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Skoda Mountiaq: Azubi Concept Car 2019 Azubis machen den Kodiaq zum Mountiaq

von Christian Steiger 05.06.2019
Inhalt
  1. Skoda Mountiaq ist das Azubi Concept Car 2019
  2. Pickup auf Kodiaq-Basis: Skoda Mountiaq (2019)
  3. Skoda Mountiaq (2019) bleibt ein Einzelstück

Der Skoda Mountiaq (2019) reiht sich in die Reihe der Azubi Concept Cars der Tschechen ein, die seit 2014 in jeweils einjährigem Abstand gebaut werden. In diesem Jahr ist das Einzelstück ein auffälliger Pickup auf Basis des erfolgreichen SUV Kodiaq.

Der Skoda Mountiaq (2019) ist kein Prototyp, sondern ein Azubi Car. Das klingt so 60er-Jahre-harmlos, nach Lehrlingen, die nach Feierabend ein bisschen am Käfer basteln dürfen. Und dann steht da ein Kaliber wie der Mountiaq in der Werkshalle und sieht ganz anders aus als einer, der nur spielen will. "Er ist ziemlich erwachsen geworden", sagen die Skoda-Presseleute. Feine Untertreibung für diesen Gelände-Macho, der einmal ein Kodiaq war. Jetzt walzt er auf Geländereifen des Formats 245/65-17, fährt eine fette Seilwinde vor sich her, schnorchelt durch ein hochgelegtes Ansaugrohr und trägt derbes Warzenblech auf der Pritsche. Im doppelten Ladeboden lagern Klapptisch und, ernsthaft, eine Axt. Und natürlich stand im Lastenheft, dass die nach unten geöffnete Heckklappe des Skoda Mountiaq (2019) stark genug sein muss für zwei ausgewachsene Kerle, die sich hier mit Angelrute oder Jagdgewehr niederlassen wollen. Mehr zum Thema: Das ist der Skoda Sunroq

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Das Making-of zum Skoda Mountiaq (2019) im Video:

 
 

Skoda Mountiaq ist das Azubi Concept Car 2019

"Die Heckklappe war das Schwierigste am ganzen Auto", sagen Melanie Grmolenská (18) und Adéla Karánková (19), zwei der 35 Skoda-Auszubildenden, die den Skoda Mountiaq (2019) ausgedacht, designt, konstruiert und gebaut haben. Schließlich sei es darum gegangen, trotz der radikalen Umnutzung die Kodiaq-Designlinie zu erhalten. Den Ritterschlag bekamen die Azubis von Skoda-Chef Bernhard Maier: "Definitiv so gut wie ein Serienauto" sei der Mountiaq, ließ er den Skoda-Nachwuchs nach der ersten Besichtigung wissen. Rund 2000 Stunden haben sie in das Einzelstück investiert – nicht mitgezählt die Arbeitsstunden, die sie als Unterstützung aus den einzelnen Skoda-Abteilungen bekamen. Technische Entwicklung, Design, Marketing und Produktion steuerten ihr Knowhow bei, aber das wird weder gezählt noch groß aufgerechnet. Am Ende kam selbst der Name Skoda Mountiaq (2019) von den Skoda-Azubis. Und natürlich der durchdringende Metallicton namens Sunset Orange, in dem der Pickup lackiert ist.

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Pickup auf Kodiaq-Basis: Skoda Mountiaq (2019)

Ursprünglich hatten die Azubis auch über einen Sportkombi auf Octavia-Basis diskutiert, sich dann aber für den Skoda Mountiaq (2019) entschieden. Weil Skoda einen Amarok gebrauchen könnte? "Das bestätigen wir jetzt mal nicht", sagt der Skoda-Pressemann – und lächelt fein. So oder so: Sie wählten das aufwendigere Projekt, für das sie umfangreiche Karosserieverstärkungen entwickeln mussten. Das Fehlen des halben Dachs erfordert stabilere Schweller und einen Stahlrahmen unter der Ladefläche, die Winde einen verstärkten Vorderwagen. Auch die Rückwand der Fahrerkabine musste natürlich neu erfunden werden, ebenso wie die gekürzten Türen und die Trittbretter an den Außenschwellern. Zu den leichteren Übungen zählten danach Gimmicks wie das blau beleuchtete Skoda-Logo im schwarzen Alcantara-Dachhimmel und der 2000-Watt-Subwoofer hinter den Fahrersitzen, in die ein eigens gestyltes Skoda Mountiaq (2019)-Logo eingestickt ist. Es zeigt den Pickup vor einer Bergsilhouette.

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Skoda Mountiaq (2019) bleibt ein Einzelstück

Und wann lässt sich das genau so bestellen? Dass es eine Marktnische für den Skoda Mountiaq (2019) gibt, sehen sie bei Skoda, aber sie kennen auch die Lieferzeiten des regulären Kodiaq und seinen kompakten Kollegen Karoq – kurz: Es fehlen die Fertigungskapazitäten. Nebenbei ist der Mountiaq ein ziemlich schwerer Brocken geworden: 2450 Kilogramm wiegt er, als rund 700 Kilo mehr als ein Serien-Kodiaq mit 2.0-TSI-Motor. Für den Amarok und die anderen harten Burschen der Pritschen-Branche wird der Azubi-Traum also ziemlich harmlos bleiben.

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