15 Millionen Volvo

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Die 15 wichtigsten Volvo

Volvo heißt "ich rolle". Im April 1927 rollte das erste Auto des Ingenieurs Gustaf Larson und des Betriebswirts Assar Gabrielson vom Band. Den ÖV4 (Öppen Vagn, offener Wagen) nannte der Volksmund Jakob. Der Vierzylinder-Motor mit 28 PS brachte den Viersitzer auf 70 km/h Spitze

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Der erste Volvo in Massenproduktion war der PV 444 von – richtig 1944. Das Heck brachte dem 444 und seinem Nachfolger, ...

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...dem 544 den Spitznamen Buckel-Volvo ein. Bis 1965 baute Volvo über 440.000 Buckel, die heute noch gern im historischen Motorsport eingesetzt werden. Legendär: die Motoren mit den Kürzeln B18 und B20

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Erfolgsmodell: Vom 121 mit dem Spitznamen Amazon verkaufte Volvo 670.000 Stück. Die Linie zeichnete Jan Wilsgaard, der dabei sogar nach Italien geschielt haben soll

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Ein rassiger Sportwagen von Volvo? Geht. Roger Moore fuhr als Simon Templar in 60er-Jahre Filmen den P 1800

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Bekannter als das Zweisitzer-Coupé ist der "Schneewittchensarg" mit dem Kürzel ES im Namen. Das Kombi-Coupé zählt zu den Design-Ikonen der Marke

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Aufstieg in die Oberklasse: Unter der Haube des 164 werkelt ein Sechszylinder. Die verlängerte Karosserie und eine üppige Ausstattung positionieren den 164 zusätzlich höher

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Volvo plus Familie gleich Kombi. In den Sechziger- und Siebziger-Jahren war Volvo beinahe allein auf dem Kombi-Markt, zudem gelten die Autos als sicher und robust

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Von 1977 bis 1981 baute Volvo den C 202 Laplander. Motor und Getriebe des in Ungarn gebauten Allrad-Lkw spendete der Volvo 140. Von den 3222 gebauten Laplander leisteten die meisten Militär- oder kommunale Dienste. Rund 900 Mal gab es den L33, der von 1961 bis 1970 gebaut wurde

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Safety Car: Mit dicken Stoßfängern und Knautschzonen startete Volvo in die Siebziger. Der 240 zementierte den Ruf von Volvo, sichere Autos für die Ewigkeit zu bauen und wurde nebenbei zum Dauerläufer

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Verlängerte Volvo waren fester Bestandteil des DDR-Regierungsfuhrparks und des schwedischen Staatsfuhrparks

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Bertone zeichnete 1981 ein Volvo-Coupé. Das Vinyl-Hardtop verleiht dem 262C eine ganz eigene Silhouette. Mit dem 155 PS starken V6 rennt der Zweitürer 190 km/h Spitze

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Beliebt waren und sind Volvos als Kombis, hier mit dem Euro-V6 unter der Haube (2,6 bis 2,8 Liter Hubraum, 125 bis 155 PS)

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Meistens wurde die 200er-Serie als 240 mit Vierzylinder verkauft. 1980 kam sogar ein 155 PS starker Turbo, die Sauger leisteten 97 bis 133 PS. Es gab auch einen Sechszylinder-Diesel von VW, der direkt aus dem Transporter LT übernommen worden war

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Nach 19 Jahren und fast 2,9 Millionen Exemplaren lief 1993 der letzte Volvo 240 vom Band

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Erbe von DAF: Nachdem Volvo DAF übernommen hatte, lief im niederländischen Born der 343 vom Band. Technische Besonderheiten: Transaxle-Fahrwerk (Getriebe an der Hinterachse, Motor vorn) und das stufenlose Riemengetriebe Variomatic

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1986 kam mit dem 480 der erste Volvo mit Frontantrieb auf den Markt. Das Kombi-Coupé diente als technische Basis für die Vier- und Fünftürer 440/460

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Von 1982 bis 1992 baute Volvo die 700er-Reihe. Die ersten beiden Jahre gab es nur Sechszylinder: einen Benziner und einen Turbodiesel von VW, mit dem der 760 GLE in 13 Sekunden von 0-100 km/h beschleunigte. Damals eine echte Ansage für einen Selbstzünder. 1990 löste der 960 den 760 ab, der 740 mit Vierzylinder-Motoren wurde bis 1992 weitergebaut

