Produkt-Vergleichstest

Hitzeschutz im Auto: Die besten Sonnenschützer im Test

Sonnenblende, Sonnenschutzrollo, Überzieher oder Gardine – welcher Sonnenschutz im Auto schützt zuverlässig vor Hitze und UV-Strahlung? Die AUTO ZEITUNG hat die Antworten – und die passenden Produkte im Test.

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Kollage mit Baby im Kindersitz hinter Sonnenschutz im Auto und den getesteten Sonnenschützern, die auf einer Wiese liegen.
Test: Sonnenschutz im Auto Foto: Imago/Kollage: AUTO ZEITUNG

Die AUTO ZEITUNG hat elf Sonnenschützer für die hinteren Seitenscheiben getestet. Zwei sind dabei durchgefallen.

Tester beim Vergleich zweier Sonnenschützer auf der Rückbank eines Autos.
So haben wir die Sonnenschützer getestet Foto: AUTO ZEITUNG

Neben der Materialbeschaffenheit entscheidet auch das Format der Sonnenschützer über die Filterwirkung. Kleine Sonnenschützer sind daher im Nachteil und wurden im Test entsprechend abgewertet.

Sonnenschutz von Laneta Leon & Sophie in der hinteren Seitenscheibe eines Autos.
Laneta Leon & Sophie Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 11: Die Sonnenblende von Laneta wurde mit Saugnäpfen geliefert, die sich beim Auspacken als stark verformt erwiesen haben und daher nicht haften konnten. Laut Hersteller müssen sie in kochendes Wasser getunkt werden, bevor sie funktionieren. Dies führte zur Abwertung. Auch das kleine Format ist nicht überzeugend.

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Sonnenschutz von Caramaz in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, von innen.
Caramaz Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 10: Die Sonnenblende von Caramaz wurde mit den gleichen verformten Saugnäpfen geliefert wie die von Laneta. Das Testergebnis ist daher ähnlich. Im Auslieferungszustand funktioniert das einfach nicht. Der Halt der Caramaz-Blende ist allerdings besser, da acht Saugnäpfe mitgeliefert werden, nicht nur fünf.

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Sonnenschutz von Zatooto in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, aufgefaltet.
Zatooto Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 9: Der Vorhang von Zatooto ist schnell installiert und verdunkelt sehr stark. Trotz einer Vielzahl kleiner Magnete verrutscht er allerdings immerzu.

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Sonnenschutz von Zatooto in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, zusammengebunden.
Zatooto Foto: AUTO ZEITUNG

Der Vorhang lässt sich zusammenschnüren wie eine richtige Gardine: Vor allem beim Zusammenraffen, aber selbst beim einfachen Öffnen und Schließen der Tür muss man ihn ständig nachjustieren. 

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Sonnenschutz von Tevlaphee in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, von außen.
Tevlaphee Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 8: Der Sonnenschutz von Tevlaphee ist völlig blickdicht und groß. Zum Schlafen ist das in Ordnung. Ansonsten aber begünstigt es die Reisekrankheit.

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Sonnenschutz von Lechin in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, bei geöffneter Tür.
Lechin Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 7: Der Sonnenschutz von Lechin filtert viel Licht, ohne zu stark zu verdunkeln. Dabei hilft auch seine gute Abdeckung. Der Halt der mit Magneten befestigten Blende lässt allerdings zu wünschen übrig. 

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Sonnenschützer von Pemotech in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, von außen.
Pemotech Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 6: Der Sonnenschutz-Vorhang von Pemotech wird ebenfalls mit Magneten befestigt und ist daher weniger für kleine Kinder geeignet. Auch die Regelung der Lichtzufuhr über Schnüre ist nicht ganz einfach. Die Schutzwirkung aber ist überzeugend.

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Zwei Rollos des Modells Munchkin Brica liegen auf einem Gartentisch.
Munchkin Brica Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 5: Das Rollo Brica von Munchkin ist hochwertig und schnell montiert, überzeugt mit sehr gutem Halt. Dazu hat es als einzige eine Hitzeanzeige, die sich bei Wärme verfärbt. Leider ist es aber sehr klein und filtert daher nur mäßig.

