BMW 750i xDrive/Tesla Model S P90D: Test

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BMW 750i xDrive vs Tesla Model S P90D Vergleich
BMW 750i xDrive vs Tesla Model S P90D: Vergleich Foto: Daniela Loof

Auf den Märkten dieser Welt verkauft sich der Tesla besser als der 7er von BMW. Das wollen die Münchener mit der neuen Generation schnellstmöglich ändern. Genau die richtige Zeit also für ...

BMW 750i xDrive vs Tesla Model S P90D Vergleich
BMW 750i xDrive vs Tesla Model S P90D: Vergleich Foto: Daniela Loof

... den ersten Vergleichstest des Tesla Model S P90D gegen den neuen BMW 750i xDrive.

BMW 750i xDrive
BMW 750i xDrive Foto: Daniela Loof

Im Umfeld der aktuellen Luxuslimousinen mit Verbrennungsmotor setzt sich der BMW 7er gegen die Antriebe der S-Klasse, des Audi A8 und des Panamera GTS ...

BMW 750i xDrive
BMW 750i xDrive Foto: Daniela Loof

... mit seinem 450 PS starken V8-Biturbo des BMW dank bester Laufkultur und fantastischer Kraftentfaltung eindrucksvoll durchgesetzt. Aber der Elektroantrieb des P90D ist der Kombination des 7er aus V8-Biturbo und derzeit bester ...

BMW 750i xDrive
BMW 750i xDrive Foto: Daniela Loof

... Achtstufen-Automatik überlegen. Dafür kennt der BMW keine Reichweitenprobleme. Bei einem Testverbrauch von 11,8 Litern reicht der 78-Liter-Tank für 661 Kilometer.

BMW 750i xDrive
BMW 750i xDrive Foto: Daniela Loof

Bei der Verarbeitung und der Materialqualität nimmt BMW derzeit eine Führungsposition ein. Das gilt ebenso für die umfangreichere Sicherheitsausstattung und das intuitive Bedienkonzept aus ...

BMW 750i xDrive
BMW 750i xDrive Foto: Daniela Loof

... iDrive-Dreh-Drück-Regler, Touchscreen sowie neuer Gestensteuerung. Das Multimediasystem des neuen 7er umfasst serienmäßig bereits das Navigationspaket Connected Drive samt Online-Anbindung und einer WLAN-Hotspot-Funktion sowie Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Alle relevanten Informationen lassen sich zudem per Head-up-Display (1390 Euro) gestochen scharf in die Frontscheibe projizieren.

BMW 750i xDrive
BMW 750i xDrive Foto: Daniela Loof

Die Sitze im BMW 7er sind exzellent verarbeitet, bieten ausgezeichnete Landstreckentauglichkeit und auch ...

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BMW 750i xDrive Foto: Daniela Loof

... das Platzangebot im Fond fällt üppig aus.

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BMW 750i xDrive Foto: Daniela Loof

Feines Feature: Über den serienmäßigen Display-Schlüssel lässt sich die Klimaanlage regeln und automatisches Ein- und Ausparken steuert der Fahrer ebenfalls mit dem Schlüssel.

BMW 750i xDrive
BMW 750i xDrive Foto: Daniela Loof

Der BMW wirkt trotz seines aktiven Wankausgleichs (optional) und der etwas 
zu leichtgängigen Allrad-Integrallenkung (gegen Aufpreis) schwerfälliger als das Tesla Model S. Dennoch hat der 750i xDrive beim Handling die Nase vorn – aber nur, weil der ...

Tesla Model S P90D
Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

... P90D bereits nach einer halben Runde seine Leistung drastisch reduziert, um die Akkus thermisch nicht zu überlasten. Dennoch: Die sachliche Betrachtung der technischen Daten des Tesla Model S P90D, die ihm 772 PS und 967 Newtonmeter bescheinigen, beschreibt nur unzulänglich, was passiert ...

