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Neuer Porsche Taycan (2019): Testfahrt begleitet Neuer Taycan mit Spannung erwartet

von Thomas Geiger 15.05.2019

Vorsicht Tesla: Der neue Porsche Taycan (2019) streift durchs Revier! Vor der Premiere im September 2019 haben wir eine Testfahrt des neuen Superstromers als Prototypen begleitet.

Stefan Weckbach und sein neuer Porsche Taycan (2019) sind in den letzten Jahren bei allen möglichen Testfahrten ziemlich herumgekommen: Mehr als zwei Dutzend Länder, zig Millionen Kilometer und jede Klimazone, die sich die Meteorologen vorstellen können. Der Ingenieur leitet die Entwicklung des Taycan und geht dabei auf Nummer sicher. Schließlich ist der Viertürer mit seiner an den Panamera erinnernden Silhouette, überraschend viel Platz im Fond und je einem Kofferraum in Heck und Bug nicht einfach irgendeine neue Baureihe. Als erstes Elektroauto der Schwaben soll er dem Sportwagenhersteller den Weg in eine neue Ära ebnen und zugleich die Zukunft sichern. Mit dieser Last auf den Schultern würde man dem Baureihenleiter sicher eine gewisse Nervosität nachsehen. Doch wenn man ihn auf einer seiner vielen Runden um das Entwicklungszentrum in Weissach begleitet, wirkt er entspannt und gelassen. Vier Monate vor der Publikumspremiere auf der IAA im September 2019 und ein halbes Jahr vor dem Start der Auslieferungen ist die Arbeit fast getan und Weckbach mit seinem Werk zufrieden. "Der neue Porsche Taycan (2019) ist ein echter Porsche geworden“, schwärmt der Ingenieur, als er im neuen Stromer geräuschlos wie ein Tarnkappenbomber im Tiefflug über die Landstraßen schießt.

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Walter Röhrl fährt den neuen Porsche Taycan (2019) im Video:

 
 

Testfahrt begleitet im neuen Porsche Taycan (2019)

Zwar wiegt der neue Porsche Taycan (2019) in allen mittelfristig geplanten Konfigurationen mit großen oder kleinen Akku-Paketen, mehr oder weniger Leistung, Hinter- oder Allradantrieb immer mindestens 2,5 Tonnen. Doch mit einem Schwerpunkt niedriger als der des 911 GT3, einer adaptiven Luftfederung und der mitlenkenden Hinterachse gibt er sich auch auf engen, verwundenen Landstraßen so leicht, dass Weckbach oft nur mit einer Hand lenkt und mit der anderen seine Worte unterstreicht. Zum Beispiel wenn er erzählt, dass der Taycan sogar noch dynamischer geworden ist, als sie es beim Debüt der Studie versprochen haben: Zwei E-Motoren mit zusammen mehr als 600 PS sollen für einen Sprint von null auf 100 km/h in weniger als 3,5 Sekunden reichen und den elektrischen Luxusliner in unter zwölf Sekunden auf 200 km/h treiben. Und Porsche wäre nicht Porsche, wenn der neue Porsche Taycan (2019) diese Leistung nicht immer und überall bringen könnte: "Solange genug Strom im Akku ist, sind diese Ergebnisse auch reproduzierbar. Und zwar nicht einmal oder zweimal, sondern immer und immer wieder"“, sagt Weckbach und aktiviert die Launch-Kontrolle. Einen solch brutalen Schub bietet nicht ein mal ein 911 Turbo. Und so geräuschlos, wie sich diese Kraft entfaltet, wirkt sie noch einmal imposanter. Das dürfte auch beim geplanten Cross Turismo, dem Shooting Brake-Derivat, nicht anders sein. So kann sich Weckbach zumindest kurzfristig als Spitzenreiter unter den Stromern fühlen. Denn wo Audi und Mercedes ihre Akku-Autos meist bei 180 oder 200 km/h abregeln, verspricht der Ingenieur für das Taycan-Topmodell Tempi um die 250 km/h.

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Mark Webber testet den neuen Porsche Taycan (2019) im Video:

 
 

Taycan begründet neue Porsche-Ära

Eine freiwillige Sebstbeschränkung passt für ihn genauso wenig zu einem Porsche wie eine Bevormundung beim Rekuperieren. Natürlich verzögert auch der neue Porsche Taycan (2019) erst einmal durch die Energierückgewinnung und beißt die Backen nur dann zusammen, wenn der Generator allein nicht genügend Bremswirkung hat. "Doch wer bremsen will, soll gefälligst auch das Bremspedal treten", erteilt er dem weit verbreiteten One-Pedal-Feeling eine Absage. Dass bei der ganzen Raserei die Reichweite in den Keller rauscht, ficht ihn nicht an. Denn erstens soll der Akku groß genug sein für einen Normwert von über 500 Kilometern, und zweitens ist Porsche schließlich auch beim Laden einer der Schnellsten: Mit der richtigen Säule von Ionity soll der Taycan den Strom für 100 Kilometer in vier Minuten zapfen. Zwar ist der Taycan vom Fahrverhalten bis zu dem, was man unter der nur noch leichten Tarnung vom Design erkennen kann, tatsächlich ein typischer Porsche. Auch von den überhöhten Kotflügeln bis zum durchgehenden Leuchtenband am Heck. Aber zugleich macht er mit jedem Blick deutlich, dass er ein Auto einer neuen Ära ist. So funkeln aus dem neuen Gesicht frei stehende Projektionsscheinwerfer, und die typische Dachlinie, die in einem ausfahrbaren Spoiler ausläuft, hat einen neuen Twist. Vor allem aber im Innenraum zeigt der neue Porsche Taycan (2019) einen riesigen Sprung und stellt selbst den neuen Panamera in den Schatten: Wenn Weckbach die Tarnmatten kurz lupft, sieht man deshalb zwar weiterhin ein auf den Fahrer ausgerichtetes Cockpit und ein konventionell bestücktes Lenkrad. Doch die Instrumente werden zu einem freistehenden, leicht gebogenen Bildschirm, es gibt kaum mehr Schalter oder Tasten, und selbst die Klimaausströmer steuert man vom Touchscreen aus. Dazu darf sich erstmals auch der Beifahrer über einen eigenen Bildschirm freuen. Aber so neu die Welt im Wagen auch sein mag, gibt es bei Porsche eine unverrückbare Konstante, die auch für den neuen Porsche Taycan (2019) gilt: Das Zündschloss befindet sich links vom Lenkrad, selbst wenn es nur noch ein Startknopf ist, den man eigentlich gar nicht mehr braucht, weil der Porsche der Zukunft nach dem Einsteigen bereits ganz automatisch startklar ist.

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