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Sonnenrollo von Walser in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, aufgefaltet.
Walser Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 4: Das Sonnenschutz-Rollo von Walser funktioniert tadellos. Allein die Haken zum Einhaken an der Oberkante des Seitenfensters sind zu groß für viele Autos. Damit schließen die Fenster nicht mehr richtig, vor allem, wenn das Auto einen Klemmschutz besitzt. Die mitgelieferten Saugnäpfe sind aber schnell montiert und halten gut.

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Sonnenschutz von Zamboo in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, aufgefaltet.
Zamboo Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 3: Der Vorhang von Zamboo ist mit je vier großen Saugnäpfen schnell installiert, verdunkelt auch recht lange Scheiben, passt aber eben auch an kleine, da man ihn mit Schnüren verstellen kann. Der untere Teil des Vorhangs wird nicht befestigt und schlabbert entsprechend ein bisschen unmotiviert herum.

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Sonnenschutz von Mantentop in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, von außen.
Mantentop Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 2: Der Sonnenschutzüberzug von Mantentop ist schnell montiert und passt auch an sehr große Türen. Schnickschnack bringt er nicht mit, dafür eine gute Filterwirkung. Mit seinem günstigen Preis ist er unser Preis-Leistungssieger.

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Sonnenschutz von Mantentop in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, von innen.
Mantentop Foto: AUTO ZEITUNG

Bei niedrigen Geschwindigkeiten kann das Fenster getrost offenbleiben, sofern das Fenster nicht rahmenlos ist.

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Sonnenschutz von Cgeamdy in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, von außen.
Cgeamdy Foto: AUTO ZEITUNG

Platz 1: Der Testsieger von Cgeamdy lässt sich sehr schnell montieren und überzeugt mit tadellosem Halt, zumindest an kleinen und mittelgroßen Türen. Bei geöffnetem Seitenfenster fungiert er zudem als Insektenschutz.

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Sonnenschutz von Cgeamdy in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, von innen.
Cgeamdy Foto: AUTO ZEITUNG

Die Filterwirkung ist mittelstark. Der Überzieher von Cgeamdy bleibt damit etwas durchsichtig.

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Sonnenschutz von Cgeamdy in der hinteren Seitenscheibe eines Autos, maximal geöffnet.
Cgeamdy Foto: AUTO ZEITUNG

Darüber hinaus kann man die Lichtzufuhr leicht über zwei integrierte Reißverschlüsse regeln.

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Darum ist der Sonnenschutz im Auto so wichtig

Um bei sengender Sonne und hohen Temperaturen einen Hitzestau im Innenraum des Autos zu verhindern, oder vor allem Kinder und Babys während der Fahrt vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen, sollten Fahrzeugbesitzer:innen über den Kauf von einem Auto-Sonnenschutz für die Fenster nachdenken. Ein Sonnenschutz fürs Auto kann in der Regel einfach und kostengünstig installiert werden. Die verschiedenen Systeme haben aber Vor- und Nachteile. Ob Sonnenblende, Überzieher, Sonnenschutzgardine oder Sonnenschutzrollo: Die AUTO ZEITUNG verrät, welcher Autofenster-Sonnenschutz sich für welchen Einsatzzweck besonders gut eignet, welche Produkte der bekanntesten Hersteller besonders flexibel sind und zuverlässig gegen die Überdosis Licht schützen.

Die getesteten Sonnenschützer im Überblick

Testsieger
CGEAMDY 2-teilige Autofensterjalousien - UV-Schutz
CGEAMDY 2-teilige Autofensterjalousien - UV-Schutz
Sehr empfehlenswert
MantenTop Sonnenschutz Auto Dehnbar
MantenTop Sonnenschutz Auto Dehnbar
Sehr empfehlenswert
Zamboo Sonnenschutzvorhang - UV-Schutz - 68 x 50 cm - Doppelpack
Zamboo Sonnenschutzvorhang - UV-Schutz - 68 x 50 cm - Doppelpack
Sehr empfehlenswert
Walser Auto-Sonnenrollo - 2 Stück - 53 x 56cm
Walser Auto-Sonnenrollo - 2 Stück - 53 x 56cm
Sehr empfehlenswert
Munchkin Autosonnenblende - UV-Schutz mit Hitzeindikator - 2er-Set
Munchkin Autosonnenblende - UV-Schutz mit Hitzeindikator - 2er-Set
 
