E-Bike-Test 2021: Tern, Gocycle, Vässla Faltbare E-Bikes im Test

Holger Ippen 22.11.2021
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Inhalt
  1. E-Bike-Test 2021 mit Modellen von Tern, Gocycle und Vässla
  2. Die beliebtesten faltbaren E-Bikes auf Amazon
  3. Faltbares E-Bike Tern Vektron P7i im Test 2021
  4. Gocycle G4: Der Schicke im E-Bike-Test 2021
  5. Gocycle G4 im E-Bike-Test 2021 ist klappbar
  6. Im E-Bike-Test 2021 fährt das Vässla Bike ohne Pedale
  7. Klappbares Vässla Bike im E-Bike-Test 2021

E-Bikes sind aus dem Straßenverkehr kaum noch wegzudenken. Doch nicht nur für die Stadt, sondern auch für größere Touren auf Reisen sind sie geeignet. Wir haben drei faltbare E-Bikes von Tern, Gocycle und Vässla, die auch im Kofferraum Platz finden, im Test.

E-Bikes-Test 2021: Der Tern Vektron P7i, das Gocycle G4 und das Vässla-Bike haben einen besonderen Clou – sie sind faltbar. Denn wer seinen Radius für eine Radtour am Wochenende erweitern will, braucht zwei Dinge: ein Fahrrad, das leicht zu transportieren ist und ein Pedelec-Antrieb, der beim Radeln im hügligen Land für reichlich Rückenwind sorgt. Eine gute Alternative zum Transport mit dem Pkw-Heckträger sind moderne Falträder, sogenannte Folder, deren Abmessungen sich ruck-zuck in ein kompaktes Format bringen und dann im Kofferraum verstauen lassen. Genau das ist gleichzeitig auch der clevere Ansatz für ein urbanes Mobilitätskonzept. Nämlich: Statt mit dem Auto bis in die Innenstadt vorzufahren, sucht man sich besser am City-Rand einen kostengünstigen Parkplatz und radelt dann "the last Mile" zum Ziel. Dort bleiben einem die nervige Parkplatzsuche und teure Abstellkosten erspart. Dank des elektrischen Hilfsantriebs kommt man in den meisten Fällen genauso schnell und dennoch unverschwitzt an. Für unseren E-Bike-Test 2021 haben wir drei aktuelle Vertreter im boomenden und gleichsam spannenden Segment der elektrisch angetriebenen Kompakträder ausgewählt. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

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E-Bike-Test 2021 mit Modellen von Tern, Gocycle und Vässla

Wer für Alltag und Freizeit auf grundsolide Technik setzt, ist mit dem bei unserem E-Bike-Test 2021 gecheckten Faltrad Tern Vektron P7i samt Bosch-Antrieb gut beraten. Der Radhersteller steht für Perfektion durch eine hochstabile Rahmenkonstruktion und gut gesicherte, aber leicht zu öffnende Faltscharniere. In den Tretlagerbereich ist der aktuelle Bosch Active-Line Plus-Antrieb integriert. Der zugehörige 400-Wh-Akku sitzt gut geschützt im Bereich zwischen Sattelstütze und Heckträger. Der Clou: Beim Falten lässt sich das Tern Vektron dank der vier gleichlangen Trägerenden hochkant stellen. Der Lenker schwenkt ans Vorderrad, das Vorder- ans Hinterrad, so entsteht ein Packmaß von 41 x 86 x 86 Zentimeter. Zwei Folder dieses Formats passen so gefaltet locker ins Gepäckabteil von VW Golf & Co. Die solide Technik ist allerdings nicht leicht: mit 23 Kilogramm sogar eher ein Schwergewicht unter den Falträdern. Dafür sorgt der kantig ausgesteifte Alu-Rahmen für ordentliche Fahrpräzision, agiles Kurvenverhalten und guten Geradeauslauf. Der Bosch-Antrieb unterstützt beim Treten mit bis zu 50 Newtonmeter, was in der Turbo-Stufe einer 270-prozentigen Tretkraftunterstützung entspricht. Wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben hört die elektrische Kraftunterstützung beim Tempo von 25 km/h auf. Wer schneller fahren will, kann das durchaus, muss dann aber kräftiger in die Pedale treten.

