Neuer Toyota bZ4X: Erste Testfahrt im Allrad-Topmodell

Neue Batterien, mehr Leistung und ein frischer Innenraum sollen dem Toyota bZ4X neuen Schwung geben. Eine erste Testfahrt mit dem Facelift in der Allrad-Topmotorisierung!

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Das Toyota bZ4X Facelift fährt auf einer sandverwehten Straße, von vorne links fotografiert.
Toyota bZ4X Facelift Foto: Toyota

Wolf im Schafspelz: Mit dem Facelift tut sich optisch kaum etwas am bZ4X, technisch dafür umso mehr.

Das Toyota bZ4X Facelift fährt vor einem hügeligen Panorama, von rechts fotografiert.
Toyota bZ4X Facelift Foto: Toyota

Das Fahrwerk bleibt ein Kompromiss: Es federt nicht weich genug, um Unebenheiten restlos zu glätten, bietet aber gleichzeitig nicht die Straffheit, die zur neuen Power passen würde.

Das Toyota bZ4X Facelift fährt vor einem sandigen Hintergrund, von hinten links fotografiert.
Toyota bZ4X Facelift Foto: Toyota

Der Allradler setzt auf zwei Synchronmaschinen und generiert nun 252 kW (343 PS) Systemleistung.

Das Cockpit des Toyota bZ4X Facelift.
Toyota bZ4X Facelift Foto: Toyota

Die induktiven Ladeschalen sehen gut aus und sind eigentlich perfekt platziert, doch bei zügiger Kurvenfahrt neigen Smartphones dazu, sich selbstständig zu machen.

Die vorderen Sitze des Toyota bZ4X Facelift.
Toyota bZ4X Facelift Foto: Toyota

Der Innenraum wirkt nun weniger trist als zuvor.

Der Fond des Toyota bZ4X Facelift.
Toyota bZ4X Facelift Foto: Toyota

Besonders überzeugend fällt bei der ersten Testfahrt der gesteigerte Geräuschkomfort aus.

Der Kofferraum des Toyota bZ4X Facelift mit teilweise umgeklappter Rücksitzbank.
Toyota bZ4X Facelift Foto: Toyota

Der Kofferraum fasst 452 bis circa 1500 l.

Das Toyota bZ4X Facelift steht vor einem Garten, von vorne links fotografiert.
Toyota bZ4X Facelift Foto: Toyota

Toyota erweitert das Angebot um eine auf drei Versionen. Neben der gefahrenen mit 73,1-kWh-Akku gibt es nun auch eine Basisvariante mit 57,7 kWh und Frontantrieb. Die mittlere Version bietet mit dem großen Akku 165 kW (224 PS)

Das Toyota bZ4X Facelift steht vor einem Garten, von hinten rechts fotografiert.
Toyota bZ4X Facelift Foto: Toyota

Die eigenwillige Crossover-Silhouette bleibt mit dem Facelift erhalten.

Neues Toyota bZ4X Facelift: Erste Testfahrt im Allradler

Die größte Anpassung des neuen Toyota bZ4X Facelift sitzt unterhalb des Blechkleids: Der Allradantrieb leistet nun 252 kW (343 PS) und verleiht dem E-Auto ab 2025 spürbar mehr Temperament. Der Sprint fällt lebhafter aus, der Antritt ist druckvoll – besonders auf den verwinkelten Landstraßen rund um Málaga (Spanien) lässt sich die Mehrleistung bei unserer ersten Testfahrt sofort erleben.