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Neue Zeiten brachen bei Volvo mit dem 850 an. Zuerst als Limousine erhältlich, war alles neu: Fünfzylinder-Motoren, Frontantrieb und eine neue Designlinie. Ab 1994 gab es zusätzlich zu den Front-Airbags Seitenairbags serienmäßig. Der 2,5-Liter-Fünfzylinder leistete 126 (2.0 10V), 140 (2.5 10V), 170 (2.4 20V) oder 225 PS (T5-Turbo)

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Auf Basis des 850 debütiert 1996 der Volvo C70. Nach der neuen Nomenklatur der Marke steht ein Buchstabe für die Karosserieform (C-Coupé, S=Sedan, V=Versatility), eine zweistellige Zahl für die Rangordnung innerhalb der Modellpalette

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Mit S80, V70 und S60 erneuert Volvo seine Modellpalette. Die Limousinen bekommen eigene, gerade Ziffern, die Kombis ungerade. Technisch teilen sich die drei Baureihen zum Beispiel die Fünfzylinder-Motoren. Lieferbar ist unter anderem ein neuer, Volvo-eigener Fünfzylinder-Diesel, der 136 bis 185 PS leistet

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Mit dem Soft-SUV landet Volvo auf Anhieb einen Erfolg. Der Fünf- bis Siebensitzer mit Fünf- und Sechszylindermotoren kommt vor allem in den USA gut an. Seit 2006 ist auch ein V8 von Yamaha verfügbar, der 315 PS leistet. Der XC90 war 2006 der weltweit meistverkaufte Volvo

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Mit dem C30 ist Volvo wieder in der Kompaktklasse vertreten. Der Kompakte basiert auf Ford Focus-Technik, unterscheidet sich aber mit seiner knapp sitzenden Karosserie und der großen Glasheckklappe von seinen Mitbewerbern

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Nachdem Volvo 1999 von Ford übernommen wurde, bekam der S40 den Focus als technische Basis zugeteilt. Die Benzinmotoren kommen ebenfalls von Ford, Peugeot steuert einen kleinen Vierzylinder-Diesel bei, Volvo baut in die Topmodelle D5 und T5 eigene Fünfzylinder ein

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Die Kombivariante des S40 heißt V50

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Mit jeder Menge Technik von BLIS (Blind Spot Information System) über IDIS (Intelligent Driver Information System) bis zum aktiven Four C-Fahrwerk lässt sich der Kombi V70 ausstatten. Die Fünf- und Sechszylindermotoren leisten zwischen 136 und 285 PS

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Die Abenteurer-Variante des V70 heißt XC70 und kommt serienmäßig mit Allradantrieb. Höhergelegtes Karosserie, Schutzplanken und Bergabfahrhilfe erhöhen die Schlechtwegetauglichkeit. Zur Wahl steht ein Sechszylinder-Benziner (238 PS) und ein Fünfzylinder-Diesel (185 PS)

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Seit 2006 ist die neue Limousine am Markt. Den S80 gibt es mit fünf, sechs und acht Zylindern, Allradantrieb ist bei den stärkeren Motoren serienmäßig

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Jubiläumsmodell: Der 15 millionste Volvo ist ein C70. Das Cabrio mit faltbarem Blechdach bietet Platz für Vier und ist ausschließlich mit Fünfzylinder-Motoren lieferbar (140 bis 230 PS)

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Der XC60, seit 2008 auf dem Markt, ist mit 163 und 185 PS starken Dieselmotoren zu haben. Topmodell ist der 258 PS starke Sechszylinder-Turbo T6

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Im Herbst 2010 kommt der Volvo S 60 auf den Markt

Im schwedischen Werk Uddevalla lief jetzt der 15-millionste Volvo vom Band. Wir zeigen die 15 wichtigsten Volvo vom ersten ÖV 4 bis zum brandneuen XC60. Plus die aktuelle Modellpalette der Schweden

Ein Massenhersteller war Volvo nie und es gibt sicher Kunden, die einen Volvo gerade deswegen kaufen. Denn bis heute gilt die schwedische Marke als Auto für Individualisten.

Auffällig ist, dass fast alle wichtigen Volvo einen Spitznamen tragen – vielleicht liegt es an schütteren Kürzeln aus Zahlen und Buchstaben, die Volvo für seine Modelle verwendet. Das erste Auto das des Ingenieur Gustaf Larson und der Betriebswirt Assar Gabrielson im April 1927 in Göteborg bauten, hieß schlicht ÖV 4. Der Volksmund nannte den Öppen Vagn einfach Jakob. Ähnlich ging es auch dem ersten Volvo aus Massenproduktion, den wenige unter dem Namen PV 444 kennen, sondern schlicht Buckel rufen. Der Spitzname bezieht sich auf das ungewöhnlich steile Heck des Autos, das als PV 544 gern für Rallyes verwendet wurde und wird.

