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Geht auch ganz einfach:

E-Auto-Verbot auf Fähre: Brandgefahr Reederei befördert keine Elektroautos mehr

Victoria Zippmann 25.01.2023
Autofähre
E-Auto-Fahrende schauen in die Röhre. Bei Havila Kystruten dürfen keine Autos mit Strecker an Bord. Foto: Imago

Elektroautos machen immer wieder Schlagzeilen, weil sie im Falle eines Brandes nur sehr schwierig zu löschen sind. Besonders auf Schiffen ist das eine große Gefahr, urteilt eine Reederei in Norwegen und verbietet deshalb E-Autos, Hybride und Wasserstoffautos auf ihren Fähren.

Die Reederei Havila Kystruten befördert mit ihren vier Schiffen vor allem Tourist:innen entlang der norwegischen Küste zwischen Krikenes und Bergen. Die Urlaubenden haben auch die Möglichkeit, ihr Auto mit an Bord zu nehmen. Doch heißt es seit Januar 2023 in den Richtlinien der Fährfahrten: "Elektro-, Hybrid- und Wasserstoffautos sind an Bord verboten". Der Grund für das Verbot von Elektroautos und Hybride auf den Fähren sei laut Geschäftsführer der Havila Kystruten, Bent Martini, das Ergebnis einer Sicherheitsbewertung, wie tagesschau.de berichtet. Das Nachrichtenmagazin zitiert Martini mit der Erläuterung: "Ein möglicher Brand in Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoffautos erfordert externe Rettungsmaßnahmen und kann Menschen an Bord und auf den Schiffen gefährden. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Reederei verbietet E-Autos auf Fähren

Das E-Auto- und Hybrid-Verbot auf den Fähren der Havila Kystruten betrifft nur die durchgehende Sechs-Tage-Reise von Kirkenes nach Bergen oder zurück. In einzelnen Häfen dazwischen ist eine Mitnahme des Autos ohnehin nicht möglich. Die Fahrzeit mit dem Auto zwischen den beiden Städten beträgt rund 30 Stunden. Hintergrund der Bedenken und der Neubewertung der Sicherheit an Bord der Fähren von Havila Kystruten ist vermutlich das Schiffsunglück des Autofrachters "Felicity Ace" im Februar 2022. Er war mit rund 4000 Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns beladen, darunter auch E-Autos. Aus ungeklärter Ursache bracht ein Feuer an Bord der "Felicity Ace" aus. Aus Studien geht jedoch hervor, dass von E-Autos keine höhere Brandgefahr ausgeht als von Verbrennern. Das Problem liegt vielmehr beim langwierigen und aufwendigen Löschvorgang, wenn Akkus von Elektroautos in Brand geraten, wie bereits zahlreiche Vorfälle verdeutlicht haben.

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Victoria Zippmann Victoria Zippmann
Unser Fazit

Das radikale Verbot von E-, Hybrid- und Wasserstoffautos gerade auf einer norwegischen Linie erregt Aufmerksamkeit, gilt das Land bisher doch als Vorreiter der lokal emissionsfreien Mobilität. Ob sich die Entscheidung als ein nachhaltiger Dämpfer für die Elektromobilität erweisen kann, wird die Zukunft zeigen – gibt es Nachahmer oder bleibt die Reederei Havila Kystruten eine Ausnahme?

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