PEMOTech Sonnenschutz Auto Baby Magnetisch
PEMOTech Sonnenschutz Auto Baby Magnetisch
 
Lechin Sonnenschutz Auto Baby Universal
Lechin Sonnenschutz Auto Baby Universal
 
Tevlaphee Magnetischer Sonnenschutz - mit UV-Schutz
Tevlaphee Magnetischer Sonnenschutz - mit UV-Schutz
 
ZATOOTO Sonnenschutz – Magnetische Autovorhänge - 2 Stück
ZATOOTO Sonnenschutz – Magnetische Autovorhänge - 2 Stück
 
CARAMAZ Sonnenschutz Auto Baby mit UV Schutz
CARAMAZ Sonnenschutz Auto Baby mit UV Schutz
 
Laneta Sonnenschutz - UPF50+ UV-Schutz
Laneta Sonnenschutz - UPF50+ UV-Schutz
Unsere Bewertung
3,9/5
Unsere Bewertung
3,7/5
Unsere Bewertung
3,5/5
Unsere Bewertung
3,5/5
Unsere Bewertung
3,3/5
Unsere Bewertung
2,9/5
Unsere Bewertung
2,7/5
Unsere Bewertung
2,6/5
Unsere Bewertung
1,3/5
Unsere Bewertung
1,0/5
Unsere Bewertung
1,0/5

Sonnenschutz-Test im Video: Der beste ist gar nicht teuer

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Schutz vor Hitze und blendendem Licht – ein Sonnenschutz im Auto ist nicht nur praktisch, sondern wird auch von vielen Expert:innen empfohlen, um Haut und Augen vor schädlichen UV-A- und UV-B-Strahlen zu schützen. Zwar schützt die normale Fahrzeugverglasung der Frontscheibe bereits, da moderne Windschutzscheiben häufig einen integrierten UV-Filter besitzen. Doch vor allem die Auto-Seitenscheiben filtern nur einen Teil der gefährlichen UV-Strahlung. Bei längeren Fahrten mit Kindern und Babys sollte ein geeigneter Sonnenschutz im Auto daher obligatorisch sein. Einige Hersteller weisen diesbezüglich auch den jeweiligen Lichtschutzfaktor (LSF) des Modells aus. Der ist allerdings nur bedingt aussagekräftig, da ja auch das Format der Blende zur Form der Seitenscheibe passen sollte. Zu kleine Blenden sind daher prinzipiell im Nachteil.

Was ist der beste Sonnenschutz?

1. Platz: Cgeamdy – Gut (89 Punkte)

Sonnenschutz von Cgeamdy über hintere Autotür gestülpt.
Foto: AUTO ZEITUNG

Der Testsieger von Cgeamdy lässt sich sehr schnell montieren und überzeugt mit tadellosem Halt, zumindest an kleinen und mittelgroßen Türen, und gutem Lichtschutz. Bei geöffnetem Seitenfenster fungiert er zudem als Insektengitter. Darüber hinaus kann man die Lichtzufuhr leicht über zwei integrierte Reißverschlüsse regeln. Unklar bleibt, wozu die beiden Klettverschlüsse gut sind. Sie sind für den strammen Sitz nicht nötig und in der Bedienungsanleitung nicht dokumentiert.

2. Platz: Mantentop – Gut (86 Punkte)

Der Sonnenschutzüberzug von Mantentop ist ebenfalls schnell installiert und passt auch an sehr große Türen. Schnickschnack bringt er nicht mit, dafür eine gute Filterwirkung. Bei niedrigen Geschwindigkeiten kann das Fenster getrost offenbleiben. An sehr kleinen Türen sitzt der Mantentop hingegen ein bisschen lose. Er zählt zu den günstigsten Sonnenschützern im Test und krönt sich daher zum Preis-/Leistungssieger! Aktuell ist der Mantentop-Sonnenschutz leider ausverkauft. Als Alternative empfehlen wir den Sonnenschutz von Pemotech.

