Renault Espace F1: Wenn ein F1-Motor im Familien-Van wütet

Noch nie war Papi oder Mami so schnell beim Kindergarten oder an der Schule wie mit dem Renault Espace F1. Mitte der 90er-Jahre ließ Renault das 810-PS starke Einzelstück mit Formel-1-Motor im Heck bauen.

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Der Renault Espace F1 fahrend von schräg vorne
Renault Espace F1 Foto: Renault

Der Renault Espace war in den 1990er-Jahren ein vollverglastes, höchstpraktisches, aber ebenso biederes Auto. Eben ein Familienvan, der zuverlässig die Kleinen von A nach B, also von zuhause zur Schule, und zurück kutschieren sollte.

Renault Espace F1
Renault Espace F1

Dynamik war aus dem Vokabular gestrichen. Bis zum zehnten Geburtstag der Baureihe: Damals durfte Matra – Entwicklungs- und Erbauungsteam der ersten drei Baureihen des Renault Espace – die Sau rauslassen.

Renault Espace F1
Renault Espace F1

Fans des gemütlichen Renault Espace sollten an dieser Stelle aufhören zu lesen und sich wieder dem Rotwein widmen. Denn Matra beließ es beim Renault Espace F1 nicht etwa beim frisierten Serienmotor. Nein, es musste schon ein Formel 1-Motor mit 810 PS (596 kW) sein.

Renault Espace F1
Renault Espace F1

Das im Heck verbaute, in keiner Weise schallisolierte V10-Kraftpaket schöpft seine Kraft aus 3,5 l Hubraum und befeuert damit den Renault Espace F1 in 2,8 s auf Tempo 100. Während der Serien-Espace an diesem Zeitpunkt erst gemütlich in den zweiten Gang schaukelt, knallt der Renault Espace F1 bereits Augenblicke später durch die 200er-Schallmauer. 6,9 s sind vergangen.

Renault Espace F1
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Theoretisch ginge diese Beschleunigungsorgie bis brutale 300 km/h weiter, das weiß aber die vergleichsweise ungünstige Aerodynamik zu verhindern. Außerdem: Welcher Papi oder welche Mami fährt schon mit Tempo 300 zum Kindergarten? Na also.

Renault Espace F1
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Daher war auch eine Serienfertigung nie geplant, sogar unmöglich. Der V10 wird von außerhalb gestartet, erhitzt den Innenraum spielend auf 60 Grad und mehr und brüllt mit ohrenbetäubender Lautstärke.

Renault Espace F1
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Über 300.000 Stück der zweiten Generation des Renault Espace baute Matra, aber nur einen vom Renault Espace F1.

Der Renault Espace war in den 1990er-Jahren ein vollverglastes, höchstpraktisches, aber ebenso biederes Auto. Eben ein Familienvan, der zuverlässig die Kleinen von A nach B, also von zu Hause zur Schule, und zurück kutschieren sollte. Dynamik? War aus dem Vokabular des Entwicklerteams des Espace gestrichen. Bis zum zehnten Geburtstag der Baureihe: Mitte der 90er-Jahre durfte die Abteilung von Matra – Entwicklungs- und Erbauungsteam der ersten drei Baureihen des Renault Espace – die Sau rauslassen.

Fans des gemütlichen Renault Espace sollten an dieser Stelle aufhören zu lesen und sich wieder dem Rotwein widmen. Denn Matra beließ es beim Renault Espace F1 nicht etwa beim frisierten Serienmotor. Nein, es musste schon ein Formel-1-Motor mit 810 PS (596 kW) sein. Das im Heck verbaute, in keiner Weise schallisolierte V10-Kraftpaket schöpft seine Kraft aus 3,5 l Hubraum und befeuert damit den Renault Espace F1 in 2,8 s auf Tempo 100.
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Der Renault Espace F1 im Video:

Serienfertigung des Espace F1 war nie geplant

Während der Serien-Espace an diesem Zeitpunkt erst gemütlich in den zweiten Gang schaukelt, knallt der Renault Espace F1 bereits Augenblicke später durch die 200er-Schallmauer. 6,9 s sind erst vergangen! Theoretisch ginge diese Beschleunigungsorgie bis brutale 300 km/h weiter, das weiß aber die vergleichsweise ungünstige Aerodynamik zu verhindern. Außerdem: Welcher Papi oder welche Mami fährt schon mit Tempo 300 zum Kindergarten? Na also.

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Daher war auch eine Serienfertigung des Renault Espace F1 nie geplant, sogar unmöglich. Der V10 wird von außerhalb gestartet, erhitzt den Innenraum spielend auf 60 Grad und mehr und brüllt mit ohrenbetäubender Lautstärke. Über 300.000 Stück der zweiten Generation des Renault Espace baute Matra, aber nur einen vom Renault Espace F1.