Skoda Yeti, Audi Q3, VW Tiguan, Ford Kuga, Kia Sportage im Vergleich der Kompakt-SUV Asphalt Cowboys

21.01.2014
Inhalt
  1. Karosserie
  2. Fahrkomfort
  3. Motor und Getriebe
  4. Fahrdynamik
  5. Umwelt und Kosten
  6. Fazit

Skoda frischt das Erfolgsmodell Yeti auf und verpasst dem Kompakt-SUV eine neue Front im Familienlook. Kann der Tscheche die Konkurrenz von Audi, Ford, Kia und VW in die Schranken weisen?

Der Skoda Yeti ist für die Tschechen eine einzige Erfolgsstory. Mehr als insgesamt 280.000 Käufer fand das erste SUV in der Firmengeschichte von Skoda seit seinem Debüt 2009. Doch damit nicht genug. Seit diesem Jahr wird der Yeti sogar in einer Version mit verlängertem Radstand in China angeboten – die Tschechen sind also weiter auf Expansionskurs. Und damit der Verkaufserfolg auch hierzulande anhält, erfährt das Kompakt-SUV zur Mitte der Produktionszeit nun ein Facelift. Technisch hat sich dabei nicht allzu viel getan, doch da bestand auch kein wirklicher Bedarf. Dafür verpassten die Designer ihrem Bestseller nun eine neue Frontpartie, die den Yeti auf den ersten Blick als Mitglied der Skoda-Familie entlarvt. Die runden und hoch positionierten Nebelscheinwerfer mussten einem kantigeren Design weichen, statt zuvor milde lächelnd blickt der Yeti nun recht grimmig drein. Ob sich die Konkurrenten Audi Q3, Ford Kuga, Kia Sportage und VW Tiguan davon beeindrucken lassen? Wohl kaum. Welcher der fünf Kompakt-SUV mit beliebtem Zweiliter-Diesel unter der Haube am Ende die Nase vorn hat, klärt der Vergleichstest.

 

Karosserie

Zu den wichtigsten Eigenschaften, die die Kunden von einem Kompakt-SUV erwarten, zählen dessen Talente als Transportfahrzeug für Mensch und Material. In dieser Beziehung spielt der Skoda Yeti in einer ganz eigenen Liga. Kein anderes Fahrzeug im Segment kann es mit der scheinbar grenzenlosen Variabilität des nur 4,22 Meter langen Tschechen aufnehmen. Großen Anteil daran hat seine serienmäßig dreiteilige, längs verschiebbare Rücksitzbank, deren einzelne Elemente sich mit wenigen Handgriffen ganz einfach ausbauen lassen. Dadurch vergrößert sich nicht nur der im Normalzustand nur 405 Liter fassende – und damit kleinste Kofferraum im Testfeld – bis auf 1760 Liter. Zur weiteren Steigerung der Transporttalente lässt sich optional zudem die Lehne des Beifahrersitzes umklappen (80 Euro ab Ausstattung Ambition). Gleiches bieten der Audi Q3 (150 Euro) und der VW Tiguan (Serie, außer in Basisausstattung Trend & Fund) allerdings auch.

Die flexible Rücksitzbank des Skoda Yeti erlaubt obendrein die Konfiguration mit nur zwei Einzelsitzen, die sich zudem noch seitlich leicht verschieben lassen und so den beiden Fondpassagieren auf Wunsch mehr Platz bieten.

Das insgesamt großzügigste Raumangebot bietet aber der VW Tiguan. Über einen Mangel an Ellbogen-, Kopf- oder Schulterfreiheit kann man sich weder auf den Vordersitzen noch auf der Rückbank beklagen, die ab Werk ebenfalls in Längsrichtung verschiebbar ist. Punkte verliert der VW aber wegen seines weit in den Innenraum ragenden Armaturenträgers, der gemeinsam mit der breiten Mittelkonsole die Beinfreiheit von Fahrer und Beifahrer etwas einschränkt. Den wenigsten Raum finden die Insassen im Audi Q3 vor. Dies liegt neben der vergleichsweise geringen Innenbreite vor allem an der begrenzten Kopffreiheit hinten durch den seitlich eingezogenen Dachverlauf.

