Dürfen Elektro-Roller auf die Straße? (Update!) Verkehrsminister plant auch Erlaubnis für Hoverboards

von Sven Kötter 07.01.2019

Dürfen Elektro-Roller bald legal auf die Straße gelangen? Ja, allerdings müssen sie einige Voraussetzungen erfüllen. Eine entsprechende Verordnung soll 2019 in Kraft treten. Auch eine Erlaubnis für sogenannte Hoverboards könnte folgen!

Elektro-Roller dürfen laut der "Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr", die nach Angaben einer Sprecherin des Verkehrsministeriums "spätestens Anfang 2019" kommen soll, schon bald legal am Straßenverkehr teilnehmen. Voraussetzung dafür ist, dass die E-Roller nicht schneller als 20 km/h fahren, mit einer Lenk- oder Haltestange ausgerüstet sind und über zwei voneinander unabhängige Bremsen verfügen. Des Weiteren müssen die Fahrzeuge mit Blinkern und einer "helltönenden Glocke" ausgestattet sein. Ähnlich wie ein Mofa beziehungsweise Motorroller müssen die Zweiräder mit einem Versicherungskennzeichen versehen sein. Die Fahrer der E-Roller müssen mindestens fünfzehn Jahre alt sein und einen Mofo-Führerschein besitzen. Bewegt werden dürfen die Elektro-Roller auf dem Fahrradweg oder der Straße. Eine Helmpflicht wird es nicht geben. Dieser Schritt ist überfällig, da die kleinen Fortbewegungsmittel schon im großen Stile verkauft wurden und werden. Offenbar ist der Markt derart groß, dass sie einen entsprechend umfangreichen Beitrag zur Mobilität der Zukunft beitragen könnten. Mehr zum Thema: E-Taxi Moia startet Testbetrieb

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Elektro-Roller dürfen bald auf die Straße

Die Verordnung für Elektro-Roller, mit Hilfe derer die Fahrzeuge dann legal auf die Straße dürfen, könnte unter Umständen in Zukunft auch auf Hoverboards und Skateboards mit Elektromotor ausgeweitet werden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gab Anfang Januar 2019 bekannt, auch eine Ausnahmeverordnung für Fahrzeuge zu machen, die keine Lenk- oder Haltestange haben. Die geplante Verordnung soll mit Hilfe von wissenschaftlicher Expertise ausgearbeitet werden und dann unter anderem regeln, wo und unter welchen Bedingungen die elektrischen Fortbewegungsmittel ohne Lenkstange fahren dürfen. Bis die Verordnung in Kraft tritt, gilt für E-Kleinstfahrzeuge, PLEV (Personal Light Electric Vehicles) abgekürzt, de facto noch das Verbot im öffentlichen Straßenverkehr und die Beschränkung der Nutzung auf Privatgelände. Unter dem Kürzel "PLEV" versteht man eine komplett neue Fahrzeugklasse, deren Standards erst jüngst definiert wurden: Zu ihr zählen neben E-Scootern auch Hoverboards, E-Floater und E-Longboards. Allen gemein ist die kompakte Größe, die Elektrifizierung und der Verwendungszweck als Fortbewegungsmittel für die Kurzstrecke – auch "last mile" genannt. Man erhofft sich durch die Mikromobile eine Entlastung des öffentlichen Nah- und des motorisierten Straßenverkehrs.

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