Tesla Model S P90D
Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

... wenn man mit einem Tritt aufs Pedal die volle Leistung der zwei E-Motoren (vorn: 210 PS; hinten 562 PS) abruft. Der Anfahrwert von null auf Tempo 40 innerhalb einer Sekunde liegt auf Supersportwagen-Niveau.

Tesla Model S P90D
Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

Das Antriebskonzept des Tesla hat auch einen positiven Einfluss auf die Raumausnutzung. Die Elektromotoren liegen direkt an den Achsen, und der riesige 90-kWh-Akku integriert sich in die Bodengruppe. Dadurch ist vorne Platz für einen zusätzlichen Kofferraum (71 Liter).

Tesla Model S P90D
Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

Im einfach zu bedienenden Tesla gibt es fast keine konventionellen Tasten. Sämtliche Funktionen werden beim Model S über den brillanten 17-Zoll-Monitor ...

Tesla Model S P90D
Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

... wie bei einem Tablet angesteuert. Die serienmäßige Online-Anbindung versteht sich bei Tesla von selbst. Auch das Navigationssystem via Google Maps gehört zum Serienumfang. Die Bedienung des riesigen Monitors gelingt allerdings nur ...

Tesla Model S P90D
Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

... im Stand problemlos und sicher. Während der Fahrt lenkt das Führen des Fingers die Konzentration von der Straße ab. Dafür ist teilautonomes Fahren dank neuem Autopilot möglich.

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Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

Die schmalen Sitze bieten leider nur wenig Einstellmöglichkeiten. Platz bietet der Tesla vorne ...

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Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

... wie hinten mehr als genug. Auf Wunsch lässt sich sogar eine dritte, entgegengesetzt zur Fahrtrichtung eingebaute dritte Sitzreihe ordern.

Tesla Model S P90D
Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

Obwohl der Tesla kleiner ist als der BMW, bringt er über 200 Kilo mehr auf die Waage. Dennoch fühlt er sich leichter an. Er lenkt spontan und präzise ein und transportiert eine gute Rückmeldung von der Vorderachse an die Hände des Fahrers.

Tesla Model S P90D
Tesla Model S P90D Foto: Daniela Loof

Der Elektro-Ami ist zwar teurer als der 7er, geht aus dem Kosten-Kapitel trotzdem als Sieger hervor. Das liegt an seinen deutlich besseren Garantiebedingungen und an der unschlagbaren wirtschaftlichen Bilanz seines 772 PS starken Elektroantriebs.

Der neue BMW 750i xDrive fordert das Tesla Model S P90D heraus. Beide interpretieren zeitgemäße Mobilität auf ganz unteschiedliche Weise. Der Vergleichstest zeigt, wer die besseren Antworten hat.

Tesla übt mächtig Druck auf die etablierte deutsche Luxusklasse aus. In den USA, Heimatland der großen Elektro-Limousine, hat Tesla in diesem Jahr bereits fast 19.000 Model S zugelassen. Eine Unterschrift unter den Kaufvertrag für einen BMW 7er leisteten in 2015 bisher nur gut 7000 amerikanische Kunden (2014: 9744). Auch im mittlerweile wichtigsten Markt für den BMW 7er, China, steigen die Model-S-Absätze. Selbst im Elektromobilität-feindlichen Deutschland haben sich bereits in diesem Jahr 1200 Kunden für das Model S entschieden, während BMW rund 2000 7er auf die Straße brachte. Allerdings war das noch die alte Generation, denn der neue 7er ist erst seit gut zwei Wochen im Handel – genau die richtige Zeit also für den ersten Vergleichstest des neuen Tesla Model S P90D gegen den neuen BMW 750i xDrive.