Wer sein Fahrzeug auch als Zugfahrzeug einsetzen möchte, ist mit den allradgetriebenen SUV gut beraten. Am meisten Last darf der Tiguan mit bis zu 2200 Kilogramm an den Haken nehmen, wohingegen es der Q3 bei 1,8 Tonnen bewenden lassen muss.

Im Gegenzug glänzt der Audi mit einer nahezu perfekten Material- und Verarbeitungsqualität, die sich in Details wie dem Ladekantenschutz aus Edelstahl zeigt. Diesem Premiumanspruch kann am ehesten noch der VW folgen, der im direkten Vergleich aber unter anderem wegen der hinteren Türverkleidungen aus Hartplastik etwas an Boden verliert. Ford, Skoda und Kia fallen nicht zuletzt wegen ihrer weniger hochwertig wirkenden Materialien etwas weiter ab.

Der Kuga punktet dafür nicht nur mit dem Komfortfeature der elektrisch betätigten Kofferraumklappe (370 bzw. 575 Euro mit berührungslosem Öffnen), sondern auch mit der üppigsten Sicherheitsausstattung. Er lässt sich beispielsweise mit einem Notbremsassistenten (350 Euro) ausrüsten, der zur Verhinderung von Auffahrunfällen bis 15 km/h automatisch bremst und bis 30 km/h den Fahrer warnt. Einen Abstandsregeltempomaten (980 Euro ab Ausstattung Titanium) oder einen Notruf-Assistenten (ab 350 Euro, in Audiosystem integriert) bietet ebenfalls kein anderer Kandidat.

Während sich auch Q3 und Tiguan weitgehend mit den gängigsten Assistenzsystemen wie Spurhalte- und Spurwechsel- (Audi) oder Fernlichtassistent ausrüsten lassen, stehen derartige praktische Helfer für Kia und Skoda nicht zur Verfügung. Weitere Punkte büßt der Koreaner in puncto Übersichtlichkeit ein. Zur Seite und nach hinten behindern die schmalen Fensterausschnitte und die breite C-Säule die Sicht, nach vorn erschweren die weit oben angebrachten Scheibenwischer und die steil abfallende Motorhaube das Abschätzen der Fahrzeugdimensionen. Parksensoren rundum (590 Euro) sind daher ein empfehlenswertes Ausstattungsdetail, die es aber ausschließlich für die Topausstattung Spirit (5660 Euro) gibt. Der Yeti entschädigt dagegen mit serienmäßigen Nebelscheinwerfern und Reifenpannenanzeige.

KarosserieMax. PunkteSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Audi Q3 2.0 TDI quattroVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BlueMotion TechnologyFord Kuga 2.0 TDCI 4x4Kia Sportage 2.0 CRDi AWD
Raumangebot vorn1007066746870
Raumangebot hinten1006461676262
Übersichtlichkeit705649535342
Bedienung/ Funktion1008886888486
Kofferraumvolumen1004244475044
Variabilität1005633363328
Zuladung/ Anhängelast804041474142
Sicherheit1507473767855
Qualität/ Verarbeitung200172183179174170
Kapitelbewertung1000662636667643599

 

Fahrkomfort

Für die Komfortsuchenden unter den Kompakt-SUV-Freunden führt nach wie vor kein Weg am Tiguan vorbei. Der Niedersachse zeigt sich in allen relevanten Testkriterien in absoluter Bestform. Seine außer in der Basisausstattung Trend & Fun serienmäßigen und großzügig dimensionierten Sportsitze umschmeicheln Fahrer und Beifahrer mit perfekter Rückenunterstützung und vorbildlichem Seitenhalt. Auch die Qualität der Rücksitzbankpolsterung sucht ihresgleichen.