3. Platz: Zamboo – Gut (83 Punkte)

Der Vorhang von Zamboo sieht ein bisschen barock aus, hat aber handfeste Vorteile. Er ist mit je vier großen Saugnäpfen schnell installiert, verdunkelt auch recht lange Scheiben, passt aber eben auch an kleine, da man ihn mit Schnüren verstellen kann. Zum Regeln nimmt man am besten beide Hände. Der untere Teil wird nicht befestigt und schlabbert entsprechend ein bisschen unmotiviert herum. Dennoch ein guter Schutz zum vertretbaren Preis.

Ergebnis der Top-3 (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

Cgeamdy

Mantentop

Zamboo

Funktionalität (50)

46

41

38

Qualität (20)

13

15

20

Sicherheit (20)

20

20

15

Nachhaltigkeit (10)

10

10

10

Gesamtpunkte (100)

89

86

83

Bewertung

Sehr gut

Gut

Gut

4. Platz: Walser – Gut (82 Punkte)

Das Sonnenschutz-Rollo von Walser sieht nicht sehr hochwertig aus, funktioniert aber praktisch ohne Tadel. Allein die Haken zum Einhaken an der Oberkante des Seitenfensters sind zu groß für viele Autos. Damit schließen die Fenster nicht mehr richtig, vor allem, wenn das Auto einen Klemmschutz besitzt. Die mitgelieferten Saugnäpfe sind aber schnell montiert und halten korrekt. Das Format passt am ehesten Wagen kleiner und mittlerer Größe, die Filterwirkung geht in Ordnung. Schade bloß, dass das Rollo bei Nichtgebrauch nur eingepackt werden kann, wenn man die Saugnäpfe wieder abmontiert. Das ist fummelig.

5. Platz: Munchkin Brica – Gut (79 Punkte)

Das Rollo von Munchkin ist hochwertig und schnell montiert, gefällt spontan mit sehr gutem Halt. Dazu bietet es als einziges eine Hitzeanzeige, die sich bei Wärme verfärbt, und die gute Verpackung erweist sich bei Nichtgebrauch als nützlich. Leider ist das Munchkin Brica aber sehr klein und filtert daher nur mäßig. Deshalb ist es bevorzugt für kleine Autos oder Wagen mit bereits getönten Seitenscheiben zu empfehlen.

6. Platz: Pemotech – Befriedigend (74 Punkte)

Der Sonnenschutz-Vorhang von Pemotech wird mit Magneten befestigt und ist daher weniger für kleine Kinder geeignet. Auch die Regelung der Lichtzufuhr über Schnüre ist nicht ganz einfach. Die Schutzwirkung ist aber überzeugend, und der Unterschied zwischen offen und geschlossen deutlich spürbar. Da lässt sich auch der etwas schlabberige Halt verschmerzen. Allerdings muss der Türrahmen magnetisch sein. Also vor dem Kauf unbedingt prüfen, ob das der Fall ist.

Ergebnis für Platz 4 bis 6 (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

Walser Auto-Sonnenrollo

Munchkin Brica

Pemotech

Funktionalität (50)

38

29

36

Qualität (20)

18

20

20

Sicherheit (20)

20

20

8

Nachhaltigkeit (10)

6

10

10

Gesamtpunkte (100)

82

79

74

Bewertung

Gut

Gut

Befriedigend

7. Platz: Lechin – Befriedigend (71 Punkte)

Der Sonnenschutz von Lechin glänzt silbrig und filtert viel Licht, ohne zu stark zu verdunkeln. Dabei hilft auch seine gute Abdeckung, mit einem Format von 80 x 50 cm. Der Halt lässt allerdings zu wünschen übrig. Seitlich hat er keine Magneten, und trotz der zwei Klettverschlüsse unten hängt der Schutz schlaff und weit von der Tür weg.

