Standheizung nachrüsten: Verbrauch & Kosten Diese Vorteile hat die Standheizung

von Lena Reuß 21.02.2018
Inhalt
  1. Standheizung lässt sich ganz einfach nachrüsten
  2. Übersicht: Darum eine Standheizung nachrüsten
  3. Kosten: Wie teuer ist eine Standheizung?
  4. Wieviel Sprit verbraucht die Standheizung?
  5. Wie wird die Standheizung bedient?
  6. Web-Modul: Standheizung steuern mit App
  7. Was bei Nutzung der Standheizung beachten (Batterie/Wartung)?

Die Standheizung erscheint vielen Autofahrern nach wie vor als Luxusgut, dabei lässt sie sich für nahezu jedes Modell nachrüsten. Welche Vorteile die Standheizung hat, wie hoch ihr Kraftstoff-Verbrauch ist und welche Kosten der Einbau verursacht, erklären wir hier!

Wenn draußen winterliche Temperaturen herrschen, folgt damit unweigerlich auch das allmorgendliche Eiskratzen. Glücklich ist in diesem Fall, wer eine Standheizung im Auto hat. Dann lässt sich der Wagen bequem per Knopfdruck via Fernbedienung aufheizen, die Eisschicht schmilzt und der Kratzer hat ausgedient. Trotzdem haben viele Autofahrer noch Vorbehalte gegen das praktische Gadget: Kosten für die Nachrüstung und Mehrverbrauch sind Punkte, die Kritiker anführen. Dabei heizt die Standheizung nicht nur den Innenraum auf angenehme Temperatur vor, sondern wärmt auch den Motor auf. Die schädliche Kaltlaufphase wird dadurch deutlich verkürzt, wodurch letzten Endes auch Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß verringert werden. Es gibt dabei verschiedene Typen von Standheizungen. Sie alle eint, dass sie das Auto beheizen, ohne dass der Motor eingeschaltet ist. Die Wärme entsteht über die Verbrennung von Kraftstoff, mit dem die Standheizung direkt über den Fahrzeugtank mit einer separaten Kraftstoffpumpe versorgt wird. Dabei wird das Kühlwasser durch die Verbrennung aufgeheizt und mithilfe einer Pumpe umgewälzt. Über das Gebläse strömt die erwärmte Luft in den Innenraum, gleichzeitig wird der Motor aufgewärmt. Übrigens: Um das E-Auto im Winter vor Fahrtantritt auf Temperatur zu bringen, kann man bei vielen Modellen wie dem Nissan Leaf einen Timer einschalten, der die Bordheizung anwirft und das Auto vorwärmt, solange es noch an der Ladestation steht.

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Standheizung lässt sich ganz einfach nachrüsten

Neben der Standheizung ist am Aufwärmen des Autos auch die Autobatterie beteiligt, die Gebläse und Wasserpumpe betreibt. Deswegen ist es wichtig, nach dem Betrieb der Standheizung auch zu fahren, um die Batterie wieder nachzuladen. Die klassische Standheizung wärmt dabei nicht nur den Wagen vor und befreit ihn vom Eis, sie ist natürlich auch für Camper und Outdoor-Fans besonders lohnenswert, die sich nach einem Tag in der Kälte im geparkten Wagen schnell aufwärmen wollen. Dabei muss die Standheizung nicht unbedingt ab Werk im Wagen verbaut sein. Sie lässt sich auch ganz einfach in nahezu jedem Fahrzeug nachrüsten.

 

Übersicht: Darum eine Standheizung nachrüsten

Der wichtigste Faktor, der für eine Standheizung spricht, ist natürlich Komfort, denn das Vorheizen erspart lästiges Eiskratzen. Der Gesetzgeber verbietet es nämlich den Motor des Autos warmlaufen zu lassen und währenddessen zu kratzen. Zusätzlich tut der Kaltstart dem Motor nicht gut. Doch darüber hinaus sprechen noch weitere Vorteile für eine Standheizung:

  • Motor ist vorgewärmt, die Kaltlaufphase wird verkürzt
  • Verbrauch und Schadstoffausstoß werden reduziert
  • Mehr Sicherheit durch freie Sicht (viele Fahrer kratzen nur ein Guckloch frei)
  • Wohlfühltemperatur im Innenraum erhöht die Sicherheit, da der Fahrer konzentrierter ist
 
 

Kosten: Wie teuer ist eine Standheizung?

