Bugatti Coupé: Erste Informationen Das schnellste Coupé der Welt

von Volker Koerdt 28.01.2020

Kommt das Bugatti Coupé als zweite Modellreihe neben dem Chiron? Ersten Informationen nach ist ein viersitziges Coupé mit einer Leistung um die 1000 PS und 380 km/h Top-Speed möglich!

Erste Informationen deuten darauf hin, dass ein Bugatti Coupé die Modellpalette der französischen Edelmanufaktur erweitern könnte. An sich steht das Elsass für Savoire-vivre, gute Küche, süffige Weine und die Höhen der Vogesen. Doch in Molsheim, einem Fleckchen in diesem ostfranzösischen Landstrich, wird seit einiger Zeit der Autobau auf die Spitze getrieben. Anfang des Jahrtausends schockte der Bugatti Veyron mit 1000 PS, acht Liter Hubraum und 16 Zylindern die Sportwagenwelt. Erstmals fuhr ein Serienauto mit Straßenzulassung über 400 km/h. Sein Nachfolger, der Chiron, eine Weiterentwicklung des Veyron, leistet inzwischen 1500 PS, rennt in 13,6 Sekunden auf 300 km/h und fährt 420 km/h Spitze. Damit ist der Chiron das schnellste Serienauto der Welt. Doch ein Überflieger reicht den Mannen in Molsheim wohl nicht. Immer wieder gab es Überlegungen zu einem zweiten Modell. Vor Jahren schon wurde die Studie einer schnellen Luxuslimousine vorgestellt: der Galibier. Doch das Projekt wurde wieder eingestellt. Aber nun scheint eine zweite Modellreihe in Sicht: ein Bugatti Coupé, voraussichtlich über fünf Meter lang – viel Raum und Prestige sind also inbegriffen. Und die hinteren Sitzgelegenheiten sollen "großgeschrieben" werden, das heißt viel Platz. Gleiches gilt für das Gepäck. Dennoch muss der Bugatti den sportlichen Ansprüchen der Marke genügen.

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Erste Informationen zum Bugatti Coupé

Deshalb kommt als Motor im Bugatti Coupé voraussichtlich der bewährte 16-Zylinder aus dem Chiron zum Einsatz. Die Leistung wird allerdings auf 800 bis 1000 PS gedrosselt, denn nach dem Lastenheft soll es ein alltagstaugliches Fahrzeug werden. Sollte es bei dem klassischen 16-Zylinder bleiben, ist eine Hybridisierung aufgrund des hohen Gewichtes ausgeschlossen. Allerdings ist beim Antrieb die letzte Entscheidung noch nicht gefallen. Möglich wäre auch, dass aus dem 16-Zylinder ein Achtzylinder abgeleitet wird, der dann wiederum als Plugin-Hybrid kommen könnte. Ein reines batterieelektrisches Modell steht derzeit nicht zur Diskussion. Bugatti-Chef Stephan Winkelmann befürchtet: "Die heutige Batterietechnologie wird in fünf oder sieben Jahren sehr schnell überholt sein. Diese Autos sind dann deutlich weniger wert." Ein Bugatti ist aber erfahrungsgemäß ein Auto, das eine hohe Wertstabilität garantiert. Entsprechend der Bugatti-Zielsetzung soll das Coupé das schnellste Fahrzeug in seinem Segment werden. Rund 1000 PS könnten das Auto bis zu einer Spitze von 380 km/h antreiben. Allradantrieb ist dabei selbstverständlich. Wie alle Bugatti soll auch der Neue eher Selbstfahrer- denn Chauffeur-Auto sein. Das Bugatti Coupé wird zwar über Fahrerassistenzsysteme verfügen, aber das autonome Fahren ist nicht geplant. Noch nicht entschieden scheint, ob das Auto den Charakter eines höhergelegten Coupés, also eines Crossover erhält, oder ob es bei einem klassischen Coupé bleibt.

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Bugatti Coupé klassisch oder als Crossover

Wenn man der Tradition der Marke Bugatti folgt und an Coupés wie den Atlantic denkt, der heute für knapp 40 Millionen Euro gehandelt wird, dürfte eher ein klassisches Bugatti Coupé zu erwarten sein – was auch fahrdynamisch besser zum High-Speed-Vorhaben passen würde. Für die Zukunft jedenfalls scheint man bei Bugatti gut gerüstet. Finanziell geht es dem Unternehmen gut. "Wir haben letztes Jahr Geld verdient und werden auch dieses Jahr Geld verdienen", so Winkelmann. Ein Chiron-Nachfolger ist ebenfalls in Planung. Allerdings gibt es noch keine konkreten Beschlüsse zur Antriebstechnik. Selbstverständlich möchte man den einmaligen und teuren 16-Zylinder so lange wie möglich nutzen. Doch der Konzern will abwarten, wie sich die Diskussion um Emissionen und Elektromobilität weltweit weiterentwickelt. Das geplante Bugatti Coupé soll in größeren Stückzahlen als der Chiron gefertigt werden. Aber auch dieses Modell bleibt sehr exklusiv, nur 500 bis maximal 800 Exemplare sollen gebaut werden. Für Bugatti-Verhältnisse ist der Preis ein Schnäppchen. Er soll bei rund einer Million Euro liegen – plus Mehrwertsteuer natürlich. Mehr zum Thema: Das ist der Bugatti Divo

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