Autofahren: Wie viel Glühwein ist gefährlich? Wirkung von Glühwein wird unterschätzt

von Max Sonnenburg 06.12.2018

Der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt: eine unterschätzte Gefahr, die schnell zum Fahrverbot führen kann. Schon eine Tasse kann zu dem kritischen Wert von 0,3 Promille führen!

Autofahren und Alkohol gehört nicht zusammen! Schon eine Tasse Glühwein kann gefährlich sein, wenn der Blutalkohol (je nach Körpergewicht und Alkoholgehalt des Getränks) den heiklen Wert von 0,3 Promille überschreitet, warnt der TÜV Thüringen. Mit dieser Konzentration kann der Autofahrer bei einem Unfall oder einer Fahrauffälligkeit bereits bestraft werden. Ersttätern drohen ab einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille ein einmonatiges Fahrverbot, 500 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg. Als Straßenverkehrsgefährdung gilt gewöhnlich ein Blutalkoholgehalt ab 1,1 Promille. Dann drohen Führerscheinentzug, drei Punkte und bis zu 3000 Euro Strafe oder sogar Gefängnis. Fahranfänger in der Probezeit dürfen die Null-Promillegrenze nicht überschreiten. Sie müssen auch bei weniger als 0,3 Promille mit 250 Euro Strafe und einem Punkt rechnen. Doch, Vorsicht! Auch weniger als 0,5 Promille Alkohol im Blut kann mit einem Führerscheinentzug bestraft werden. Wenn die Polizei die Fahrweise als unsicher einschätzt, genügen schon 0,3 Promille für ein Fahrverbot. Mehr zum Thema: Promillerechner

Bußgeldkatalog Punktetacho Flensburg
Bußgeldkatalog (2018): Punkte, zu schnell, Fahrverbot  

Punkte, Bußgeld und Fahrverbot ab wann?

Alkohol am Steuer – auch der Beifahrer haftet (Video):

 
 

Autofahren kann nach einer Tasse Glühwein gefährlich sein

Wer also mit dem Auto zum Weihnachtsmarkt fahren möchte, sollte den Glühwein-Genuss verschieben und lieber zum alkoholfreien Kinderpunsch greifen. Denn: Glühwein verliert erst bei 78 Grad Celsius seine alkoholische Wirkuzng, so der TÜV. Eine Temperatur, die von den meisten Durchlauferhitzern aber nicht erreicht werde. Daher wirkt sich der Alkohol im Glühwein schon bei relativ kleinen Mengen deutlich auf die Fahrtüchtigkeit aus. Und, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mitteilt, werden warme Getränke besonders schnell vom Körper aufgenommen. So gelangt auch der Alkohol im Glühwein schneller ins Blut als bei kalten Getränken. Noch verstärkt wird dieser Effekt durch den hohen Zucker-Gehalt des heißen Weins, denn auch der Süßstoff trägt zum schnellen Übergang in die Blutbahn bei. Mehr zum Thema: Alkohol am Steuer: Promillegrenze, Bußgeld, Fahrverbot & MPU
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