Tesla-Modelle und -Geschichte im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Test: Tesla Model S hängt im Vergleich den BMW 7er ab

Die sachliche Betrachtung der technischen Daten des Tesla Model S P90D, die ihm 772 PS und 967 Newtonmeter bescheinigen, beschreibt nur unzulänglich, was passiert, wenn man mit einem Tritt aufs Pedal die volle Leistung der zwei E-Motoren (vorn: 210 PS; hinten 562 PS) abruft. Wie von einem Katapult geschossen schnalzt der Tesla nach vorn. Beifahrer kreischen und klammern sich an den Sitz. Traktionsverluste? Fehlanzeige. Das Antriebsmanagement bringt die Power punktgenau auf den Asphalt. Der Anfahrwert von null auf Tempo 40 innerhalb einer Sekunde liegt auf Supersportwagen-Niveau. Bereits jetzt liegt der mit 450 PS und 650 Newtonmeter alles andere als schwache BMW über eine halbe Sekunde zurück. Nach 3,6 Sekunden hat der Tesla bereits Landstraßentempo erreicht. Der 750i xDrive benötigt für die gleiche Übung fast eine Sekunde mehr. Im Umfeld der aktuellen Luxuslimousinen mit Verbrennungsmotor hat sich der V8-Biturbo des BMW bereits gegen die Antriebe der S-Klasse, des Audi A8 und des Panamera GTS mit bester Laufkultur und fantastischer Kraftentfaltung eindrucksvoll durchgesetzt. Aber der Elektroantrieb des P90D ist der Kombination des 7er aus V8-Biturbo und derzeit bester Achtstufen-Automatik überlegen.

Mehr zum Thema: Tesla-SUV Model X

BMW-Modellpalette im Video:

Video Platzhalter

300 Kilometer schafft der Tesla P90D

Ohne Verzögerung beantwortet die E-Einheit des Tesla jeden noch so kleinen Leistungsbefehl. Kraft ist immer und überall spontan abrufbar. Keine Schaltvorgänge und nur ein leichtes Surren der E-Motoren demonstrieren einen perfekten Antriebskomfort, wie ihn selbst Zwölfzylinder nicht erreichen. Hinzu kommt, dass das Model S das derzeit einzige E-Auto ist, das über eine akzeptable Reichweite verfügt. Zwar lassen sich die von Tesla angegebenen über 400 Kilometer auf deutschen Straßen kaum realisieren, aber gut 300 Kilometer können sich dennoch sehen lassen. Dass es Tesla zudem geschafft hat, eine eigene Infrastruktur mit E-Tankstellen in Deutschland aufzubauen, ist eine Ohrfeige für die deutsche Politik. Der BMW kennt keine Reichweitenprobleme. Bei einem Testverbrauch von 11,8 Litern reicht der 78-Liter-Tank für 661 Kilometer. Das Antriebskonzept des Tesla hat auch einen positiven Einfluss auf die Raumausnutzung. Die Elektromotoren liegen direkt an den Achsen, und der riesige 90-kWh-Akku integriert sich in die Bodengruppe. Dadurch ist vorne Platz für einen kleinen Kofferraum (71 Liter). Im eleganten Fließheck befindet sich dank vorklappbarer Fondlehne ein riesiges Frachtabteil (745 bis 1645 Liter). Auf Wunsch lässt sich sogar eine dritte, entgegengesetzt zur Fahrtrichtung eingebaute dritte Sitzreihe ordern. Und was bietet der 7er? Lediglich 515 Liter Kofferraum und eine Durchreiche müssen genügen. Dass der Tesla keine Anhänger ziehen darf, spricht allerdings für den BMW, der eine Anhängelast von 2300 Kilogramm aufweist.

