VW & e.Go: Kooperation bei Elektroautos (MEB) Erster Abnehmer für VW-Elektro-Baukasten

von Christina Finke 20.03.2019

Das Aachener Startup e.Go Mobile wird als erster externer Hersteller den E-Antriebs-Baukasten (MEB) von VW für die Entwicklung eigener Fahrzeuge nutzen. Ein Fahrzeugprojekt ist bereits in Planung!

VW will seinen Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) zur Entwicklung von E-Autos auch für andere Hersteller öffnen und hat mit dem Aachener Startup e.Go bereits den ersten externen Kooperationspartner gefunden. Der Elektrofahrzeughersteller, der bisher unter anderem den elektrischen Lieferwagen Streetscooter für die Deutsche Post sowie den kleinen Elektro-Flitzer e.Go Life entwickelte, hat sogar schon mit der Planung eines konkreten Fahrzeugprojekts auf Basis des Elektrifizierungsbaukastens begonnen. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, sagt dazu: "Ich freue mich, dass wir mit e.Go den ersten Partner gefunden haben, der unseren Elektrifizierungsbaukasten als Basis für ein gemeinsam zu bestimmendes Fahrzeugprojekt nutzen wird." Es scheint also so, als hätte VW bei der Gestaltung des geplanten Fahrzeugs durchaus ein Wörtchen mitzureden. Auch Günther Schuh, Chef des aus der RWTH Aachen heraus gegründeten Startups, verspricht sich von der Kooperation Vorteile für sein Unternehmen: "Wir werden durch die MEB-Plattform noch schneller, robuster und kostengünstiger." Mehr zum Thema: VW zeigt Buggy auf MEB-Basis

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Interview mit VW-Chef Herbert Diess (Video): 

 
 

VW und e.Go kooperieren beim Bau von Elektroautos

Wie vielseitig der Modulare Elektrifizierungsbaukasten (MEB) von VW ist, den auch e.Go zukünfitg für den Bau eines Elektroautos nutzen wird, zeigten die Wolfsburger auf dem Genfer Autosalon 2019. Die auf der Messe präsentierte Studie I.D. Buggy zeigt, dass auch elektrisch angetriebene Kleinserien auf MEB-Basis einfach und günstig realisiert werden können. Dass nun auch andere Hersteller die MEB-Plattform für ihre Autos nutzen können, soll in erster Linie die Kosten für Elektromobilität senken – sowohl für den VW-Konzern als auch für die potenzielle Kundschaft. Die Kosten für die Entwicklung neuer Technik sind nämlich hoch. Volkswagen investiert bis 2023 rund 30 Milliarden Euro für neue Modelle, Antriebe und Batterien. Mehr zum Thema: Regierung erwägt Verlängerung der E-Auto-Prämie

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e.Go auf dem Genfer Autosalon 2019 (Video):

 

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