Als einziger im Test mit adaptiven Dämpfern (1115 Euro) ausgestattet, gleicht der VW Fahrbahnunebenheiten souverän aus. Ob lange Wellen oder kurze Stöße: Bereits in der „Normal“-Einstellung bekommen die Insassen von der Untergrundbeschaffenheit nur wenig mit. Wird der „Comfort“-Modus gewählt, spricht die Federung nochmals feinfühliger an. Abgerundet wird das Erste-Klasse-Gefühl an Bord durch den exzellenten Akustikkomfort und den ergonomisch gestalteten Innenraum mit zahlreichen Fächern und Ablagen, sodass der Kapitelsieg des Wolfsburgers recht deutlich ausfällt. Beim Kampf um Platz zwei liefern sich der Audi Q3 und der Skoda Yeti ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Während im Bayern Fahrer und Beifahrer etwas komfortabler sitzen, haben es die Fondpassagiere des Tschechen etwas kommoder. Den Ausschlag zugunsten des Audi gibt schließlich dessen gelungenere Feder-Dämpfer-Abstimmung. Seine sportlich straffe, aber nicht übertrieben harte Ausrichtung bietet einen ausgewogeneren Federungskomfort. Der Skoda präsentiert sich etwas steifbeiniger, sein Fahrwerk spricht auf Stöße weniger feinfühlig an. Die straff gedämpfte Hinterachse verdaut Unebenheiten im unbeladenen Zustand teils nur mäßig.

Ford Kuga und Kia Sportage können beim Fahrkomfort nicht ganz mithalten. Bei den Sitzen gerät der Sportage nicht zuletzt wegen der zu weichen Polsterung ins Hintertreffen. Hinzu kommen das kleiner dimensionierte vordere Gestühl und die fehlende Konturierung der Rücksitzlehne. Dafür entschädigt der Kia mit einem ordentlichen Geräuschkomfort. Der Ford hingegen erweist sich als der lauteste Testteilnehmer. Vor allem die Windgeräusche aus dem Bereich der A-Säule und der Außenspiegel sowie die deutlich vernehmbaren Abrollgeräusche trüben das Wohlbefinden an Bord.

Entscheidend ins Hintertreffen gerät der Kuga beim Federungskomfort. Dabei ist der Kölner nicht zuletzt wegen der optionalen Niederquerschnittsreifen im 19-Zoll-Format im Nachteil, die die zweifellos vorhandenen Federungsqualitäten seines ansonsten ausgewogen abgestimmten Fahrwerks aufzehren. Fahrbahnunebenheiten jedweder Art dringen überraschend ungefiltert durch. Der Kia ist zwar vor allem beladen sehr bockig an der Hinterachse, geht aber dank seiner nur 225 Millimeter breiten Reifen mit 60-prozentigem Querschnitt insgesamt doch etwas sanfter mit seinen Passagieren um als der Ford.

FahrkomfortMax. PunkteSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Audi Q3 2.0 TDI quattroVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BlueMotion TechnologyFord Kuga 2.0 TDCI 4x4Kia Sportage 2.0 CRDi AWD
Sitzkomfort vorn150118122125120112
Sitzkomfort hinten1007069726765
Ergonomie150132127135130129
Innengeräusche503432402838
Geräuscheindruck1006769706567
Klimatisierung503332323332
Federung leer200134136146130134
Federung beladen200132134139130129
Kapitelbewertung1000720721759703706

 

