Vorstellung

VW Passat GT G60 Syncro: Der Lademeister mit G-Lader

Aerodynamisch ausgefeilt rollte der VW Passat in die dritte Generation namens B3 beziehungsweise Typ 35i – das brachte ihm zunächst nicht nur Fans ein. Versöhnlicher war da schon der Passat GT G60 Syncro mit G-Lader, Allrad und 210 km/h Spitze.

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Der VW Passat GT G60 Syncro fahrend von schräg vorne.
Als GT G60 Syncro erhielt der Lademeister VW Passat erstmals einen G-Lader. Foto: Klaus Huber-Abendroth
Der VW Passat GT G60 Syncro fahrend von hinten.
Die üppige Kunststoff-Beplankung gehört zur optionalen GT-Ausstattung. Foto: Klaus Huber-Abendroth
Der VW Passat GT G60 Syncro fahrend von vorne.
An der geschlossenen Front scheiden sich noch heute die Geister. Aus aerodynamischer Sicht war sie ein Gewinn. Foto: Klaus Huber-Abendroth
Der VW Passat GT G60 Syncro fahrend von hinten.
Leistung und Allradantrieb ermöglichen bei Bedarf eine hohe Anhängelast. Foto: Klaus Huber-Abendroth
Das Cockpit des VW Passat GT G60 Syncro.
Die Cockpit-Evolution ist unübersehbar, geblieben sind Rundinstrumente und Übersichtlichkeit. Foto: Klaus Huber-Abendroth
Der Motor des VW Passat GT G60 Syncro.
Der VW-typische G-Lader trieb ab 1988 auch den Passat an. Foto: Klaus Huber-Abendroth
Der Schriftzug des VW Passat GT G60 Syncro.
Passat GT G60 – so hieß anno 1988 der schnellste Passat, den man sich bei VW bestellen konnte. Foto: Klaus Huber-Abendroth

Der GT G60 Syncro war der schnellste VW Passat seiner Zeit

Der Nasenbär war wieder da! Zumindest alteingesessene VW-Fahrende fühlten sich an den Typ 4 erinnert, als 1988 die dritte Passat-Generation (Typ 35i) vorgestellt wurde. Doch die glatte Front mit dem eingelassenen VW-Emblem war kein Retro-Element, sondern der Windschlüpfrigkeit geschuldet.

Wolfsburg hatte seinen Bestseller umfassend modernisiert – in jeder Hinsicht. Eine Schrägheck-Version war offenbar entwickelt worden, letztendlich gab es den B3 aber nur noch als viertürige Stufenheck-Limousine oder Kombi. Volkswagen legte bei der Entwicklung großen Wert auf einen großzügigen Innenraum.

Fünfzylinder raus, G-Lader rein

Nicht zuletzt deshalb wurden die Motoren nun platzsparend quer eingebaut. Das erlaubte zudem einen einfacheren und entsprechend regen Austausch innerhalb der Angebotspalette – auch wenn der beliebte, aber zu große Fünfzylinder entfallen musste.

Da man im Hause VW Ende der 80er-Jahre die G-Lader-Technik vorantrieb, bekam neben Polo, Golf und Corrado ab 1988 auch der Passat seinen zwangsbeatmeten Vierzylinder. Topmodell war der GT G60 Syncro: Der Allradantrieb war nun mit der aus dem Golf bereits bekannten Visco-Kupplung ausgestattet, die ein wesentlich komfortableres Fahren ermöglichte.

Der mechanische Spirallader mobilisierte 160 PS (118 kW) und 225 Nm Drehmoment, was dem Kombi fast schon sportliche Fahrleistungen erlaubte: Von 0 auf 100 km/h ging es in 9,8 s und die Höchstgeschwindigkeit betrug stolze 210 km/h. Bis zum Erscheinen des VR6 im Jahre 1991 markierte der GT G60 den schnellsten VW Passat überhaupt.

Mit der hochwertigen Ausstattung – unter anderem Klimaanlage und Sitzheizung – sowie kräftigen Bremsen machte gerade diese Version den großen Sprung von der zweiten zur dritten Passat-Generation überdeutlich. Der große VW war ein komplett neues Auto geworden – dem man irgendwann sogar den fehlenden Kühlergrill verzeihen konnte.