8. Platz: Tevlaphee – Befriedigend (70 Punkte)

Achtung, hier herrscht akute Verdunkelungsgefahr! In der Tat, der Sonnenschutz von Tevlaphee ist völlig lichtundurchlässig und deckt eine große Fläche ab. Zum Schlafen ist das in Ordnung. Ansonsten aber kommt schnell das bedrückende Gefühl auf, in einem Lieferwagen im Gepäckabteil zu sitzen. Da wäre es wünschenswert, die Lichtzufuhr wäre regelbar. Ist sie aber nicht, es sei denn, man verschiebt den mit Magneten befestigten Schutz, womit er dann noch schlaffer an der Tür hinge.

9. Platz: Zatooto – Ausreichend (53 Punkte)

Der schwarze Vorhang von Zatooto ist leicht zu installieren und verdunkelt sehr stark. Da stellt sich schnell das Gefühl ein, erhaben in einer Staatskarosse zu sitzen. Trotz einer Vielzahl kleiner Magnete verrutscht er allerdings immerzu. Vor allem beim Raffen des Vorhangs, aber selbst beim einfachen Öffnen und Schließen der Tür muss man ihn nachjustieren. Das ist nicht praktisch und das Produkt besser nur auf Langstrecken zu verwenden.

Ergebnis für Platz 7 bis 10 (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

Lechin

Tevlaphee

Zatooto

Funktionalität (50)

31

30

28

Qualität (20)

20

20

15

Sicherheit (20)

10

10

5

Nachhaltigkeit (10)

10

10

5

Gesamtpunkte (100)

71

70

53

Bewertung

Befriedigend

Befriedigend

Ausreichend

10. Platz: Caramaz – Mangelhaft (44 Punkte)

Die Sonnenblende von Caramaz wurde mit den gleichen verformten Saugnäpfen geliefert wie die von Laneta (siehe Platz 11). Das Testergebnis ist daher ähnlich. Im Auslieferungszustand funktioniert das einfach nicht. Der Halt der Caramaz-Blende ist allerdings besser, da acht Saugnäpfe mitgeliefert werden, nicht nur fünf. Auch das etwas größere Format gefällt, selbst wenn die Filterwirkung stärker sein dürfte.

11. Platz: Laneta Leon & Sophie – Mangelhaft (40 Punkte)

Unser Testprotokoll enthält die Bedingung, dass das Produkt einbaufertig geliefert wird. Das ist bei der Sonnenblende von Laneta nicht der Fall gewesen. Der Grund: Die Saugnäpfe zeigten sich beim Auspacken stark verformt und müssen laut Hersteller in kochendes Wasser getunkt werden, bevor sie funktionieren. Auch das sehr kleine Format der Sonnenblende hat uns nicht überzeugt. Die Schutzwirkung ist daher begrenzt.

Ergebnis der letzten zwei Plätze (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

Caramaz

Laneta Leon & Sophie

Funktionalität (50)

18

17

Qualität (20)

10

10

Sicherheit (20)

8

3

Nachhaltigkeit (10)

8

10

Gesamtpunkte (100)

44

40

Bewertung

Mangelhaft

Mangelhaft

Darauf beim Kauf von Sonnenschutz fürs Auto achten

Der Handel bietet eine große Auswahl an Sonnenschutz-Systemen für Fenster, wobei die verschiedenen Modelle selbstverständlich ihre Vor- und Nachteile haben. Auto-Sonnenblenden für die hinteren Seitenscheiben gibt es etwa in verschiedenen Standardgrößen. Sie werden mithilfe von Saugnäpfen an der Innenseite der Fenster montiert und lassen sich einfach anbringen sowie rückstandsfrei wieder entfernen. Allerdings wird je nach Größe nur ein Teil der Scheibe abgedeckt. Auch die Fahrt mit geöffnetem Fenster ist mit angebrachten Sonnenblenden nicht möglich. Rollos gehören zu den flexibelsten Systemen. Sie haben den Vorteil, dass sie dauerhaft am Fahrzeug montiert bleiben können und bei Bedarf einfach nur eingerollt werden müssen. Befestigt wird der Sonnenschutz entweder mit Saugnäpfen oder durch Haken am oberen Ende der Scheibe. Allerdings schließen in diesem Fall die Fenster nicht mehr komplett, sollte das Auto über einen Klemmschutz verfügen.