Als Volvo 1956 die von Designer Jan Wilsgaard gestaltete Limousine 121 vorstellt, ist ebenfalls schnell ein Name zur Hand und das Auto fortan als Amazon bekannt. Eine Designikone der Marke ist sicherlich der P 1800 ES. Das Kombi-Coupé stammt von dem sportlichen Zweitürer P 1800 ab, den Roger Moore in Simon Templar-Filmen fuhr. Aufgrund seines großzügig verglasten Hecks bekam dieses Auto den Namen Schneewittchensarg verpasst. 15 Jahre später lässt sich der Niederländer John de Vries für das Design des sportlich ausgerichteten 480 von der gläsernen Heckklappe dieses Volvo-Klassikers inspirieren und verpasst dem ersten Frontantriebs-Volvo eine Hecktür komplett aus Glas. Eine Tradition, die heute der Volvo C30 wieder aufgreift.

Zum Dauerläufer und zum Volvo schlechthin entwickelte sich ab 1974 die 240er-Baureihe, von der in 19 Jahren fast 2,9 Millionen Exemplare vom Band rollten. Während auf dem wichtigsten Export-Markt USA die Limousinen gefragt waren und die Regierungen von Schweden und der DDR um 70 Zentimeter verlängerte Sechszylindermodelle fuhren, orderten deutsche Familienväter, Studienräte und Architekten meist den Kombi. Für eine dritte Alternative sorgte der italienische Designer Bertone, indem er einen Zweitürer mit Vinyl-Hardtop schneiderte und so das Coupé 262C entstehen ließ.

Kurz vor dem Ende der 240er-Volvos folgte ein radikaler Wandel, der bei flüchtigem Hinsehen gar nicht so radikal aussieht. Denn kantig ist auch der Volvo 850, der 1991 präsentiert wird. Gerade Linien sorgen für eine klare Volvo-Identität, doch alles wirkt glatter und moderner. Völlig anders ist die Technik: Es gibt ausschließlich Fünfzylinder-Motoren, wahlweise mit Zwei- oder Vierventiltechnik und obendrauf den 225 PS starken Turbo T5. Die deutlichsten Unterschiede zum 240 mit Standardantrieb (Motor längs, Heckantrieb) finden sich dann im technischen Konzept: Der Motor sitzt quer statt längs im Bug und treibt statt der Hinterachse die Vorderräder an. Ab 1993 gibt es dann auch vom 850 einen Kombi. Ganz neu ist das Side Impact Protection System SIPS, das ab 1994 mit serienmäßigen Seitenairbags ergänzt wird.

Mit der Oberklasse-Limousine S80 führt Volvo die Motor-quer-Frontantriebs-Technologie dann konsequent weiter. Hier packen die Schweden sogar einen Reihen-Sechszylinder quer unter die Haube. Ausgeprägte Schultern und weiche Linien prägen hier zum ersten Mal die Volvo-Linie der späten Neunziger. Der Nachfolger der 850-Limousine heißt nun S60 und wird sportlicher positioniert, der Kombi darf sein steiles Heck behalten und hört auf den Namen V70. Mit dem C70 als Cabrio und Coupé werden schon ab 1996 kinderlose Volvo-Kunden bedient, der höher gelegte XC70 sorgt mit Plastikplanken rundum und Allradantrieb für einen Hauch von Abenteuer im Volvo-Programm.

Im März 1999 – 72 Jahre nach Firmengründung – wird Volvo von der Ford Motor Company übernommen und in die Premier Automotive Group eingegliedert, zusammen mit Land Rover, Aston Martin und Jaguar.

Spätestens mit dem erfolgreichen XC90 müssen Volvo-Vorurteile, die in Richtung kantig wie ein Brotkasten gehen, umgedacht werden. Denn das 2002 eingeführte SUV verkauft sich vor allem in den SUV besser als jedes andere Auto mit dem Eisenzeichen im Kühlergrill. Dass der Volvo Nummer 15.000.000 ein C70 war, braucht da nicht zu irritieren, denn schon der Volvo Nummer 1 war ein offenes Auto.
aof

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