Porsche & Rimac: Kooperation Porsche startet Zusammenarbeit mit kroatischem Sportwagenbauer

von Christofer Bingener 20.06.2018
Porsche stellt die Weichen für die Zusammenarbeit mit kroatischem Sportwagenbauer

Porsche hat eine Kooperation mit dem kroatischen Technologie- und Sportwagenhersteller Rimac bekannt gegeben. In Zukunft will man gemeinsam die Stuttgarter Elektroauto-Pläne​ nach vorne bringen.

Porsche kooperiert für den Ausbau seiner Elektroauto-Pläne mit der kroatischen Technologie- und Sportwagenfirma Rimac. Wie Porsche am Mittwoch mitteilte, hat man zehn Prozent des Unternehmens übernommen und strebt nun eine Entwicklungspartnerschaft an. Rimac Automobili aus dem Großraum Zagreb entwickelt den Angaben zufolge Antriebe und Batteriesysteme für Elektroautos, produziert komplette Elektro-Sportwagen und über eine Tochterfirma auch E-Bikes. Der stellvertretende Porschevorstandsvorsitzende Lutz Meschke erklärte, dass Rimac "seine Kompetenz im Bereich Elektromobilität eindrucksvoll bewiesen“ habe.  Man halte die Ideen und Ansätze des jungen Unternehmens für vielversprechend. Auf dem Genfer Autosalon im März stellte Rimac bereits seinen zweisitzigen "C Two" vor. Laut Hersteller erreicht das leistungsstarke E-Mobil eine Spitzengeschwindigkeit von 412 Stundenkilometern und verfügt über 1.915 PS. Porsche will 2019 sein erstes rein elektrisches Auto names Taycan auf den Markt bringen und vom Know-How der Kroaten profitieren. Weitere Modelle sollen folgen. Rimac selbst strebt wohl eine Stärkung der eigenen Position im Markt an. 

Elektroauto Porsche Mission E (2019)
Porsche Taycan (2019): Erste Fotos vom Mission E  

Mission E heißt Porsche Taycan

 

Porsche koorperiert mit Rimac

Mate Rimac, Gründer des kroatischen Unternehmens, startete 2009 in einer Garage mit der Umsetzung seines Traums von einem elektrischen Sportwagen.  Der "C Two" (Concept Two)  wird von vier Elektromotoren angetrieben und beschleunigt in weniger als zwei Sekunden von null auf 100. Die Akkuladung soll innerhalb einer halben Stunde auf 80 Prozent geladen werden können. "Die Partnerschaft mit Porsche ist ein sehr wichtiger Schritt für Rimac. Unser Ziel ist es, Modul- und Systemliferant für Automobilhersteller in den Bereichen Elektrifizierung, Konnektivität und Fahrerassistenzsysteme zu sein.“, erklärt Geschäftsführer Mate Rimac. Neben Porsche beteiligte sich auch der chinesische Batteriehersteller Camel Group Ltd. im vergangenen Jahr mit rund 30 Millionen Euro am kroatischen Unternehmen. Rimac beschäftigt rund 400 Mitarbeiter und soll nach eigenen Angaben seit 2012 profitabel sein. Im Jahr 2014 soll das Unternehmen einen Wert von rund 70 Millionen Euro gehabt haben.  Porsche ließ diese Angaben auf Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg unkommentiert. 

Neuheiten Oliver Blume (CEO Porsche AG)
Porsche auf der Peking Auto Show 2018 (Video)  

Porsche-CEO Oliver Blume über die Zukunft

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