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Suzuki Swift: Gebrauchtwagen kaufen Preiswertes Stadtauto mit Tücken

von Christofer Bingener 14.08.2018

Beim Gebrauchtwagen-Kauf empfiehlt sich der Suzuki Swift als günstig und zudem sportlich. In Hauptuntersuchungen kränkelt er allerdings gerne. AUTO ZEITUNG klärt, worauf Kunden bei einem gebrauchten Angebot achten sollten.

Auf der Suche nach einem günstigen Stadt- und Alltagsauto kommt man am gebrauchten Suzuki Swift kaum vorbei. Der Kleine ist deutlich unter vier Metern lang und verlangt kein ausladendes Budget – ideal für Studenten oder als Anfängerauto. Die technische Zuverlässigkeit ist bei älteren Modellen hingegen nicht immer gegeben. Das spiegelt sich auch in durchwachsenen Ergebnissen bei der Hauptuntersuchung (HU) wider. Der "TÜV Report 2018" rät Kunden vor allem auf die Scheinwerfer und Fußbremse zu achten, bevor sie den Gebrauchtwagen kaufen. Beim japanischen Bestseller sei die Beleuchtung vorn immer wieder beanstandet worden. Darüber hinaus wurden überdurchschnittlich viele Defekte an der Blinkanlage entdeckt. Über alle Jahrgänge macht die Bremse im Suzuki Swift Sorgen, bei der dritten bis fünften HU bereiten die Feststellbremse und auch Bremsleitungen Probleme. Auffällig ist zeitweise auch die Achsenaufhängung. Ab der vierten Modellgeneration steht der Suzuki Swift in der ADAC-Pannenstatistik deutlich besser da. Die Exemplare von 2011 bis 2013 landen im Mittelfeld. Laut Angaben des Clubs sind die Zündkerzen verantwortlich. Fehlerhafte Schaltgestänge traten vor allem bei Exemplaren von 2011 auf und die Batterien machten bei Autos von 2008 bis 2015 immer wieder Kummer. 

Fahrbericht Neuer Suzuki Swift (2017)
Neuer Suzuki Swift (2017): Erste Testfahrt  

Dieser Kleinwagen macht Spaß!

 

Suzuki Swift als Gebrauchtwagen kaufen

Seit 2005 zählte der ADAC für die vierte und fünfte Generationen neun Rückrufe. Die größte im Juli 2016: 25.000 Exemplare mussten alleine in Deutschland wegen Feuergefahr in die Werkstatt. Die Sitzheizungsmatte konnte sich lösen, Falten schlagen und an diesen Stellen übermäßig heiß werden. Aber auch wegen fehlauslösender Beifahrerairbags, lockeren Hinterachsschrauben, austretendem Kraftstoff oder auftretender Feuchtigkeit im Auto, und dadurch rostender Gurtlaschen, mussten die Japaner nachbessern. 2005 kam die vierte Generation des Suzuki Swift zu den Händlern. Das Auto kam als Drei- oder Fünftürer und als Cabrio. Die serienmäßige Sicherheitsausstattung wurde mit dem Facelift von 2008 bei den meisten Versionen durch den Schleuderschutz ESP erweitert, die Zahl der Airbags stieg auf sechs. Auch ein 1,3-Liter-Diesel mit Partikelfilter wurde ergänzt. 2010 erschien die fünfte Generation, die ihre Modellpflege 2013 bekam, aber nicht mehr als Cabrio zu haben war. Seit 2017 steht das aktuelle Modell zum Verkauf, für das erstmals Dreizylinder erhältlich sind. Der Swift macht mit Allradantrieb auf sich aufmerksam, der als Option in die kleinen Benziner verbaut wurd – in der Kleinwagenklasse absolut selten. Die Ottomotoren der hier betrachteten vierten und fünften Modellgenerationen leisten von 68 kW/92 PS bis zu 100 kW/136 PS in  der Sport-Version. Der einzige Diesel, ein 1,3-Liter-Aggregat und als einziges im Portfolio gelistet, leistet auf 55 kW/75 PS. Der durchschnittlichen Preis für einen dreitürigen Swift Sport mit 100 kW/136 PS und 59.000 gefahrenen Kilometern von 2014 liegt laut "DAT Marktspiegel" bei 9750 Euro. Die zwei Jahre ältere Version kostet rund 7775 Euro (rund 85.000 Kilometer). Entscheidet man sich dafür einen Swift 1.2 mit 66 kW/90 PS von 2014 als Gebrauchtwagen zu kaufen, so muss mit 8675 Euro gerechnet werde. Die Zahl gilt für eine statistisch ermittelte Laufleistung von 59.000 Kilometern. Ein älterer 1.3-DDiS-Diesel von 2011 ist in der Ausstattung Club mit 5150 Euro und 117.000 Kilometern kalkuliert.

Vergleichstest Ford Fiesta EcoBooster
Ford Fiesta EcoBoost/Suzuki Swift: Test  

Ford Fiesta gegen Suzuki Swift

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