Feststoffbatterie E-Auto: Fisker meldet Patent an Eine Minute laden, 800 km fahren

von AUTO ZEITUNG 18.04.2018

Der dänische Elektroauto-Hersteller Fisker arbeitet an einer Feststoffbatterie (Festkörperbatterie) für E-Autos. Damit sollen Reichweiten bis 800 Kilometer drin sein und die Ladezeiten auf eine Minute verkürzt werden. Schon 2023 soll der Solid-State-Akku massentauglich sein.

800 Kilometer Reichweite bei einer Ladezeit von nur einer Minute  – wie das möglich sein soll? Das will Henrik Fisker ab dem Jahr 2023 in einem Elektroauto zeigen. Dann soll nämlich eine revolutionäre neue Akku-Technologie reif für die Massenproduktion sein, für die der Däne jetzt das Patent angemeldet hat. Die Rede ist von Festkörperbatterien, an deren Forschung auch Staubsauger-Hersteller Dyson beteiligt ist, der kürzlich ankündigte ebenfalls auf dem Elektroauto-Markt einsteigen zu wollen. Das Besondere an der sogenannten "Solid-State-Battery": Die Akkus sollen im Vergleich zu den aktuell eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien eine zweieinhalb Mal so hohe Energiedichte bieten. Gleichzeitig verspricht Fisker die Ladezeiten des Elektroautos damit auf ein Minimum zu verkürzen: Das Aufladen der Festkörperbatterie soll in nur einer Minute möglich sein. Und ein weiteres Problem aktueller Akkus bei Elektroautos würde mit der Solid-State-Technologie gelöst, denn durch Fortschritte in der Materialforschung und Optimierung des Herstellungsprozesses könnten diese Energiespeicher besonders günstig produziert werden. Fisker verspricht die Preise der Festkörperbatterien um bis zu zwei Drittel unter den Preis von Lithium-Ionen-Batterien im Jahr 2020 zu drücken. Gleichzeitig soll die Technologie sicherer sein und den Elektroauto-Akkus eine längere Lebensdauer ermöglichen.

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Feststoffbatterie: Fisker will 800 km Reichweite & Schnellladen

Für den Markt der Elektroautos bietet die massentaugliche Festkörperbatterie enormes Potenzial. Die Skepsis gegenüber der E-Mobilität ist bei den Kunden aufgrund der begrenzten Reichweiten und langen Ladezeiten groß. Mit der Solid-State-Technologie könnte das Fisker E-Auto mit einem Verbrenner mithalten und der Ladevorgang ginge vermutlich sogar schneller als ein gewöhnlicher Tank-Stopp. Auch die Kosten für Elektroautos würden drastisch sinken, denn hier ist nach wie vor Preistreiber Nummer eins der Akku. Auch andere Hersteller wie Hyundai oder Toyota sowie die Akku-Hersteller Samsung SDI und LG Chem arbeiten an den Festkörperbatterien. Die Pläne von Fisker sind offenbar schon sehr konkret. Angeblich will der Däne die ersten Prototypen der neuen Batterie schon auf der CES 2018 präsentieren. Dort wird auch das neue Elektroauto, der Fisker EMotion stehen, der allerdings noch auf herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus setzt.

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