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Neues Skoda Superb Combi Facelift (2019): Testfahrt Unterwegs im Superb Combi Facelift

von Stefan Miete 05.07.2019

Mit dem neuen Skoda Superb Combi Facelift (2019) werten die Tschechen ihr Flaggschiff auf. Bei der ersten Testfahrt sprechen das verfeinerte Design, die erweiterten Assistenzfunktionen und der sparsame 2,0-Liter-TDI für das Top-Modell!

Vor der ersten Testfahrt mit dem neuen Skoda Superb Combi Facelift (2019), werfen wir einen Blick auf die Verkaufszahlen. Und die kennen nur eine Richtung – nach oben. Wurden vom Ur-Modell (1934 bis 1949) gerade einmal 2522 Exemplare gebaut, kam der erste bereits unter VW-Ägide gebaute Top-Skoda schon auf 135.000 Einheiten. Der war im Kern eine verlängerte Passat-Limousine. Der nächste Modellwechsel brachte den bei Skoda Combi genannten Kombi mit. Vom aktuellen, im Jahr 2015 eingeführten Superb konnten die Tschechen bislang 528.300 Exemplare losschlagen – in Deutschland übrigens zu 88 Prozent als Kombi. Jetzt steht die turnusmäßige Modellpflege an. Die Modellpflege ist an einem neuen Kühlergrill, schmaleren, bis an den Rahmen des Grills heranreichenden Scheinwerfern sowie an der neuen Frontschürze und einer breiten Chromspange am Heck unschwer zu erkennen. Auf Wunsch sind erstmals Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer erhältlich. Neu im Programm sind zudem Sitzbezüge, Zierleisten und Chromapplikationen im Innenraum. Als neues Extra führt Skoda das sogenannte Virtual Cockpit ein, das Fahrwerte, Navigationsinformationen und Inhalte des Infotainmentsystems in digitaler Form wiedergibt. Columbus, das leistungsfähigste von drei für das neue Skoda Superb Combi Facelift (2019) lieferbaren Infotainmentsystemen, lässt sich – wie übrigens beim ebenfalls überarbeiteten VW Passat – per Gestensteuerung bedienen. Mehr zum Thema: Skoda startet Verkauf des gelifteten Superb

Neuheiten Skoda Superb Combi Facelift (2019)
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Erste Testfahrt im neuen Skoda Superb Combi Facelift (2019)

Auch bei den Assistenzsystemen tut sich beim neuen Skoda Superb Combi Facelift (2019) etwas: Der kamera- und navigationsbasierte vorausschauende adaptive Abstandsassistent etwa erkennt Geschwindigkeitsbegrenzungen und Kurven und passt das Tempo automatisch an. Der Frontradarassistent warnt bei einer drohenden Kollision sowohl optisch als auch akustisch und leitet wenn nötig eine Notbremsung ein. Das Sicherheitssystem verfügt zudem über einen vorausschauenden Fußgängerschutz. Chrombesatz an Türgriffen und Türverkleidungen sollen die Rolle des Superb als Skoda-Flaggschiff unterstreichen. Auf Wunsch gibt es für die Top-Ausstattungslinie Laurin & Klement künftig einen Dachhimmel aus Alcantara. Ein klares Signal: Skoda will auch Umsteigern aus der Premium-Liga ein Angebot machen. Dazu passen die optionale Sitzbelüftung oder spezielle Kontrastziernähte der in mehreren Farben lieferbaren Lederausstattungen. Gehören derlei Feinheiten zu den oberflächlichen, weil offensichtlichen Stärken des neuen Skoda Superb Combi Facelift (2019), so offenbaren die routinierte Verarbeitung im Innenraum und der selbst auf schlechten Wegstrecken stets solide Aufbau, dass der Tscheche auch auf den zweiten Blick überzeugen kann.

 

Neues Skoda Superb Combi Facelift (2019) mit 190 PS starkem 2,0-Liter-TDI

Das zur ersten Testfahrt herangezogene neue Skoda Superb Combi Facelift (2019) mit dem 190 PS starken 2,0-Liter-TDI passt perfekt zum komfortablen Charakter des großen Wagens. Ein maximales Drehmoment von glatten 400 Newtonmetern und das zügig schaltende Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) sind gut aufeinander abgestimmt, sodass spontane Zwischenspurts zügig vonstatten gehen. Allerdings arbeitet der Vierzylinder-Turbodiesel dann auch etwas knurriger. Was den Superb vom teureren Premiumsegment trennt, ist die dort durchweg bessere Geräuschdämmung. So sind Windgeräusche beim Superb zwar kein Thema, doch je nach Untergrund dringen mehr oder weniger starke Rollgeräusche ins Innere. Mit optionalen adaptiven Dämpfern ausgerüstet, bügelt der große Tscheche die meisten Fahrbahnunebenheiten dafür effektiv aus. Am großzügigen Raumangebot und am hervorragenden Laderaumangebot das Stauvolumen beträgt 660 bis 1950 Liter – hat sich nichts geändert. Die günstigste Möglichkeit, das neue Skoda Superb Combi Facelift (2019) zu fahren, bietet die Einstiegsvariante mit dem 150 PS starken 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner samt manuellem Sechsgang-Getriebe in der Ausstattungslinie Active, der bei 29.850 Euro starten wird. Den von uns gefahrenen 190 PS leistenden Turbodiesel samt DSG-Getriebe gibt es ab der dritthöchsten Ausstattungslinie Style für 39.350 Euro. Mehr zum Thema: Erster Skoda mit Hybridantrieb

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von Stefan Miete von Stefan Miete
Unser Fazit

Der Skoda Superb gehört zu den Dauersiegern in den Vergleichstests der AUTO ZEITUNG. Daran dürfte sich auch in Zukunft wenig ändern. Das aufgewertete Design und auch die gewachsene Zahl an Assistenzsystemen machen ihn selbst für Umsteiger aus der Oberklasse interessant. Wer rechnen kann und keinen Markendünkel hegt, ist mit dem Superb gut angezogen. Und wer rechnen muss und einen Riesen-Kombi sucht, der ist es auch.

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