Die Kehrseite zeigt sich jedoch bei starker Beschleunigung: Die Traktion wirkt nicht in jeder Lage souverän, vor allem auf rauerem Straßenbelag. Das Fahrwerk bleibt ein Kompromiss: Es federt nicht weich genug, um Unebenheiten restlos zu glätten, bietet aber gleichzeitig nicht die Straffheit, die zur neuen Power passen würde. Die Lenkung geht in der Stadt leicht und angenehm, doch auf tempo­reichen Bergstraßen dürfte sie klarer und verbindlicher kommunizieren. Gerade hier wünscht man sich mehr Präzision.
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Der Toyota bZ4X (2023) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Drei Varianten, breitere Zielgruppe

Toyota erweitert das Angebot des neuen bZ4X Facelift um eine auf dann drei Versionen. Neben dem 73,1-kWh-Akku aus unserer Testfahrt gibt es nun eine Basisvariante mit 57,7 kWh und Frontantrieb. Die mittlere Version bietet mit dem großen Akku 165 kW (224 PS); gegen 3000 Euro Aufpreis fährt sie ebenfalls mit Allrad. Bei der Reichweite geht es nach oben: von 444 km in der Basis und bis 569 km in der effizientesten Ausführung. Die maximale Ladeleistung bleibt bei 150 kW, was rund 28 min für zehn auf 80 Prozent bedeutet. Neu ist eine Batterie-Vorkonditionierung, die das Tempo auch bei Kälte stabilisieren soll. Zudem werden nun Batterieladestand und State of Health im Instrumentendisplay angezeigt, wenn das Auto am Strom hängt.

Die Konkurrenten:

Keine triste Höhle mehr

Was zuvor vielfach kritisiert wurde, zeigt sich beim neuen Toyota bZ4X Facelift verbessert: Ein neues Ambientelicht verleiht dem Innenraum mehr Atmosphäre. Die Verarbeitung ist auf gewohnt hohem Niveau. Besonders überzeugend fällt bei der ersten Testfahrt der gesteigerte Geräuschkomfort aus. Dank Akustikverglasung, zusätzlicher Dämmung und optimierter Dichtungen bleibt der bZ4X selbst auf den verwinkelten, stellenweise holprigen Straßen Andalusiens bemerkenswert leise und angenehm abgeschirmt. Ein kleines Ärgernis bleibt jedoch: Die induktiven Ladeschalen sehen gut aus und sind eigentlich perfekt platziert, doch bei zügiger Kurvenfahrt neigen Smartphones dazu, sich selbstständig zu machen.

Ebenfalls neu: Die Navigation bietet endlich eine EV-Routenplanung mit integrierten Ladestopps – in der Praxis funktional, wenn auch noch ohne die ausgefeilte Intelligenz mancher Wettbewerber. Preislich startet die Basisversion bei 42.990 Euro, das Topmodell rangiert knapp unter 56.000 Euro. Preislich und technisch positioniert sich Toyota damit unmittelbar im Umfeld eines VW ID.5 (Stand: November 2025). Erste Auslieferungen sollen im Januar 2026 erfolgen.

Technische Daten des Toyota bZ4X AWD

AUTO ZEITUNG 26/2025

Toyota bZ4X AWD

Technische Daten

Motor

2 Synchronmaschinen

Antrieb

Konstantübersetzung; Allrad

Systemleistung

252 kW/343 PS

Max. Drehmoment

338 Nm

Kapazität/Spannung

69 kWh (netto)/400 V

Karosserie

Außenmaße (L/B/H)

4690/1860/1650 mm

Leergewicht/Zuladung

k.A.

Kofferraumvolumen

452– ca. 1500 l

Fahrleistungen

Beschleunigung (0-100 km/h)

5,1 s

Höchstgeschwindigkeit

160 km/h

Verbrauch auf 100 km

14,5–15,9 kWh

Reichweite

471–516 km

Kaufinformationen

Grundpreis

55.990 €

Marktstart

Januar 2026

Alle Daten Werksangaben

Fazit

Das Toyota bZ4X Facelift präsentiert sich bei unserer Testfahrt spürbar reifer und moderner. Doch trotz der gelungenen Aufwertung bleiben Fahrwerk und Lenkung jene Bereiche, in denen Toyota für die nächste Evolutionsstufe noch nachlegen sollte.