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Neuer Ford Fiesta ST (2018): Erste Testfahrt So fährt der sportliche Fiesta

von Elmar Siepen 12.07.2018

Die erste Testfahrt mit dem neuen Ford Fiesta ST (2018) zeigt, dass die Kölner ihre Hausaufgaben gemacht haben. Zu einem bezahlbaren Preis erhält der Käufer ein große Portion Sportlichkeit bei uneingeschränkter Alltagstauglichkeit.

Der neue Ford Fiesta ST (2018) bringt eine erfreuliche Nachricht: Die erste Testfahrt im sportlichen Kölner zeigt nämlich, dass dem Kleinwagen trotz des preisempfindlichen Segments gewisse Freiheiten geblieben sind. So besitzt der mit Partikelfilter ausgerüstete 1,5-Liter-Dreiyzlinder nicht nur eine Zylinderabschaltung für einen spritsparenden Zweizylinder-Modus, sondern tönt obendrein noch sportlich aus einem Klappenauspuff. Der serienmäßige Fahrmodus-Schalter verändert je nach Fahrprogramm (Normal, Sport oder Rennstrecke) entsprechend Gas- sowie Lenkungskennlinien. Auf Wunsch gibt es das Performance-Paket (950 Euro), das eine Launch-Control für den Schnellstart und ein mechanisches Sperrdifferenzial beinhaltet. Das ESP verfügt über zwei verschiedene Regelschwellen und lässt sich auf der Rennstrecke komplett abschalten. Besonders stolz ist Leo Roeks, Chef der Ford Performance-Abteilung und mithin verantwortlich für die ST-Modelle, auf die Force-Vectoring-Technologie. "Dabei handelt es sich um leicht bananenförmig gebogene Hinterachsfedern, die aufgrund ihrer Form Seitenführungskräfte aufnehmen können. So können weichere Hinterachslager für mehr Komfort zum Einsatz kommeN." Recht komfortabel auch auf schlechten Strecken, was wir gerne überprüfen.

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Erste Testfahrt im neuen Ford Fiesta ST (2018)

Die ersten Kilometer im neuen Ford Fiesta ST (2018) führen über die hauseigene Erprobungsstrecke im belgischen Lommel. Auf der Komfort-Teststrecke federt der sportliche Kleinwagen überraschend komfortabel an, die Nickschwingungen sind deutlich geringer ausgeprägt als beim Vorgänger. Auch den Abrollkomfort insgesamt haben wir noch deutlich schlechter in Erinnerung. Doch die eigentliche Bestimmung des kleinen Kölners sind kurvenreiche Landstraßen, wie sie auf der legendären "Nr. 7", der anspruchsvollen Handlingstrecke des Testgeländes, nachgebildet sind. Fies zuziehende Asphaltbiegungen hinter kurzen Anbremszonen wechseln sich ab mit bodenwellengespickten Brems- und Einlenkpunkten, die nicht nur dem Fahrwerk, sondern auch dem Fahrer alles abverlangen. Hier zeigt sich, dass das 200 PS starke Aggregat gut am Gas hängt und munter durch das Drehzahlband stürmt. Auf Landstraßentempo soll der neue Ford Fiesta ST (2018) in nur 6,5 Sekunden stürmen. Und auf der Autobahn, so verspricht Ford, weicht der kleine Kölner erst bei 232 km/h aus dem Rückspiegel schnellerer Fahrzeuge.

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Neue Fiesta ST (2018) im Grenzbereich neutral

Doch das ist auf der "7" von eher untergeordneter Bedeutung. Hier kann man sich vielmehr an der präzisen Lenkung des neuen Ford Fiesta ST (2018) erfreuen, die einerseits allzu große Antriebseinflüsse verhindert, andererseits aber zentimetergenaues Peilen der Ideallinie erlaubt. Der guten Vorstellung dient dabei nicht nur die 17-Zoll-Bereifung, die im Verbund mit dem Sperrdifferenzial ein außergewöhnliches Traktionsniveau bietet, sondern auch die gekonnte Feder-Dämpfer-Abstimmung, die Aufbaubewegung im  Kurvengeschlängel auf ein Minimum reduziert. Im Grenzbereich fühlt sich der neue Ford Fiesta ST (2018) erkennbar der Neutralität verpflichtet. Gaslupfer in Kurven lassen das Heck gezielt und kontrollierbar eindrehen und unterstützen die frappante Handlichkeit des Sport-Ford. Ab Werk sind im 22.100 Euro kostenden ST übrigens bereits ein aktiver Spurassistent, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, das Audiosystem Ford SYNC 3 mit App Link und 6,5 Zoll großem Bildschirm, Klimaanlage, Recaro-Sitze sowie ein Tempomat an Bord. Die fünftürige Version kostet 800 Euro mehr. Wer besonderen Wert auf Assistenzsysteme legt, bekommt für weitere 250 Euro das Sicherheitssystem mit Fernlichtassistenten, Müdigkeitswarner und Verkehrszeichen-Erkennung.

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von Elmar Siepen von Elmar Siepen
Unser Fazit

Mit dem neuen Fiesta ST (2017) liefert Ford Fahrvergnügen für alle, denn die Tarife bleiben volkstümlich. Das ist in Zeiten wie diesen überaus löblich. Mit reichlich intelligenter Technik schafft der kleine Kölner den Spagat aus Sport und Komfort deutlich besser als sein Vorgänger. Als äußerst unterhaltsamer Kurvenkünstler dürfte er in der Liga der kleinen Kraftmeier künftig ein gewichtiges Wort mitreden. Wir fiebern dem ersten Test mit Spannung entgegen.

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