Alle Tests zum Toyota Supra

Neuer Toyota Supra (2019): Erste Testfahrt Wie super ist der Supra?

von Klaus Uckrow 23.05.2019
Inhalt
  1. Erste Testfahrt im neuen Toyota Supra (2019)
  2. Neuer Toyota Supra (2019) mit Sechszylindermotor
  3. Eigenes Design im Interieur des neuen Toyota Supra (2019)

Am 22. Juni 2019 startet der Verkauf des neuen Toyota Supra. Die erste Testfahrt zeigt, dass trotz der engen Kooperation mit BMW der Zweisitzer mehr als nur ein Z4 mit festem Dach ist

Der neue Toyota Supra (2019) wurden in enger Kooperation mit BMW gebaut. Gemeinsam haben die beiden unterschiedlichen Partner auch den Z4 Roadster entwickelt. Dabei hatten die deutschen Ingenieure aber erkennbar den Hut auf, was sich nicht nur am Bediensystem und dem famosen Sechszylinder-Reihenmotor zeigt, der in beiden Modellen zum Einsatz kommt. BMW hatte sich auch das Recht gesichert, bei Neuvorstellung, Fahrterminen für Journalisten und Markteinführung jeweils den ersten Aufschlag zu haben. Jetzt ist es aber auch bei dem Supra so weit: Das Coupé mit dem traditionsreichen Namen steht in den Startlöchern. Der Marktstart des neuen Toyota Supra (2019) erfolgt Mitte Juni, mit der Auslieferung der ersten Fahrzeuge in Deutschland wird im August gerechnet. Und die erste Fahrgelegenheit für europäische Journalisten stand Mitte Mai an. Die erste Testfahrt führt über Landstraßen rund um die spanische Hauptstadt Madrid.  Mehr zum Thema: Das ist der neue BMW Z4

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Erste Testfahrt im neuen Toyota Supra (2019) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Toyota Supra (2019)

Der Antrieb des neuen Toyota Supra ist der gleiche wie beim Top-Modell BMW Z4 M40i: ein 340 PS starker Turbo-Benziner mit sechs Zylindern und 500 Newtonmeter Drehmoment, der seine Kraft über eine Achtstufen-Automatik auf die Hinterräder überträgt. Allerdings haben die japanischen Ingenieure die Abstimmung von Fahrwerk, Antrieb, Getriebe und Sound selbst übernommen. Zum Glück haben sie dem laufruhigen und drehfreudigen Reihenmotor nicht seinen samtigen Klang und den schnellen Antritt abgewöhnt. Im Gegenteil: Der Supra prescht in nur 4,3 Sekunden auf Tempo 100 und nimmt dem Z4 in dieser Disziplin 0,2 Sekunden ab. Trotz des stabilen Dachs aus Metall ist das Coupé rund 50 Kilogramm leichter als der Roadster mit Stoffverdeck. Bei beiden ist übrigens die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h elektronisch reglementiert. Was schon der Z4 in ersten Vergleichstest bewiesen hat, kann der Supra mindestens genauso gut: Karosserie und Fahrwerk sind extrem verwindungssteif. Laut Toyota wurde dabei sogar der Wert des Supersportlers Lexus LFA überboten. Das merkt man schon bei der ersten Testfahrt über die recht guten spanischen Landstraßen mit nur sporadisch auftauchenden kurzen Querrillen, die sich mit einem trockenen harten Schlag bemerkbar machen. Gibt man in der Kurve zeitig wieder Gas, spürt der Fahrer im Popometer sehr genau die hervorragende Traktion des Hecktrieblers. Obligatorische Bodenschwellen nimmt der Japaner mit stoischer Ruhe, ohne sich durch Knistern und Knacken darüber zu beschweren.

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Toyota Supra (2019) im Soundcheck (Video):

 
 

Neuer Toyota Supra (2019) mit Sechszylindermotor

Mit der sehr direkten Lenkung lässt sich der neue Toyota Supra (2019) auf der ersten Testfahrt ganz hervorragend um jede Kurve zirkeln. Schaltet man dabei die Traktionskontrolle aus und gibt in der Kurvenausfahrt frühzeitig Gas, spürt man, wie die 19 Zoll großen Michelin Pilot Super Sport im 275er-Format die Fuhre wieder in die Spur bringen. Das macht Spaß. Trotz des relativ geringen Radstands von 2,47 Meter beherrscht der Supra auch den Geradeauslauf bei höherem Tempo. Schaltet man vom Normal-Modus auf Sport, straffen sich die adaptiven Dämpfer, Gaspedal und Automatik reagieren noch schneller auf Fahrbefehle und der Sound der zweiflutigen Auspuffanlage wird etwas schärfer. Ein Krawallmacher ist der neue Toyota Supra (2019) aber auch dann nicht.

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Eigenes Design im Interieur des neuen Toyota Supra (2019)

Auch beim Interieur sind die Entwickler des neuen Toyota Supra (2019) vorsichtig eigene Wege gegangen. Im Mittelpunkt der digitalen Instrumente steht hier ein großer Drehzahlmesser, auch die Lüfterleiste auf dem Armaturenbrett ist anders gestaltet. Zum Glück haben die Japaner auf das wulstige Lenkrad des Z4 verzichtet. Ansonsten ist die Bedienung per Dreh-Drück-Steller jedem BMW-Fahrer bestens bekannt und gelingt auch allen anderen ohne Probleme. Hier von könnte sich Toyota auch bei anderen Modellen eine Scheibe abschneiden. Auch bei Platzangebot, Sitzkomfort und dem Laderaumvolumen von 290 Liter liegt der Toyota mit dem BMW auf einem Niveau. Bei Materialien und Verarbeitung erreicht das Coupé, das wie der Roadster bei Magna Steyr im österreichischen Graz gebaut wird, einen sehr hohen Level. Mit einem Einstiegspreis von 62.900 Euro gehen die Japaner mit des neuen Toyota Supra (2019) sehr selbstbewusst ins Rennen. Der vergleichbare BMW Z4 M40i Roadster ist 850 Euro teurer, dafür aber schlechter ausgestattet. So hat der Toyota das Navi bereits ab Werk an Bord. Wer Head-up-Display, Ledersitze und ein Soundsystem haben möchte, kann für 2000 Euro ein Premium-Paket ordern.

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