 

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Faltbares E-Bike Tern Vektron P7i im Test 2021

Für ein gut dosierbares Abbremsen mit Tern Vektron P7i im E-Bike-Test 2021 sorgen Shimano Hydraulik-Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad. Als angenehm empfanden wir die leicht verstellbaren Einstellungen für Sattelhöhe (Zweistufen-Teleskop) und Lenker-Stellung. Dieser Vorbau von Andros lässt sich werkzeuglos sogar in Höhe und Weite variieren, was einer optimalen Sitzhaltung entgegenkommt. Der Active-Line Plus-Antrieb erweist sich als recht schnell reagierender Kraftlieferant und sorgt für geschmeidige Beschleunigungsvorgänge. Per Daumen-Tipp am Bosch Purion-Display lassen sich vier Unterstützer-Stufen von Eco bis Turbo vorwählen. Doch ähnlich lautlos wie beispielsweise viele Nabenmotoren anderer Hersteller werkelt dieser jedoch nicht. Was im urbanen Alltagsverkehr in der allumgebenden Geräuschkulisse untergeht, empfanden wir beim Radeln durch Wald und über Wiesen schon als störend.  Dank der sieben Stufen des – auch im Stand schaltbaren – Shimano-Nexus Nabengetriebes lassen sich sogar Anstiege im bergigen Land souverän bewältigen. Am durchdachten Heckträger-Rahmen sitzen die speziellen Packtaschen klapperfrei und bieten reichlich Stauraum, wahlweise für Laptop und Akten oder für ein kulinarisches Picknick zu zweit. Der Preis für den soliden, aber schweren E-Folder: rund 3300 Euro (Stand: November 2021).

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Gocycle G4: Der Schicke im E-Bike-Test 2021

Mit außergewöhnlichem Design, aktueller Technik und viel Leichtbau gehören die Modelle der britischen Fahrradschmiede Kinetic Karbon Limited (KKL) – im E-Bike-Test 2021 das Gocycle G4 – zu den besonders innovativen Vertretern der Pedelec-Branche. Hier wird das geballte Know-how des einstigen leitenden Formel-1-Ingenieurs bei McLaren, Richard Thope, in einem Fahrrad der besonderen Art spürbar. Das faltbare Kompakt-Pedelec versteckt in seinem Rahmen aus Karbon-Verbundstoffen und hydrodruckgeformten Aluminium seine Batterien und die Leistungselektronik. In der nunmehr vierten Generation überzeugt ein brandneuer Elektromotor mit besonders sanftem Anfahrverhalten, flüsterleisem Motorlauf sowie einem leicht vergrößertem Anzugsmoment. Mit 16,6 Kilogramm Eigengewicht ist das über je ein Lenker- und Rahmen-Mittenscharnier zusammenlegbare Pedelec im Auto gut verstaubar, Packmaß: 78 x 58 x 37 Zentimeter. Das macht es auch für Bahn-Pendler:innen interessant, zumal für Falträder kein extra Ticket gelöst werden muss. Der Akku (375 Wh) kann zum Laden aus dem Rahmen herausgezogen oder ohne Demontage direkt über einen Rahmen-Stecker angeschlossen werden. Mit einer Batterie-Ladung kamen wir locker 65 Kilometer weit. Zumal sich dieses leichte Rad auch ohne "Hilfsmotor" wie ein normales Fahrrad rein mechanisch – ohne spürbare Zusatzanstrengung – bewegen lässt.

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Gocycle G4 im E-Bike-Test 2021 ist klappbar

