Mercedes Vision Urbanetic: IAA Nutzfahrzeuge 2018 Elektro-Van für die Stadt der Zukunft

von Thomas Geiger 12.09.2018

Der Mercedes Vision Urbanetic stellt auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 ein neuartiges Mobilitätskonzept in Aussicht: In der Zukunft könnte ein autonom fahrender Van mit verschiedenen Aufbauten Emissionen und Verkehr reduzieren. So funktioniert die Idee!

Der Mercedes Vision Urbanetic, der seine Premiere auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 (20. bis 27. September) feiert, möchte nichts weniger als den urbanen Verkehrskollaps verhindern. Dafür setzt die Designstudie, die mit über fünf Metern Länge das Format eines aktuellen Mercedes Sprinter hat, nicht nur auf einen sauberen Elektroantrieb und auf das voll autonome Fahren. Mercedes denkt noch eine Runde weiter und liebäugelt als erster Hersteller mit einem Wechselaufbau. Binnen weniger Minuten wird daher aus einem führerlosen Shuttlebus für bis zu 12 Passagiere ein Lieferwagen mit Autopilot. So möchten die Entwickler die Effizienz der Flotten steigern, den Stillstand teurer Fahrzeuge vermeiden und zugleich drastisch die Zahl von Vans und Bussen reduzieren. Basis für den Mercedes Vision Urbanetic (2018) ist eine Art Skateboard, das aus elektrisch angetriebenen Achsen und der in der Bodenplatte integrierten Batterie gebildet wird, und die Technik fürs autonome Fahren samt zweier Sensoren birgt. Mehr zum Thema: Das ist der neue Mercedes Actros

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Mercedes Vision Urbanetic (2018) im Video:

 
 

Mercedes Vision Urbanetic auf IAA Nutzfahrzeuge 2018

Für die Plattform des Mercedes Vision Urbanetic (2018) stehen entweder ein großer Kofferaufbau parat, der ein Ladevolumen von zehn Kubikmetern bietet, Platz für zehn Europaletten hat und mit einem automatischen Fördersystem nach draußen auch eine mobile Paketausgabe sein. Oder andererseits ein Bus-Baustein, dessen Kabine acht Sitz- und vier Stehplätze sowie ein neues Infotainment-Konzept bietet. Das lebt vor allem von einem 360-Grad-Display, das am Dachhimmel montiert und mit Augmented-Reality-Technik kombiniert ist. Sie spielt personalisierte Informationen aufs Smartphone, sobald das Handy auf einen bestimmten Punkt im Wagen gerichtet wird. Welcher Aufbau gerade zum Einsatz kommt und wann und wo die Fahrzeuge unterwegs sind, das ermittelt und plant eine selbstlernende IT-Infrastruktur. Sie erfasst Angebot und Nachfrage in Echtzeit und passt die Ressourcen optimal dem Bedarf an. So sollen sowohl zugunsten des Verkehrsflusses Leerfahrten als auch zugunsten des Flottenbetreibers Stillstand vermieden werden. Abgesehen von der Zeit fürs Laden oder den weitestgehend automatisierten Wechsel zwischen Koffer- und Busaufbau ist der Mercedes Vision Urbanetic (2018) in der Mercedes-Vision nämlich 24 Stunden im Einsatz. Mehr zum Thema: Visionärer Stadtverkehr mit Smart Vision EQ

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Tests mit Urbanetic-Technik laufen bald an

Dass die Schwaben natürlich weniger Fahrzeuge verkaufen, wenn so ein Mercedes Vision Urbanetic (2018) mehr Kilometer macht und effizienter eingesetzt wird, nimmt Van-Spartenchef Volker Mornhinweg billigend in Kauf: "Der Trend vom Fahrzeug- zum System- und Serviceanbieter wird sich beschleunigen", ist er überzeugt. "Die Erlösquellen werden sich damit zwar verändern, aber nach wie vor ein sehr gutes Geschäft sein." Kunden werden nämlich nicht nur die Fahrzeuge kaufen, sondern auch die Intelligenz dahinter. Dies öffnet neben den bewährten auch ganz neue Geschäftsmodelle – etwa als Flottenmanager, Service-Dienstleister oder Anbieter von ganzheitlichen Mobilitätslösungen. So futuristisch der Mercedes Vision Urbanetic (2018) anmutet, so greifbar ist die Studie: Schon bald will Mercedes die ersten, dann etwas konventioneller gestrickten Fahrzeuge mit der Urbanetic-Technik auf privatem Gelände oder festen Routen in der Flotte testen.

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