50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik

(1/10)
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

Als Inbegriff des deutschen Sportwagenbaus hat Porsche unzählige technische Entwicklungen auf den Weg gebracht und vorangetrieben: vom Boxermotor über den Allradantrieb bis hin zur Karbon-Keramik-Bremse. Das ist die Porsche-Technik der vergangenen 50 Jahre! >> Mehr zum Thema 50 Jahre AUTO ZEITUNG

50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

Porsche 911 (Typ 991): Im 911 Carrera und im Carrera S vom Typ 001 und später im akutellen 992 arbeiten immer noch Sechszylinder-Boxer, aber mit Biturbo-Unterstützung und deutlich mehr Power als im Urtyp.

50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

Porsche 911 (1963): Die Urversion des Elfer hatte bereits die typische Grundform und einen kompakten Sechszylinder-Boxer mit 2,0 Liter Hubraum und 130 PS im flachen Heck.

50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

Doppelkupplungsgetriebe (PDK): Ein Automatik-Getriebe im Elfer? Das galt früher als undenkbar. Mittlerweile ist das schnell, effizient und ohne Zugkraftunterbrechung schaltende Getriebe die erste Wahl für den 911. Eine manuelle Schaltung wird nur noch selten geordert.

50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

Lohner-Porsche: Bereits der 1899 gebaute, elektrisch fahrende Lohner-Porsche, mitentwickelt von Ferdinand Porsche, war ein Allrad-Fahrzeug. Den Antrieb übernahmen die vier E-Motoren in den Rädern.

50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

Der Allradantrieb: Der Allradantrieb im Porsche 911 Turbo (Typ 993) sorgt dafür, dass die Kraft optimal auf die Straße kommt. Von der direkt angetriebenen Hinterachse gelangt die Kraft bei Bedarf über eine Visco-Kupplung an die Vorderachse.

50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

Porsche 911 Carrera S (Typ 992): 

  1. ​​ 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxer, Biturbo, 450 PS
  2. Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK).
  3. Adaptive Dämpfer (PASM).
  4. Elektronisch gesteuerte Hinterachslenkung.
  5. Aktive Wankstabilisierung (Porsche Dynamic Chassis Control, PDCC). 
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

Die Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) brachte Porsche zum ersten Mal im 2000 vorgestellten Porsche 911 Turbo vom Typ 996 (oben) und im 911 GT2. Die ultraleichten und verschleißfesten Karbon-Keramik-Bremsscheiben senken das Gewicht um...

50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

... 20 Kilogramm und haben stets einen konstanten Reibwert. Zu Erkennen ist die PCCB auch bei aktuellen Porsche-Modellen an den gelben Bremssätteln.

50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Foto: Porsche

Für den Cayenne gibt es zudem die Porsche Surface Coated Brake (PSCB). Hier bekommt die Grauguss-Scheibe eine Beschichtungaus Wolframcarbid zur Verbesserung der Verschleißfestigkeit und des Reibungskoeffizienten.

Als Inbegriff des deutschen Sportwagenbaus hat Porsche unzählige technische Entwicklungen auf den Weg gebracht und vorangetrieben: vom Boxermotor über den Allradantrieb bis hin zur Karbon-Keramik-Bremse. Das ist die Porsche-Technik der vergangenen 50 Jahre!

Fünfzig Jahre AUTO ZEITUNG, das bedeutet auch fünf Jahrzehnte freudvoller Erfahrungen mit den Produkten aus dem Hause Porsche. Der Name steht für Erfolg, Qualität und Expertise rund um das Thema Sportwagen – sowohl im zivilen Leben als auch im Rennsport. Und selbst wenn sich mit Cayenne, Macan und Panamera das Portfolio der Marke mittlerweile um attraktive SUV- und Gran Turismo-Modelle erweitert hat, verkörpert der klassische Sportwagen immer noch die Seele von Porsche. Und die ist durch und durch geprägt von effizienter Dynamik. Sportwagen, dafür steht seit mehr als fünf Dekaden die Baureihe 911, die auch in der bereits achten Generation (Typ 992) allein an ihrer typischen Silhouette auf Anhieb als solche zu erkennen ist. Zu den untrennbar mit dem 911 verbundenen inneren Werten zählt natürlich der Sechszylinder-Boxermotor, dem die Stuttgarter durchgängig treu blieben und der heute ein Perfektions- und Leistungsniveau erreicht hat, von dem man vor 50 Jahren nicht mal zu träumen wagte. Mehr zum Thema: 50 Jahre Technik

Adaptive Aerodynamik im Porsche 911 (Typ 992) im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Porsche-Technik im 50-Jahre-Special der AUTO ZEITUNG

Die erste Elfer-Baureihe startete schon 1963 und war auch 1969 noch aktuell, also als die „Deutsche AUTO Zeitung“ mit ihrer ersten Ausgabe erschien. Aus nur zwei Liter Hubraum mobilisierte der luftgekühlte Boxer immerhin gut 130 PS, ab 1967 waren es dann sogar 160 PS bei munteren 6600 Umdrehungen. Von Beginn an bestach der vergleichsweise bescheiden dimensionierte Boxermotor durch seine kompakte Bauweise, die durch die liegende Anordnung der sechs Zylinder nicht nur eine niedrige Schwerpunktlage begünstigte. Die Bauform passte zudem perfekt in das charakteristisch flach auslaufende Heck des 911. Zu den weiteren herausragenden Eigenschaften zählten zudem der kultivierte Lauf, die Drehfreude und der vergleichsweise niedrige Kraftstoffverbrauch. Das hat sich im Grunde bis heute nicht geändert, auch wenn über die Jahre zahlreiche einschneidende Verbesserungen Einzug hielten wie Hubraumvergrößerungen, Turboaufladung (erstmals bereits 1974) und Flüssigkeits- statt Luftkühlung (ab Baureihe 996, 1997) sowie eine variable Ventil- und Ansaugwegsteuerung. Mehr zum Thema: 50 Jahre Ford-Technik

Porsche-Technik: Das PDK-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet schnell und effektiv

Doch nicht nur der Boxermotor selbst – ab 2016 auch als Vierzylinder in den Modellen 718 Boxster und 718 Cayman – erfuhr zahlreiche Verbesserungen. Nach ersten erfolgreichen Versuchen eines sportlichen, adaptiven Automatik-Getriebes (Tiptronic S) folgte 2008 das erste Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) im 911. Das spontan, effektiv und komfortabel schaltende PDK wurde schnell zum Erfolg, was vielleicht auch an der Erfahrung der Entwickler lag, denn diese Technik setzte Porsche bereits 1984 im Rennsport ein. Ein weiterer bis heute unverzichtbarer Technik-Baustein des Elfer ist der Allradantrieb, erstmals eingeführt 1988 im 911 Carrera 4 vom Typ 964. Im Typ 993 (rechts im Bild die Turbo-Version) folgte ab 1994 dann die sogenannte Hang-on-Bauweise mit direkt angetriebener Hinterachse und Visco-Kupplung für den bedarfsgeregelten Kraftabzweig nach vorn. Später kam dann das elektronisch geregelte Porsche Traction Management (PTM), das die Kraft stets optimal verteilt. Heute wird eine Fülle von Fahrwerkssystemen elektronisch kontrolliert, etwa die adaptive Dämpferregelung (PASM), die elektromechanische Lenkunterstützung, die Hinterachslenkung, das Porsche Stability Management, das Porsche Torque Vectoring oder die Wankstabilisierung Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) – und zwar alles ganz im Dienst der Dynamik. Mehr zum Thema: Porsche-Design im 50-Jahre-Special der AUTO ZEITUNG?