW Polo 1.6 TDI SCR
Zylinder/Ventile pro Zylin.3/4, Turbo3/4, Turbo4/4, Turbodiesel
Hubraum999 ccm999 ccm1598 ccm
Leistung95 PS90 PS95 PS
Max. Gesamtdrehmoment175 Newtonmeter160 Newtonmeter250 Newtonmeter
Getriebe/Antrieb5-Gang, manuell5-Gang, manuell5-Gang, manuell
Beschleunigung   
0 - 100 km/h10,9 s11,4 s10,5 s
Höchstgeschwindigkeit187 km/h183 km/h185 km/h
Leergewicht (Werk)970 kg1185 kg1205 kg
Bremsweg aus 100 km/h warm35,0 m34,4 m33,7 m
Verbrauch (Test/EU)6,4/4,5 l S/100 km5,1/3,2 kg CNG/100 km5,5/3,8 l D/100 km
CO2-Ausstoß (Test/EU)148/103 g/km137/86 g/km146/99 g/km
Grundpreis17.200 Euro19.800 Euro19.475 Euro
Kosten pro Kilometer (pro Jahr/ Laufleistung 20.000 km)0,15 Euro0,11 Euro0,13 Euro
Kosten pro Kilometer (pro Jahr/ Laufleistung 20.000 km) mit Wertverlust0,28 Euro0,26 Euro0,27 Euro

Meinung zum Test

Fazit

Sparfüchse kommen mit dem VW Polo TGI auf ihre Kosten, die geringeren CO2-Emissionen sind zudem gut fürs Klima. Doch bei Agilität, Laderaum und Anhängelast müssen Erdgas-Fahrer beim Polo deutlich Einbußen in Kauf nehmen. Trotzdem ist die CNG-Version für Wenigfahrer eine gute Wahl. Für Vielfahrer ist der ebenfalls sparsame, aber viel durchzugsstärkere Diesel-Polo eine Überlegung wert, der bereits über eine modernste Abgasnachbehandlung mit SCR-Kat verfügt.