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Porsche-Design vor Gericht: Streit um 911 Der Streit um das Elfer-Design geht weiter

von Christina Finke 31.07.2019

Der Streit um die Designrechte am Porsche 911 zwischen dem Autobauer und dem Modellautohersteller Autec könnten vor dem Europäischen Gerichtshof in die nächste Runde gehen. Und: Im Streit um das Design des Porsche 911 hat das Landgericht Stuttgart im Juli 2018 die Klage von Ingrid Steineck abgewiesen!

Der Streit um das Design des Porsche 911 geht vorerst weiter. Zur Erinnerung: Der Autobauer hatte dagegen geklagt, dass der Modellautohersteller Autec aus Nürnberg die Muster von zwei Varianten des Elfers beim EU-Amt für geistiges Eigentum hatte löschen lassen. Zu Recht, wie die Richter entschieden. Demnach hätten sich die sogenannten Geschmacksmuster, die das Design der Sportwagen-Legende vor Nachahmung schützen, sich nicht genug von früheren Versionen unterschieden. Doch Porsche sieht das anders und will das Urteili des Luxemburger EU-Gerichts von Anfang Juni 2019 nun anfachten, wie ein Sprecher des Unternehmens bestätigte. Nächste Instanz ist der Europäische Gerichtshof. Allerdings ist eine Beschwerde dort nur möglich, wenn es um eine "für die Einheit, die Kohärenz oder die Entwicklung des Unionsrechts bedeutsame Frage" geht, wie es beim Gericht heißt. Das muss Porsche nun erst einmal belegen. Mehr zum Thema: 911-Baureihenleiter Achleitner in Rente

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Fakten zum Porsche 911 im Video:

 
 

Gerichtsstreit um Design des Porsche 911

In einem weiteren Streit um das Porsche-Design des 911ers war die Tochter des früheren Porsche-Chefdesigners Erwin Komenda mit einer Millionenklage gegen den Autohersteller gescheitert. Das Landgericht Stuttgart wies am Donnerstag, 26. Juli 2018, die Klage (AZ 17 O 1324/17) ab, bei der die Klägerin Ingrid Steineck von Porsche einen Ausgleich in einer Höhe von 20 Millionen Euro forderte. Die Tochter des ehemaligen Porsche-Chefdesigners Erwin Komenda hatte außerdem verlangt, das Urheberrecht am 911 und dem Vorgängermodell 356 nachträglich ihrem Vater zuzusprechen. Der Autobauer bestreitet allerdings, dass Komenda für das Aussehen des 911er hauptverantwortlich war. Die ersten Entwürfe für die Porsche-Sportwagen würden nicht von ihm stammen. Der Konzern schreibt das Porsche-Design des 911 viel mehr den Nachfahren des Firmengründers Ferdinand Porsche zu. Die Entscheidung könnte die grundsätzliche Frage geklärt haben, ob Auto-Designer einen Urheberrechtsanspruch auf die von ihnen geschaffenen Modelle haben. Mitterweile haben die Kläger Berufung gegen das Urteil eingelegt und in einem weiteren Verfahren gegen Volkswagen verklagt. In diesem Falle geht es um das Design des VW Käfer. Mehr zu dem Thema: Niederlage für die Käfer-Design-Klägerin​

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