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Porsche 911 GT2 RS (2017): Motor & Rekord Vier weitere GT2 RS werden produziert

von Thomas Geiger 21.03.2019
Inhalt
  1. Porsche 911 GT2 RS (2017) mit 3,8-Liter-Motor
  2. Rekord für Porsche GT2 RS (2017)
  3. Porsche produziert nach Schiffsunglück vier weitere 911 GT2 RS

Der Porsche 911 GT2 RS (2017) knackt mit seinem 700-PS-Motor den Rekord für straßenzugelassene Fahrzeuge auf der Nürburgring-Nordschleife. 6:40,3 Minuten brauchte der von Manthey-Racing optimierte Porsche für die 20,6 Kilometer. Nach einem Schiffsunglück baut Porsche vier weitere Exemplare des GT2 RS.

Rekordverdächtig: Noch während die Produktion des Porsche GT2 RS (2017) mit 700-PS-Motor auf Hochtouren lief, war der  Dauerbrenner aus Zuffenhausen längst ausverkauft. Für Preise ab 285.220 Euro. Dafür haben die Entwickler ordentlich an der Leistungsschraube gedreht. Und zwar so lange, bis der mühsam gezähmte Rundstreckenrenner zum stärksten Serienmodell in der mehr als 50-jährigen Geschichte der Baureihe wurde. Das dem Turbo S entliehene 3,8 Liter-Triebwerk hat allerdings nicht viel mehr als Hubraum und Geometrie gemein: Die Lader machen mehr Druck, zusätzlich werden die Ladeluftkühler bei sehr hohen Temperaturen mit Wasser gekühlt. Große Öffnungen vor den hinteren Radhäusern und eine komplexe Lüftungsanlage direkt oberhalb des Motors sind dafür verantwortlich, das Turbo-Triebwerk mit der nötigen Atemluft zu versorgen. Das steigert die Effizienz der Verbrennung und kitzelt deshalb bis zu 700 PS aus dem Heckmotor. Das sind 80 PS mehr als beim Vorgänger und mehr als genug für atemberaubende Fahrleistungen des Porsche GT2 RS (2017). Mehr zum Thema: Das sind die Schnellsten auf der Nordschleife

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Porsche 911 GT2 RS (2017) mit 3,8-Liter-Motor

Der Boxer treibt anders als bei Turbo und beim Turbo S im Porsche GT2 RS (2017) nur die Hinterräder an, was die Fahrt im Grenzbereich auch für erfahrene Porsche-Piloten zu einer anspruchsvollen und volle Konzentration erfordernden Prüfung macht. Die extrem direkt übersetzte Lenkung versorgt den Fahrer nicht nur mit einem sauberen Feedback, auch die Hinterräder gehen dank Allradlenkung mit in die Kurve. Notwendige Korrektur-Eingriffe dürfte der Porsche also blitzschnell umsetzen. Mit reichlich Anbauteilen aus Karbon konnte der Porsche GT2 RS (2017) auf 1470 Kilo abgespeckt werden. Dadurch erreicht der Elfer jetzt bis zu 340 km/h und beschleunigt im besten Fall in 2,8 Sekunden von Null auf 100 km/h. Neben dem Rennsportfahrtwerk und dem Hardcore-Interieur machen auch Vollschalen aus Sichtkarbon vor allem durch einen gründlich überarbeiteten Sechszylinder den Porsche GT2 RS (2017) zum Elfer der Extreme.

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Rekord für Porsche GT2 RS (2017)

Das der Porsche 911 GT2 RS (2017) hält was er verspricht, hat er auf der Nürburgring-Nordschleife unter Beweis gestellt. Mit 6:40,3 Minuten hält der Zuffenhausener den Streckenrekord für straßenzugelassene Fahrzeuge. Und das ohne Modifiaktionen am Antrieb. Lediglich das Fahrwerk und die Aerodynamik des 700 PS starken Porsche GT2 RS (2017) wurden von Manthey-Racing optimiert und auf die Streckencharakteristik der Nürburgring-Nordschleife angepasst

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Porsche produziert nach Schiffsunglück vier weitere 911 GT2 RS

Eigentlich war die Produktion des Porsche 911 GT2 RS bereits Ende Februar 2019 planmäßig ausgelaufen. Doch nach einem Schiffsunglück vor der Küste Frankreichs wird Porsche vier weitere Exemplare des Supersportlers fertigen. Am 12. März 2019 sank das Containerschiff Grande America – mit unter anderem vier fabrikneuen GT2 RS an Bord, die für Kunden in Brasilien bestimmt waren. Sie liegen nun mitsamt der anderen Fracht in rund 4600 Metern Tiefe auf dem Grund des Atlantiks. Glück im Unglück für die wartenden Kunden, dass Porsche die Produktionslinie nochmal aktiviert. Und die Verzögerung wird zum Luxusproblem angesichts der Umweltkatastrophe, die mit dem Untergang des Schiffs einhergeht.

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