Motor und Getriebe

Aus zwei Liter Hubraum schöpfen die Turbodiesel zwischen 136 und 140 PS, beim maximalen Drehmoment herrscht mit 320 Newtonmetern sogar durchgängig Einigkeit zwischen den fünf SUV. Der 2.0 TDI generiert in den Modellen des Volkswagen-Konzerns absolut ausreichende Fahrleistungen – kein Wunder, immerhin dient der Motor selbst in der Oberklasse-Limousine Audi A6 als Antrieb und macht dort keinesfalls eine schlechte Figur. Im Audi Q3 sorgt der Selbstzünder für die beste Performance im Feld. Mit 9,3 Sekunden für den Standardsprint auf Tempo 100, den nach dem Kia zweitbesten Elastizitätswerten sowie der höchsten Endgeschwindigkeit von 197 km/h bei gleichzeitig dem niedrigsten Testverbrauch von 6,8 Litern geht der Kapitelsieg eindeutig nach Ingolstadt. Den Skoda Yeti treibt der Selbstzünder ebenfalls munter voran, während er im rund 100 Kilogramm schwereren VW Tiguan mit dem zusätzlichen Gewicht etwas stärker zu kämpfen hat.

Der 2.0 CRDi-Motor des Kia genehmigt sich auf der Verbrauchsrunde mit 7,2 l/100 km etwas mehr – trotzdem landet er noch vor dem Kuga, durch dessen Einspritzdüsen mit durchschnittlich 7,5 Litern der meiste Kraftstoff fließt. Damit liegen der Kia und der Ford auch bei der Reichweite mit rund 800 km am Ende des Felds, während der sparsamere Q3 mit einer Tankfüllung bis zu 941 km weit kommt.

Dafür entschädigt der Kia-Diesel mit seinem kraftvollen Antritt besonders im unteren Drehzahlbereich. Bei höheren Touren wirkt er – ebenso wie der TDCi-Motor im Kuga – etwas angestrengter als die TDI-Motoren, die bei Bedarf bis an die 5000er-Grenze drehen.

Alle fünf Triebwerke sind ab Werk an eine manuelle Sechsgang-Schaltbox gekoppelt. Mit Ausnahme des Kia, dessen Getriebe mitunter leicht hakelig arbeitet, gehen die Gangwechsel in den SUV spielerisch von der Hand. Am meisten Freude bereitet der Griff zum Schalthebel dabei im Kuga, dessen Gänge sich vorbildlich exakt wechseln lassen.

Motor und GetriebeMax. PunkteSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Audi Q3 2.0 TDI quattroVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BlueMotion TechnologyFord Kuga 2.0 TDCI 4x4Kia Sportage 2.0 CRDi AWD
Beschleunigung150102103979299
Elastizität1007073686877
Höchstgeschwindigkeit1504651464439
Getriebeabstufung1008282828379
Kraftentfaltung503435343436
Laufkultur1006668696668
Verbrauch325251253249239245
Reichweite251719161515
Kapitelbewertung1000668684661641658

 

Fahrdynamik

Wer auf den traktionsfördernden Allradantrieb verzichten möchte, kann die fünf SUV auch als Fronttriebler ordern – mit entsprechenden Vorteilen bei Preis sowie Spritverbrauch. Zum Vergleichstest treten die Bordstein-Kraxler jedoch mit den optionalen Allradsystemen an. Traktionsprobleme sind für die fünf im Alltag daher ein Fremdwort, und auch die Fahrsicherheit protfitiert von den vier angetriebenen Rädern. Die beste Vorstellung liefert dabei der Audi Q3 ab. Er fährt sich nicht nur subjektiv am agilsten und bereitet am meisten Spaß, auch objektiv liegt er in allen fahrdynamischen Messungen vorn. Der Ingolstädter besticht dabei mit der größten Agilität, gleichzeitig fährt er sich frei von jeder Tücke. Den Tanz durch den 180-Meter-Slalom absolviert er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 65,5 km/h – ein mehr als beachtlicher Wert für ein zumindest leicht hochbeiniges SUV. Auch bei den Bremsmessungen liefert der Q3 Bestwerte: Mit kalten Stoppern steht der Ingolstädter nach 35,3 Metern aus Tempo 100, nach der zehnten Bremsung weist das Messinstrument sogar 34,6 Meter aus. Doch auch die anderen verzögern nachdrücklich und sehr standfest, nur der Kia bremst mit 37,3 (kalt) beziehungsweise 37,8 Metern (warm) nicht ganz so energisch wie seine Konkurrenten.