Bei nahezu jedem Pkw-Modell lässt sich eine Standheizung nachrüsten. Dafür sollte aber ein Fachmann herangezogen werden, da die Standheizung korrekt an Kraftstoffleitung, Kühlwasserkreislauf und Batterie angeschlossen werden muss. Achtung: Hier wird auch an empfindlicher Bordelektronik gearbeitet. Auch deswegen ist es unbedingt ratsam, sich die Standheizung in einer Fachwerkstatt nachrüsten zu lassen. Die Kosten für den Einbau einer Standheizung sind natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig: Vom Preis für die Heizung selbst, von den Tarifen der Fachwerkstatt, aber auch vom Auto. Für gängige Modelle, wie zum Beispiel den VW Golf, können Kosten ab 1300 Euro für das Nachrüsten einer Standheizung kalkuliert werden.

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Wieviel Sprit verbraucht die Standheizung?

Der Kraftstoffverbrauch der Standheizung varriiert je nach Fahrzeug und Standheizung. Pro Stunde verbraucht sie im Schnitt zwischen 0,5 und 0,8 Liter Kraftstoff. Meist benötigen Standheizungen etwa 30 Minuten um das Auto vorzuwärmen und die Eisschichten zu schmelzen. Moderne Standheizungen schaffen das auch schneller, in unter 20 Minuten. Der Kraftstoffverbrauch ist aber nicht gleich ein Mehrverbrauch, denn durch den vorgewärmten Motor und dem Wegfall des Kaltstarts kann der Verbrauch der Standheizung fast vollständig ausgeglichen werden.

 

Wie wird die Standheizung bedient?

Zur Bedienung der Standheizung – egal ob nachgerüstet oder ab Werk – gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die gängigste ist wohl die Fernbedienung, über die sich die Standheizung entweder direkt einschalten lässt oder über die eine Zeit für den Start des Vorheizens eingestellt werden kann. Auch im Wagen lässt sich die Standheizung meist direkt oder über eine Zeitschaltuhr einstellen. Moderne Standheizungen lassen sich zudem mit dem mobilen Internet verbinden und ganz bequem per App steuern.

 

Web-Modul: Standheizung steuern mit App

Am komfortabelsten ist natürlich die Bedienung der Standheizung per App, ohne dass ein extra Endgerät wie eine Fernbedienung benötigt wird. Smartphone, Smartwatch oder Tablet sind ohnehin fast immer am Körper und ermöglichen das Aktivieren der Standheizung von überall. Selbst am PC lässt sich die Standheizung von jedem beliebigen Browser starten. So kann der Wagen schon mal vorheizen, während man sich selbst noch auf dem Weg zum Parkplatz befindet.

 

Was bei Nutzung der Standheizung beachten (Batterie/Wartung)?

Beim Betrieb der Standheizung ist die Batterie involviert und versorgt das Lüftungsystem mit Energie. Deswegen ist es wichtig, den Wagen nach Nutzung der Standheizung über eine längere Strecke zu fahren, damit sich die Batterie wieder aufladen kann. Hier kann die Heizzeit als Anhaltspunkt dienen: Die Fahrzeit sollte in etwa der Zeit des Betriebs der Standheizung entsprechen. Damit sich die Batterie beim Heizen nicht entlädt, verfügen die meisten Standheizungen über einen sogenannten Unterspannungsschutz, der das System abschaltet, sobald sich die Batterie zu weit entlädt. Die Standheizung selbst ist dabei wartungsfrei. Unabhängig davon, ob sie nachgerüstet ist oder schon ab Werk mitgeliefert wurde, ist sie so konzipiert, dass sie das ganze Autoleben lang funktioniert – und darüber hinaus. Eine nachgerüstete Standheizung auszubauen und in ein anderes Auto einzubauen lohnt sich jedoch nicht. Da der Umbau recht aufwändig ist, ist es kostengünstiger, eine neue Heizung einzubauen. Zudem steigert die nachgerüstete Standheizung den Wert des Autos.

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