Autofahren: So gefährlich ist Glühwein Wirkung von Glühwein oft unterschätzt

von AUTO ZEITUNG 24.11.2021

Der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt ist eine unterschätzte Gefahr, die schnell zum Fahrverbot führt. Schon eine Tasse kann zum kritischen Wert von 0,3 Promille und zu empfindlichen Strafen führen. Deshalb nach dem Weihnachtsmarktbesuch mit Glühwein besser kein Auto mehr fahren!

Autofahren und Alkohol gehört nicht zusammen! Schon eine Tasse Glühwein kann gefährlich sein, wenn der Blutalkohol (abhängig von Körpergewicht und Alkoholgehalt des Getränks) den heiklen Wert von 0,3 Promille überschreitet, warnt der TÜV Thüringen. Mit dieser Konzentration können Autofahrer:innen bei einem Unfall oder einer Fahrauffälligkeit bereits bestraft werden. Ersttäter:innen drohen ab einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille ein einmonatiges Fahrverbot, 500 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg. Als Straßenverkehrsgefährdung gilt gewöhnlich ein Blutalkoholgehalt ab 1,1 Promille, die sogenannte "absolute Fahruntüchtigkeit". Dann drohen Führerscheinentzug, drei Punkte und eine empfindliche Geldstrafe oder gar Gefängnis. Fahranfänger:innen in der Probezeit dürfen die Null-Promillegrenze nicht überschreiten. Sie müssen auch bei weniger als 0,3 Promille mit 250 Euro Strafe und einem Punkt rechnen. Doch, Vorsicht! Auch weniger als 0,5 Promille Alkohol im Blut kann mit einem Führerscheinentzug bestraft werden. Wenn die Polizei die Fahrweise als unsicher einschätzt, genügen schon 0,3 Promille für einen Führerscheinentzug, eine Geld- oder gar Freiheitsstrafe. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Autofahren: Schon nach einer Tasse Glühwein gefährlich

Wer also mit dem Auto zum Weihnachtsmarkt fahren möchte, sollte den Glühwein-Genuss verschieben und lieber zum alkoholfreien Kinderpunsch greifen. Denn: Glühwein verliert erst bei 78 Grad Celsius seine alkoholische Wirkung, so der TÜV. Eine Temperatur, die von den meisten Durchlauferhitzern aber nicht erreicht werde. Daher wirkt sich der Alkohol im Glühwein schon bei relativ kleinen Mengen deutlich auf die Fahrtüchtigkeit aus. Und wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mitteilt, werden warme Getränke besonders schnell vom Körper aufgenommen. So gelangt auch der Alkohol im Glühwein schneller ins Blut als bei kalten Getränken. Noch verstärkt wird dieser Effekt durch den hohen Zucker-Gehalt des heißen Weins, denn auch der Süßstoff trägt zum schnellen Übergang in die Blutbahn bei. Mehr zum Thema: Alkohol am Steuer: Promillegrenze, Bußgeld, Fahrverbot & MPU & Der Promillerechner

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