Der Skoda Yeti bleibt dem Audi fahrdynamisch dicht auf den Fersen und profitiert dabei ebenso wie der Q3 vom vergleichsweise geringen Fahrzeuggewicht sowie der recht straff geratenen Fahrwerksabstimmung. Im Grenzbereich schiebt der Tscheche erst spät über die Vorderräder, bei provozierten Lastwechseln drängt er wie der Audi sanft und gut beherrschbar mit dem Heck nach außen, ehe das Stabilitätssystem die Fuhre wieder auf Kurs bringt, falls der Fahrer es übertreibt. Der mehr in Richtung Komfort getrimmte Tiguan wirkt im direkten Vergleich trotz des optionalen Dämpfersystems inklusive Sport-Modus etwas behäbiger und setzt Lenkbefehle nicht ganz so direkt um wie seine beiden Konzernbrüder. Dafür punktet er mit einer nahezu unerschütterlichen Fahrsicherheit und stoischem Geradeauslauf.

Der Kuga zählt Ford-typisch zu den fahrdynamischeren Vertretern seiner Art und profitiert zudem von der üppigen Optionsbereifung im Format 235/45 R 19. Somit gerüstet, muss er sich bei der Hatz nach der besten Rundenzeit auf dem Handlingkurs nur dem Q3 geschlagen geben. Das agile Handling, die gefühlvolle und direkte Lenkung sowie das sehr berechenbare Fahrverhalten lassen den Kölner emsig Punkte sammeln, während der Kia Sportage viele Zähler liegen lässt. Nicht nur die gemessenen Zeiten kristallisieren den Koreaner als wenig fahraktiv heraus, auch gefühlt liegt er spürbar hinter den vier Rivalen. Verantwortlich dafür ist neben der recht gefühllosen Servolenkung vor allem die ausgeprägte Tendenz zum Schieben über die Vorderräder, die den Koreaner sowohl bei der Fahrt durch den Slalomparcours als auch auf dem Handlingkurs spürbar einbremst. Abgesehen davon zeigt sich der Kia fahrsicher und glänzt im Alltag mit einem kleinen Wendekreis von knapp unter elf Metern. Diesen Wert kann nur noch der Skoda Yeti unterbieten (links/rechts: 10,4/10,4 m). Am schweißtreibendsten erweisen sich Wendemanöver im Audi Q3, der mit 12,0/11,6 Metern am meisten Platz für die 180-Grad-Kehrtwende benötigt.

FahrdynamikMax. PunkteSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Audi Q3 2.0 TDI quattroVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BlueMotion TechnologyFord Kuga 2.0 TDCI 4x4Kia Sportage 2.0 CRDi AWD
Handling1505256495340
Slalom1006468544840
Lenkung1008484828372
Geradeauslauf504040413938
Bremsdosierung301718181816
Bremsweg kalt1508997828677
Bremsweg warm150102104909673
Traktion1008788888687
Fahrsicherheit150138138136136128
Wendekreis20169101013
Kapitelbewertung1000689702650655584

 

Umwelt und Kosten

Mit einem Grundpreis von 25.600 Euro stellt der Kia Sportage das mit Abstand günstigste Angebot dar. Er schlägt mit immerhin mehr als 2500 Euro weniger zu Buche als der Skoda Yeti, der den zweitniedrigsten Einstiegspreis aufweist. Beide überzeugen dennoch mit einer umfangreichen Serienausstattung, die unter anderem Leichtmetallfelgen umfasst. Der Kia verfügt als einziger ab Werk über einen USB- und iPod-Anschluss, bietet ansonsten allerdings nicht so viele Multimedia-Optionen wie Skoda, VW und vor allem der Audi.

