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Neuer Skoda Kodiaq RS (2018): Erste Testfahrt Diesel-Kraftwerk "Kodiaq RS"

von Stefan Miete 13.12.2018

Bei der ersten Testfahrt mit dem neuen Skoda Kodiaq RS (2018) klären wir die Frage, wie gut Sport und Diesel ausgerechnet in einem SUV zusammenpassen. Trägt der Top-Kodiaq das RS-Emblem zu Recht?

"Der neue Skoda Kodiaq RS (2018) wird vom stärksten Seriendiesel in der Geschichte von Skoda angetrieben", sagen die Tschechen über ihr neues Top-SUV, bevor wir auf die erste Testfahrt aufbrechen. Diesel! Einer dieser kraftvollen und konkurrenzlos ökonomischen Ölbrenner, die zum Politikum geworden sind. In Deutschland – und zwar nur in Deutschland – zieht sich die groteske Debatte um den vermeintlich umweltschädlichen Sparantrieb in die Länge. Da ist jede gute Nachricht zu Rudolf Diesels famoser Erfindung willkommen. Diese hier kommt aus Tschechien. Die neue Kodiaq-Variante ist nicht nur der Leistungsträger unter den Skoda-Dieseln, sondern zugleich das erste RS-Modell eines Skoda- SUV. Zur Erinnerung: Seit dem Jahr 2000 steht das von "Rally" und "Sport" abgeleitete Buchstabenkürzel für die dynamischen Serienmodelle des Hauses. Der von Konzernmutter VW beigesteuerte 2,0-Liter-Biturbodiesel mobilisiert 240 PS und stellt ein saftiges Drehmoment von glatten 500 Newtonmetern zur Verfügung. Das nach der strengsten Abgasnorm Euro 6d-Temp zertifizierte Aggregat verfügt über einen SCR-Katalysator und Harnstoffeinspritzung (AdBlue). Für den Piloten des neuen Skoda Kodiaq RS (2018) heißt das in Summe: Einfach drauftreten und sich wohlfühlen. Mehr zum Thema: Das ist der neue Skoda Scala

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Rekordfahrt des neuen Skoda Kodiaq RS (2018) auf der Nordschleife im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Skoda Kodiaq RS (2018)

Der Kraftmotor schiebt den unbeladen immerhin rund 1,8 Tonnen schweren, für 770 Euro Aufpreis auch als Siebensitzer erhältlichen neuen Skoda Kodiaq RS (2018) schon aus dem Drehzahlkeller mächtig an. Nicht brachial, sondern wie von einem unsichtbaren Gummiband gezogen nimmt der Allradler dabei Fahrt auf. Die hohe Leistungsausbeute geht auf das Konto zweier hintereinander geschalteter Turbolader. Ein schon bei niedrigen Drehzahlen schnell ansprechender Hochdruck-Abgasturbolader und ein zusätzlicher Niederdruck-Lader mit einer relativ großen Turbine arbeiten dabei zusammen. Apropos ziehen: Der RS darf bis zu 2300 Kilogramm an den Haken nehmen, eine schwenkbare Anhängerzugvorrichtung gibt es für 830 Euro. Das serienmäßige siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe arbeitet auch in dieser Motor-Kombination schnell und unauffällig. Die manuelle Eingriffsmöglichkeit per Lenkrad-Paddel ist gegeben, aber die D-Position passt gut zum Charakter des großen Tschechen, der dank seiner serienmäßigen adaptiven Dämpferregelung (DCC) nämlich durchaus komfortabel ist. Sogar im Sportprogramm bleibt der Aufbau von derben Schlägen verschont. Interessant: Nach dem Antippen des Sport-Symbols im zentral angeordneten Touchscreen ändert sich auch die Tonalität des Antriebs. Die Funktion Dynamic Sound Boost aktiviert einen in der Nähe des Auspuffendrohrs platzierten Aktor, der einen künstlichen, nach innen und außen wirkenden Schall produziert und den Vierzylinder satter, wie einen V6 tönen lässt. Die Funktion lässt sich auch in den anderen Fahrprogrammen des neuen Skoda Kodiaq RS (2018) aufrufen.

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Neuer Kodiaq RS (2018) auf Knopfdruck mit V6-Sound

Dank der präzise und relativ direkt abgestimmten Progressivlenkung gibt sich der immerhin knapp 4,70 Meter lange wie neue Skoda Kodiaq RS (2018) erstaunlich handlich. Die serienmäßigen und mit Alcantara bezogenen Sportsitze sind breit genug geschnitten, um nicht zu kneifen, bieten aber auch bei sportlicher Fahrweise guten Seitenhalt. Mit einem Basispreis von knapp 50.000 Euro ist der Kodiaq RS ein für Skoda-Verhältnisse hochpreisiges Angebot. Dem steht aber eine entsprechend üppige Ausstattung gegenüber. So sind etwa ein adaptives Lichtsystem, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, das adaptive Fahrwerk samt Offroad-Assistenten und 20-Zoll-Alu-Räder mit Reifen im Format 235/45 R 20 im Preis enthalten.

von Stefan Miete von Stefan Miete
Unser Fazit

Im neuen Skoda Kodiaq RS (2018) haben sich alle positiven Vorzüge des modernen Diesels materialisiert. Das saftige Drehmoment sorgt für gute Fahrleistungen, und die Verbrauchsanzeige zeigt selbst nach schnellen Etappen einstellige Werte. Der Kodiaq hat Platz wie ein Riesenkombi und serienmäßig Allradantrieb. So macht Diesel-Fahren Spaß.

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