Mehr zum Thema: BMW 7er gegen Mercedes S-Klasse

Model S wiegt 200 Kilo mehr als BMW 7er

Erheblich besser fällt beim 7er das Raumangebot für die Passagiere aus. Auch bei der Verarbeitung und der Materialqualität nimmt BMW derzeit eine Führungsposition ein. Das gilt ebenso für die umfangreichere Sicherheitsausstattung und das intuitive Bedienkonzept aus iDrive-Dreh-Drück-Regler, Touchscreen sowie neuer Gestensteuerung. Die Bedienung des Model S gleicht der eines Smartphones und wirft keine Fragen auf – gelingt aber ausschließlich per Touchscreen und nur im Stand problemlos. Im Vergleich zum 7er fehlen dem Tesla zudem einige Sicherheits-Features. Dafür bietet er mit dem neuen Autopiloten eine im Alltag gut nutzbare teilautonome Fahrfunktion. So eindeutig der Tesla das Antriebskapitel für sich entscheidet, so souverän präsentiert sich der 7er in der Komfortwertung. Seine Sitze (Komfortsitzpaket inklusive Massagefunktion) sind nicht nur deutlich größer als die schmalen und eher sportlich geschnittenen Sitze des Tesla, sie bieten auch wesentlich mehr Einstellmög?lichkeiten und damit perfekten Komfort. Auch dort, wo der Tesla die Vorteile des Elektroantriebs ausspielen könnte, nämlich beim Geräuschkomfort, zeigt der 7er, wie viel Arbeit BMW genau hier investiert hat. Aber vor allem beim Federungskomfort spielt die bayerische Limousine in ihrer eigenen  Liga: Sanft und feinfühlig meistert das Luftfederfahrwerk jede noch so üble Piste. Die Luftfederung des Model S agiert zwar ausgesprochen feinfühlig, ist aber im Vergleich zu der des BMW deutlich straffer abgestimmt.

Mehr zum Thema: E-Power, Verbrenner oder Plug-in-Hybrid?

750i xDrive beim Handling vorn

Obwohl der Tesla kleiner ist als der BMW, bringt er über 200 Kilo mehr auf die Waage. Dennoch fühlt er sich leichter an. Er lenkt spontan und präzise ein und transportiert eine gute Rückmeldung von der Vorderachse an die Hände des Fahrers.  Die elektronische Armada von Regelsystemen sowohl für den Antrieb als auch für das Fahrwerk sorgen für ein narrensicheres Fahrverhalten. Der BMW wirkt trotz seines aktiven Wankausgleichs (optional) und der etwas ?zu leichtgängigen Allrad-Integrallenkung (gegen Aufpreis) schwerfälliger. Dennoch hat der 750i xDrive beim Handling die Nase vorn – aber nur, weil der P90D bereits nach einer halben Runde seine Leistung drastisch reduziert, um die Akkus thermisch nicht zu überlasten. Bestnoten verdienen beide Limousinen für ihre Bremsperformance. Lediglich die Kombination aus starker Rekuperationsbremse und bissigen Brembo-Bremszangen des Tesla verlangt viel Eingewöhnung bei der Dosierung des Bremspedals. Das Besondere kostet: Im Fall des Tesla P90D heißt das inklusive aller testrelevanten Extras 125.900 Euro. Der 750i xDrive kommt dagegen auf 116.090 Euro und bietet zudem deutlich mehr Multimedia-Ausstattungsoptionen und den kostenlosen Wartungsservice für die ersten fünf Jahre (bis 100.000 km). Dass der Elektro-Ami dennoch auch dieses Kapitel als Sieger abschließt, liegt an seinen deutlich besseren Garantiebedingungen und an der unschlagbaren wirtschaftlichen Bilanz seines 772 PS starken Elektroantriebs.

Technische DatenBMW 750i xDriveTesla Model S P90D
Zylinder/Vent. pro Zylin.V8/4; Biturbo-
Hubraum4395 cm³-
Leistung
bei
330 kW/450 PS
5500 – 4500 /min
568 kW/772 PS
Max. Drehmoment
bei
650 Nm
1800 – 4500 /min
967 Nm
 
E-Antrieb-2 Asynchronmotoren
Batterie-Li-Io, 90 kWh (brutto), 366V
Getriebe8-Stufen-AutomatikKonstantübersetzung
AntriebAllrad, permanentAllrad, permanent
0 - 100 km/h4,5 s3,6 s
Höchstgeschwindigkeit250 km/h (abgeregelt)250 km/h (abgeregelt)
Grundpreis107.550 Euro118.300 Euro
Platzierung21