Porsche Turbo Historie

(1/34)

Porsche Turbo Historie

Porsche Turbo Historie

Als Rennauto war der 911 Turbo sehr erfolgreich und bot die Plattform für die späteren Serien-Turbos. Hier ein RSR Turbo 2.1 von 1974 » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

1974 gibt es zum ersten Mal einen Porsche 911 Turbo, den 930 mit 3,0-Liter-Boxermotor und 260 PS » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Der 1977 vorgestellte Turbo bleibt optisch fast unverändert, erhält aber einen stärkeren Motor mit 3,3-Liter Hubraum und 300 PS » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Der Typ 964 als Turbo wird ab März 1990 angeboten. Der Boxermotor leistet nun 320 PS, fährt 270 km/h Spitze » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Mit dem 911 Turbo 993 läuft der Luftboxer auch im Turbo das letzte Mal im Heck. Der 2+2-Sitzer leistet 408 PS, mit Werksleistungssteigerung sogar 430 PS. Ein Allradantrieb sorgt für ausreichend Traktion » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Der erste wassergekühlte Turbo-Boxer wird 1999 vorgestellt. Der Turbo leistet nun 420 PS » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Mehr Leistung und geänderte Optik: Der 911 Turbo fährt dank 480 PS 310 km/h schnell » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

So schön können Hecks aussehen: Porsche Turbo Baujahr 1974 bis 2006 » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Erstes 911 Turbo 3.0 Coupé, Modelljahr 1975 » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Imposant: wuchtiger Heckflügel mit Gummilippe » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Im Vergleich zum Carrera bietet der Turbo eine deutlich verbreiterte Spur » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Ab 1977 besitzt der Turbo neben dem 3,3-Liter-Boxer einen breiteren Heckflügel » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Typisch Porsche: klassische Rundinstrumente mit mittigem Drehzahlmesser und links positioniertem Zündschloss » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Die schwarzen Aufkleber an den hinteren Radhäusern sollen vor Steinschlag schützen. Hier ein 3,3-Liter-Boxer von 1980 » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Bis 1989 wird dieser 911 Turbo gebaut. Im Foto das 3.3 Coupé des Modelljahrs 1986 » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Zwischen 1987 und 1989 bietet Porsche auch den 911 Turbo als Targa und Cabrio an » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Der 911 Turbo Typ 964 wird ab März 1990 verkauft. Der 3,3-Liter-Boxer produziert 320 PS » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Die 320 PS beschleunigen den Stuttgarter auf bis zu 270 km/h » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Das Cockpit hat sich im Laufe der Zeit wenig verändert. Rundinstrumente und mittiger Drehzahlmesser dominieren » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Der letzte luftgekühlte Turbo-Boxer wird 1994 vorgestellt. Der Stuttgarter leistet 408 PS, mit Werksleistungssteigerung sogar 430 PS. Ein Allradantrieb sorgt für ausreichend Traktion » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Der 911 Turbo von 1994 fährt über 300 km/h schnell » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Der Über-Turbo S mit 3,6-Liter-Boxer von 1998 leistet 450 PS » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Seitliche Lufteinlässe und größerer Heckflügel lassen den Unterschied zum konventionellen Turbo erkennen » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Seit 1999 umspült Wasser die sechs Zylinder. Der Turbo produziert jetzt 420 PS » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Zwischen 2003 und 2005 verkauft Porsche wieder 911 Turbo Cabrios » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Unter der Heckhaube arbeitet der bekannte Sechszylinder mit 420 PS » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Die Kraft der Turbos wird auf alle vier Räder übertragen » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Ab 1997 wird der 911 Turbo des Typ 996 verkauft » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Der Heckflügel des Turbos fährt sich bei höheren Geschwindigkeit aus und sorgt für besseren Anpressdruck » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Den Porsche Turbo gibt es optional mit der teuren Porsche Keramikbremse (PCCB), zu erkennen an gelben Bremssätteln » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Seit Sommer 2006 wird dieser 911 Turbo angeboten. Von vorn erkennbar an den Rundscheinwerfern » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Die Rückleuchten wurden ebenfalls verändert » zurück zum Artikel

Porsche Turbo Historie

Der stärkste Serienturbo leistet 480 PS und beschleunigt in 3,9 Sekunden auf 100 km/h » zurück zum Artikel

Der Porsche 911 Turbo ist das Top-Ass jeden Auto-Quartetts. Ein Überblick über die Geschichte des Sportwagens

Als sich auf dem Pariser Autosalon im Oktober 1974 Menschen auf dem Porsche-Stand drängeln, ahnt noch keiner, dass sie der Geburt einer Ikone beiwohnen – dem Synonym für Sportfahrzeugen schlechthin. Der Turbo gehört heute zur Porsche-Tradition wie die Zahl 911 zu Sportwagen. Sein Abgasturbolader machte die Aufladung hoffähig – nicht nur bei Ottomotoren.

