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Neuer Opel Combo Life (2018): Erste Testfahrt So fährt sich der neue Combo Life

von Thomas Geiger 29.08.2018

Wir gehen mit dem neuen Opel Combo Life (2018) auf eine erste Testfahrt. Die neue Generation teilt sich die Plattform mit Citroën Berlingo und Peugeot Rifter. So fährt er sich!

Das Fazit unserer ersten Testfahrt im neuen Opel Combo Life (2018) ist eine klare Botschaft: Die Welt ist doch nicht nur im SUV zu ertragen. Denn wer keine Lust auf einen happigen Lifestyle-Aufschlag hat und auf den Allradantrieb verzichten kann, der findet in dem Hochdach-Kombi die praktischere, variablere, geräumigere und vor allem preiswertere Alternative, argumentieren die Hessen. Das liegt nicht zuletzt an der umgekehrten Entwicklungsgeschichte der neuen Generation, die im September zu Preisen ab 19.995 Euro ausgeliefert wird. Denn wo der Combo bis dato immer zuallererst ein Nutzfahrzeug war, das später für den zivilen Einsatz ein bisschen aufgehübscht worden ist, haben sie ihn diesmal als Pkw entwickelt und danach für die Gewerbekunden wieder abgerüstet. Das merkt man bei der Ausstattung mit Extras vom Head-up-Display über die Touchscreen-Navigation bis hin zur Lenkradheizung und das merkt man vor allem beim Fahrverhalten, das einem Van oder SUV in nichts nachsteht: Der Combo bügelt butterweich auch über schlechte Straßen. Und wenn man sich erst mal an den etwas höheren Schwerpunkt in engeren Kurven gewöhnt hat, kommt mit dem 130 PS starken Diesel des Top-Modells bei einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 185 km/h sogar so etwas wie Fahrspaß auf. Wo es früher gerne mal in dem großen Kasten gedröhnt hat, herrscht nun eine vornehme Ruhe an Bord. Opel spricht von einer gelungenen Neupositionierung und macht sich berechtigte Hoffnungen darauf, den verschwindend geringen Anteil an privaten Kunden im Combo-Absatz nennenswert zu steigern. Doch schmücken sich die Hessen dabei mit fremden Federn. Denn schon seit Jahren ist der Combo keine eigene Entwicklung mehr, sondern ein Spielball der Strategen und ein Kind verschiedener Kooperationen: Für die letzte Generation haben die Hessen sich mit Fiat zusammengetan und dem Doblò einen Blitz ins Gesicht gepappt. Jetzt, in der neuen Generation, stehen mit Berlingo und Rifter die Bestseller der Schwestermarken Citroën und Peugeot Pate. Das ist allerdings kein Nachteil. Denn erstens haben die Franzosen das Segment der familienfreundlichen Hochdachkombis vor rund 20 Jahren erfunden und sich zweitens die gesamte Rüsselsheimer Firma einverleibt, als Konzernmutter GM ihre Tochter im letzten Jahr verstoßen hat. Beim neuen Opel Combo Life (2018) schließt sich nun also gewissermaßen der Kreis. Mehr zum Thema: Das ist der neue Citroën Berlingo

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Erste Testfahrt im neuen Opel Combo Life (2018)

Die Rüsselsheimer haben das Design deutlich differenziert und dem neuen Opel Combo Life (2018) ein neues Gesicht gegeben. Doch ansonsten ändert sich nicht viel bei Modell und Palette: Genau wie seinen französischen Bruder gibt es den Lademeister in der familienfreundlichen "Life"-Version als 1,2 Liter großen Benziner mit 110 PS oder mit einem Diesel von 1,5 Litern, den Opel mit 76, 102 oder 130 PS anbietet und wahlweise mit Sechsgang-Schaltung oder Achtstufen-Automatik ausgeliefert wird, in zwei Längen mit 4,40 oder 4,75 Metern als Fünf- oder Siebensitzer. Man kann ihn mit einer oder mit zwei Schiebetüren bestellen und am Heck wahlweise zwei Flügel bekommen oder eine große Klappe. Dabei schluckt der Combo in jedem Fall mindestens 597 Liter und steckt im besten Fall knapp 2,7 Kubikmeter Ladung weg. Nicht umsonst kann man sogar den Beifahrersitz umklappen. Aber es sind eben nicht nur Koffer und Kisten, derer sich der Combo annimmt. Sondern er ist auch für all die vielen Kleinigkeiten einer großen Reise oder eines bewegten Familienalltags gewappnet. Im Heck merkt man das an der separat zu öffnenden Scheibe, beim Blick nach oben am dem praktischen und auch vom Heck zugänglichen Hochregal, das Opel wie die Gepäckfächer im Flugzeug unter das Panoramadach gezimmert hat. Und überall sonst finden sich weitere Anlagen. Insgesamt sind es mehr als zwei Dutzend mit knapp 200 Litern Fassungsvermögen. Genug, um darin die Osternester für die ganze Familie zu verstecken und sie einen ganzen Sonntag lang zu suchen – so gut haben die Designer manche Ablagen im neuen Opel Combo (2018) verborgen.

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