Herausragend sind hingegen die Garantieleistungen des Koreaners, die letztlich den souveränen Kapitelsieg vor dem Skoda besiegeln: Kia bietet sieben Jahre (oder 150.000 km) Neuwagengarantie, während die anderen vier Hersteller nur jeweils Versprechen über zwei Jahre abgeben. Und auch die fünfjährige Lackgarantie ist aller Ehren wert. Audi, Skoda und VW offerieren nur drei, Ford sogar nur zwei Jahre. Nicht zuletzt wegen seiner im Vergleich herausragenden Garantieleistungen gewinnt der Sportage das Kostenkapitel souverän vor dem Skoda.

Auch der Ford Kuga bleibt bei den Anschaffungskosten noch knapp unter der 30.000-Euro-Marke. Diese überspringt er jedoch, wenn bei ihm Leichtmetallfelgen geordert werden, die bei den vier anderen serienmäßig sind. Im Gegensatz zu den vielen verfügbaren Sicherheits-Features präsentiert sich das Multimedia-Angebot für den Ford recht überschaubar. Hinzu kommen die höchsten Werkstattkosten, sodass dem Kölner in dieser Kapitelwertung nur der letzte Platz bleibt.

Knapp vor dem Ford Kuga rangieren der VW Tiguan und der Audi Q3. Beide gleichen ihre höchsten Grundpreise mit umfangreichen Serien- und vielfältigen Multimedia-Ausstattungen zumindest teilweise wieder aus. Darüber hinaus strapazieren Tiguan und Q3 gemeinsam mit dem Skoda Yeti in puncto Werkstatt- und Wartungskosten das Budget ihrer Besitzer am wenigsten.

Kosten/UmweltMax. PunkteSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Audi Q3 2.0 TDI quattroVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BlueMotion TechnologyFord Kuga 2.0 TDCI 4x4Kia Sportage 2.0 CRDi AWD
Bewerteter Preis675210182178189213
Wertverlust502119191921
Ausstattung252223231823
Multimedia502325241818
Garantie/Gewährleistung502828282745
Werkstattkosten201616161314
Steuer1077777
Versicherung403736353434
Kraftstoff554142414040
Emissionswerte252122212121
Kapitelbewertung1000426400392386436

 

Fazit

Wenn das mal kein gelungener Einstand für den frisch überarbeiteten Skoda Yeti ist. Er kann sich im ersten Kräftemessen auf Anhieb gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Verantwortlich für den Sieg sind die tolle Variabilität, die beispielhafte Raumökonomie, der kräftige, sparsame TDI-Motor sowie die gute Kostenbilanz.

Nur knapp dahinter folgt der Audi Q3. Er glänzt mit dem hochwertigsten Interieur, der besten Fahrdynamik und den besten Fahrleistungen bei niedrigstem Verbrauch, bietet allerdings am wenigsten Platz und ist in der Anschaffung am teuersten.

Platz drei geht an den ausgewogenen und geräumigen VW Tiguan, der den Fokus mehr auf den Komfort als die Fahrdynamik legt.

Vierter wird der fahragile Ford Kuga, der zwar mit seiner umfangreichen Sicherheitsausstattung überzeugt, aber bei Komfort und Antrieb hinten liegt.

Auf Platz fünf rangiert der preiswerte und mit umfangreicher Garantieleistung ausgestattete Kia Sportage, der sonst nur wenig Glanzpunkte setzen kann.

Gesamtbewertung

Max. PunkteSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Audi Q3 2.0 TDI quattroVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BlueMotion TechnologyFord Kuga 2.0 TDCI 4x4Kia Sportage 2.0 CRDi AWD
Summe500031653143312930282983
Platzierung12345

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