1975 kommt der Turbo (intern 930 genannt) zum Händler und übertrifft den Carrera leistungs- und preismäßig bei weitem. Verlangt Porsche für einen 911 Carrera mit 210 PS 44230 Mark (22614 Euro), so müssen für den 260 PS starken Turbo üppige 65800 Mark (33643 Euro) bezahlt werden. Zum Vergleich: Der 50 PS VW Golf kostet nur etwa 8000 Mark (4090 Euro). Dafür schaffte der Sportsfreund den Sprung in die Sprinter-Bestenliste.

Dank Abgasturbolader KKK3 sind die 100 km/h in sechs Sekunden erledigt, Schluss ist erst bei 250 km/h. Doch der Weg dorthin ist das eigentlich Eindrucksvolle: Wenn der Turbo in den Ladebereich kommt, ist es vorbei mit der Gemütlichkeit, schlagartig stehen die 260 PS zur Verfügung und wollen den Asphalt aufreißen.

Der Hecktriebler mit manueller Viergangschaltung fordert eine harte Hand, sonst schlägt er mit dem Heck um sich wie ein durchgehender Hengst – trotz großem Heckspoiler mit Gummilippe für verbesserten Anpressdruck.

Die erste Motorengeneration wird bis 1977 gebaut, danach erhält der drei Liter große Sechszylinderboxer eine Hubraumerweitung auf 3,3-Liter. Damit steigt neben dem Preis von 78500 Mark (40136 Euro) auch die Leistung auf satte 300 PS. Der Turbo rennt jetzt 260 km/h und erledigt den klassischen 100er-Sprint in unter sechs Sekunden. Die Optik bleibt allerdings unverändert.

Ab September 1984 werden Targa und Cabrio im Werksturbo-Look mit Spoiler-Kit und Kotflügelverbreiterung vertrieben, unter der Heckklappe arbeitet aber weiterhin ein Saugmotor. Allerdings verlangt Porsche für den Karosserieumbau 20 Prozent Aufpreis.

Erst im Februar 1987 erhält das Blendwerk endlich den Druck, den es verspricht: den KKK-Turbolader für 300 PS. Mit 145000 Mark (74137 Euro) ist das leistungsstarke Cabrio aber nicht gerade preiswert. Im letzten Modelljahr des 930 mit Faltenbalg-Stoßstangen wird dem Turbo noch ein Fünfganggetriebe spendiert. Das Turbo Cabrio wird lediglich zwei Jahre, bis 1989, produziert.

Im März 1990 kommt wieder eine Ablösung. Der 964, als Carrera- Coupé -Version mit Saugmotor und 250 PS schon seit 1988 auf dem Markt, erhält als Turbo Coupé einen 3,3-Liter Sechszylinder mit 320 PS, gut für 270 km/h. Leistungshungrige erhalten ab 1992 den Turbo S mit 381 PS. Abgelöst wird der 3,3-Liter Motor allerdings schon ein Jahr später durch den 3,6-Liter Boxer, der nun 360 PS auf die Hinterachse überträgt. Ein Cabrio mit Turboaufladung fehlt im Modellprogramm.

Auf der IAA 1993 debütiert der stilistisch stark überarbeitete 911, intern 993 genannt. Ein Jahr später stellt Porsche den neuen Turbo vor. Zwar weiterhin mit 3,6-Liter Hubraum, aber nun mit zwei Turboladern und 408 PS. Erstmals setzt Porsche bei seiner Spitzenmotorisierung auf Allradantrieb, um den brutalen Vortrieb besser in den Griff zu bekommen. Der Turbo fährt jetzt in einer neuen Dimension: über 300 km/h. 1995 werden in einer Kleinserie von 14 Exemplaren Turbo-Cabrios mit dem „alten“ 3,6-Liter Boxer-Turbo mit 360 PS hergestellt – noch ohne Allradantrieb. Ab 1996 gibt es wieder eine Werksleistungssteigerung auf 430 PS. 1998 kommt das „Sport“ Coupé 993 Turbo S mit 450 PS für kurze Zeit in den Handel.

Die größte Umstellung erhält die Stuttgarter Ikone aber im September 1997: Die sechs Zylinder im intern 996 genannten 911werden von Wasser umspült. Ein Bruch mit der langen luftgekühlten Historie. Für Diskussionsstoff sorgen auch die Scheinwerfer, die wirken, als wären zwei Spiegeleier auf der Kofferraumhaube zerlaufen. Zwei Jahre nach dem Debüt des 996 rotieren wieder zwei Turbinen im Inneren, nun für 420 PS gut. Die Kraft wird auf alle vier Räder übertragen. Zwischen Sommer 2003 und 2005 wird auch eine offene Version des Turbo mit 420 PS angeboten. Ein umfassendes Facelift, nun wieder mit Rundscheinwerfern, erhält Porsches Bestseller 2004.

Im Juni 2006 folgt das Turbo Coupé mit sattes 480 PS, zwangsbeatmet von zwei Ladern, Spitze 310 km/h, von 0 auf 100 km/h in 3,7 Sekunden. Nach zweijähriger Pause steht auch ab diesem September endlich wieder ein Turbo Cabrio für 150862 Euro bei den Händlern.
Fabian Hoberg

» zum Porsche 911 Turbo Cabrio

AUTO ZEITUNG