Noch mehr Spaß bereitet das Radeln auf dem Gocycle G4 im E-Bike-Test 2021 mit Motorkraft, die hier via Vorderrad-Nabenmotor auf die Straße gebracht wird. Über einen kleinen unauffälligen Schalter am linken Handgriff lässt sich eine Boost-Funktion aktivieren, zum Beispiel, um mit Turbo-Effekt zu beschleunigen. Die gewünschte Entfaltung des Drehmoments über aktuelle Trittkraft lässt sich über eine Smartphone-App vorwählen und dann abspeichern. So sind, je nach Streckenprofil oder Lust & Laune bis zu vier Einstellungen jederzeit abrufbar. Zwar ist der Handy-Halter am Lenker – bestehend aus Gummi-Ringen – für unseren Geschmack zu simpel ausgefallen, dafür kann hier auch das Smartphone via USB-C-Schnittstelle unterwegs nachgeladen werden. Auch bei regennassem Asphalt erwiesen sich die pannensicheren Ballonreifen von Vredestein bei unserm Praxistest als griffig und überzeugen mit leisem Abrollgeräusch. Drei gut aufeinander abgestimmte Gänge der Gripshift-geschalteten Nabenschaltung sorgen für eine stets angenehme individuelle Trittfrequenz. Überzeugend gut und erfreulich gleichmäßig leuchtet hier ein Supernova Mini-LED-Scheinwerfer die Fahrbahn aus. Die an einem Federelement abgestützte Hinterradschwinge beherbergt die vollgekapselte Kette. Die Hose, aber auch der mit Velours ausgekleidete Gepäckraum, bleiben so stets schmierfettfrei. Auch das Vorderrad wird an einer Alu-Einarmschwinge geführt. Und wenn es ums Anhalten geht, Vorsicht, die Hydraulik-Scheibenbremsen packen vorn wie hinten richtig kräftig zu. Das High-Tech-Pedelec ist ab 3700 Euro zu haben (Stand: November 2021).

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Im E-Bike-Test 2021 fährt das Vässla Bike ohne Pedale

Für die Mobilität auf den letzten Kilometern gibt es viele Ideen, weshalb wir auch das pedallose E-Bike von Vässla in unserem Test 2021 haben. Neben Mieträdern mit und ohne Elektro-Unterstützung machen sich derzeit auch in deutschen Großstädten die sogenannten E-Scooter, also Elektroroller breit. Hiermit geht es stehend und oftmals – bei Ungeübten – recht wackelig ans Ziel. Die bequeme Alternative dazu kommt aus Schweden, heißt Vässla – was eine Kombination aus Vespa und Tesla sein soll. Man sitzt auf einem Roller, der elektrisch angetrieben ist und braucht nicht in die Pedale zu treten. Denn diese gibt es hier nicht. Stattdessen ruhen die Füße auf Rasten. Das Tempo wird per Gasdrehgriff bestimmt. Allerdings ist damit schon nach kurzer Beschleunigung bei 25 km/h Schluss, denn der Gesetzgeber will es so. Er verlangt auch Versicherungskennzeichen, Moped-Führerschein und das Tragen eines Helms – was sich im Berliner Stadtverkehr schon recht komisch anfühlt. Denn hier wird man nicht nur in der Tempo-30-Zone von Autos, sondern überall auch von Fahrradfahrenden aller Altersklassen überholt. Selbst bergab bremst das Vässla auf 25 km/h ab. Bei unserem Praxistest stellte sich schnell heraus, dass hier ganz offenbar mehr Design als Technik das Sagen hatten. Doch was vermeintlich schick aussieht, muss nicht unbedingt funktional sein.

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Klappbares Vässla Bike im E-Bike-Test 2021

Der voluminöse U-Rahmen aus Aluminium lässt beim Vässla Bike im E-Bike-Test 2021 keine Höhenverstellung des Sattels zu. Auch der Lenker ist in der Position nicht veränderbar, aber viel zu dicht vor dem Fahrer positioniert. Man fühlt sich wie jener sprichwörtliche Primat auf dem Schleifstein. Die kleinen 14-Zoll-Räder reichen Stöße von Querfugen, Straßenbahnschienen und Kanaldeckel spürbar weiter, trotz Schwinge-geführter Hinterradfederung. Diese sorgt schon bei kleinen Unebenheiten für ein unangenehmes Aufschaukeln. Auch die Lenkung entpuppt sich als Fehlkonstruktion. Kleine Räder und kurzer Nachlauf passen einfach nicht zueinander. So produziert das Vässla eine unnötig große Nervosität in der Lenkung, an die man sich nicht gewöhnen mag. Zugegeben, das Besteigen, Fahren und Abstellen des Vässla mit seinem ungewohnten Aussehen zieht viele interessierte und anerkennende Blicke an. Allerdings schlägt dies leicht in Häme um. Dann nämlich, wenn man versucht, das störrische Gefährt in einen Kombi oder Van zu laden. Dazu muss man Splint und Steckbolzen am Federelement ziehen, die Schwinge einklappen und dann das unhandliche und 23 Kilogramm schwere Gefährt hineinwuchten. Selbst beim riesigen Gepäckabteil des BMW Gran Tourer passt das nur mit umgelegter Rücksitzbank. In Deutschland kostet das Vässla Bike 1995 Euro (Stand: November 2021).

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