Neuer Toyota bZ4X: Erste Testfahrt im Allrad-Topmodell
Neue Batterien, mehr Leistung und ein frischer Innenraum sollen dem Toyota bZ4X neuen Schwung geben. Eine erste Testfahrt mit dem Facelift in der Allrad-Topmotorisierung!
Neues Toyota bZ4X Facelift: Erste Testfahrt im Allradler
Die größte Anpassung des neuen Toyota bZ4X Facelift sitzt unterhalb des Blechkleids: Der Allradantrieb leistet nun 252 kW (343 PS) und verleiht dem E-Auto ab 2025 spürbar mehr Temperament. Der Sprint fällt lebhafter aus, der Antritt ist druckvoll – besonders auf den verwinkelten Landstraßen rund um Málaga (Spanien) lässt sich die Mehrleistung bei unserer ersten Testfahrt sofort erleben.
Die Kehrseite zeigt sich jedoch bei starker Beschleunigung: Die Traktion wirkt nicht in jeder Lage souverän, vor allem auf rauerem Straßenbelag. Das Fahrwerk bleibt ein Kompromiss: Es federt nicht weich genug, um Unebenheiten restlos zu glätten, bietet aber gleichzeitig nicht die Straffheit, die zur neuen Power passen würde. Die Lenkung geht in der Stadt leicht und angenehm, doch auf temporeichen Bergstraßen dürfte sie klarer und verbindlicher kommunizieren. Gerade hier wünscht man sich mehr Präzision.
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Der Toyota bZ4X (2023) im Fahrbericht (Video):

Drei Varianten, breitere Zielgruppe
Toyota erweitert das Angebot des neuen bZ4X Facelift um eine auf dann drei Versionen. Neben dem 73,1-kWh-Akku aus unserer Testfahrt gibt es nun eine Basisvariante mit 57,7 kWh und Frontantrieb. Die mittlere Version bietet mit dem großen Akku 165 kW (224 PS); gegen 3000 Euro Aufpreis fährt sie ebenfalls mit Allrad. Bei der Reichweite geht es nach oben: von 444 km in der Basis und bis 569 km in der effizientesten Ausführung. Die maximale Ladeleistung bleibt bei 150 kW, was rund 28 min für zehn auf 80 Prozent bedeutet. Neu ist eine Batterie-Vorkonditionierung, die das Tempo auch bei Kälte stabilisieren soll. Zudem werden nun Batterieladestand und State of Health im Instrumentendisplay angezeigt, wenn das Auto am Strom hängt.
Die Konkurrenten:
Keine triste Höhle mehr
Was zuvor vielfach kritisiert wurde, zeigt sich beim neuen Toyota bZ4X Facelift verbessert: Ein neues Ambientelicht verleiht dem Innenraum mehr Atmosphäre. Die Verarbeitung ist auf gewohnt hohem Niveau. Besonders überzeugend fällt bei der ersten Testfahrt der gesteigerte Geräuschkomfort aus. Dank Akustikverglasung, zusätzlicher Dämmung und optimierter Dichtungen bleibt der bZ4X selbst auf den verwinkelten, stellenweise holprigen Straßen Andalusiens bemerkenswert leise und angenehm abgeschirmt. Ein kleines Ärgernis bleibt jedoch: Die induktiven Ladeschalen sehen gut aus und sind eigentlich perfekt platziert, doch bei zügiger Kurvenfahrt neigen Smartphones dazu, sich selbstständig zu machen.
Ebenfalls neu: Die Navigation bietet endlich eine EV-Routenplanung mit integrierten Ladestopps – in der Praxis funktional, wenn auch noch ohne die ausgefeilte Intelligenz mancher Wettbewerber. Preislich startet die Basisversion bei 42.990 Euro, das Topmodell rangiert knapp unter 56.000 Euro. Preislich und technisch positioniert sich Toyota damit unmittelbar im Umfeld eines VW ID.5 (Stand: November 2025). Erste Auslieferungen sollen im Januar 2026 erfolgen.
Technische Daten des Toyota bZ4X AWD
AUTO ZEITUNG 26/2025 | Toyota bZ4X AWD |
|---|---|
Technische Daten | |
Motor | 2 Synchronmaschinen |
Antrieb | Konstantübersetzung; Allrad |
Systemleistung | 252 kW/343 PS |
Max. Drehmoment | 338 Nm |
Kapazität/Spannung | 69 kWh (netto)/400 V |
Karosserie | |
Außenmaße (L/B/H) | 4690/1860/1650 mm |
Leergewicht/Zuladung | k.A. |
Kofferraumvolumen | 452– ca. 1500 l |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung (0-100 km/h) | 5,1 s |
Höchstgeschwindigkeit | 160 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 14,5–15,9 kWh |
Reichweite | 471–516 km |
Kaufinformationen | |
Grundpreis | 55.990 € |
Marktstart | Januar 2026 |
Alle Daten Werksangaben | |
Fazit
Das Toyota bZ4X Facelift präsentiert sich bei unserer Testfahrt spürbar reifer und moderner. Doch trotz der gelungenen Aufwertung bleiben Fahrwerk und Lenkung jene Bereiche, in denen Toyota für die nächste Evolutionsstufe noch nachlegen sollte.
