Wie bei den Rollos lässt sich der Lichteinfall im Fahrzeug mit einer Sonnenschutzgardine am Seitenfenster individuell regulieren. Je nach Stoffqualität kann der Fond auch komplett abgedunkelt werden, was allerdings nur zum Schlafen ratsam ist. Befestigt werden die Sonnenschutzgardinen mit Saugnäpfen oder Magneten. Der Vorteil: Vor allem in der Breite können die Gardinen an das jeweilige Seitenfenster angepasst werden. Vor dem Kauf eines mit Magneten befestigten Schutzes muss man aber prüfen, ob die hinteren Türen innen magnetisch und nicht mit Plastik verkleidet sind. Magnetsysteme sind im Regelfall ohnehin nicht für Kinder geeignet, die gerne daran zupfen. Die Probanden in unserem Test hielten weniger gut als Saugnapf-Systeme.

Besonders praktisch und einfach zu montieren sind Sonnenschutzüberzüge, die einfach über die obere Hälfte der gesamten Autotür gezogen werden. Beim Schließen der Tür wird das elastische Material straff gehalten. Der Sonnenschutz erstreckt sich dann über das gesamte Autofenster. Die Scheiben lassen sich problemlos öffnen, der Sonnenschutzüberzug funktioniert dann gleichzeitig als Fliegenschutzgitter. Nach der Nutzung kann der Überzug einfach zusammengefaltet werden und beansprucht praktisch keinen Platz im Stauraum. Die Überzieher sind allerdings nicht für die Ewigkeit gemacht: Das Material ermüdet durch Fahrtwind, UV-Strahlung und Hitze. Bei Dauereinsatz drohen auch Scheuerspuren im Lack. Daher unbedingt ein passendes Format kaufen, gut stramm ziehen und bei Nichtgebrauch im Handschuhfach oder Kofferraum verstauen.

So haben wir getestet

Alle Sonnenschützer haben die gleiche Testprozedur durchlaufen, am fahrenden und stehenden Auto (Seat Arona und Renault Espace). Dabei haben wir vor allem auf den Lichtschutz und eine einfache Montage geachtet. Die Schutzwirkung ergibt sich aus der Dämmkraft des Materials und einer guten Passform. Zu schwach schützende Blenden wurden abgewertet, aber auch völlig blickdichte Blenden bekommen nicht die Bestnote, da sie die Reisekrankheit begünstigen können. Für die volle Punktzahl muss der Sonnenschutz zudem regelbar sein.

Was tun gegen Hitze im Auto?

  • Man darf niemals Kinder (oder Tiere) im verschlossenen Auto zurücklassen. Das ist lebensgefährlich und aus gutem Grund verboten.

  • Selbst elektronische Geräte sind hitzeempfindlich. Daher bei starker Sonnenstrahlung nicht im Auto lassen.

  • Beim Parken helfen Sonnenschützer für Lenkrad, Armaturenbrett, Seiten- und Heckscheiben gegen zu starke Aufheizung. Auch eine Halbgarage kann Hitze draußen halten. Kindersitze und Metallteile wie Gurtschlösser am besten mit einem hellen Tuch verdecken.

  • Vor Fahrtantritt gut lüften. Das geht besonders schnell, wenn man eine Seitenscheibe komplett absenkt, dann die gegenüberliegende Tür mehrmals aufmacht und wieder zuschlägt.

  • Nach dem Durchlüften Fenster schließen und Klimaanlage anstellen.

Fazit

Die gute Nachricht zuerst: Schon für kleines Geld kann man sich im Auto wirksam gegen Sonneneinstrahlung und Überhitzung schützen. Mit dem falschen Produkt ist allerdings nichts gewonnen, wie die beiden als Mangelhaft geprüften Sonnenschützer beweisen. Deshalb sollte man cool die richtige Kaufentscheidung treffen und nicht am falschen Ende sparen.