Aktueller Benzinpreis im Februar 2017 Bundesländer im Benzinpreis-Vergleich

von AUTO ZEITUNG 13.03.2017
Aktueller Benzinpreis
Aktueller Benzinpreis im Februar 2017 © ADAC
Inhalt
  1. Bundesländer im Benzinpreis-Vergleich
  2. Benzinpreis aktuell: Kartellamt rät zum Vergleich
  3. Benzinpreis im März 2017
  4. Neues Konzept: Flexible Sprit-Steuer?
  5. Diesel-Subvention auf der Kippe?

Der aktuelle Diesel- und Benzinpreis im März 2017 im Vergleich der Bundesländer zeigt, dass die Norddeutschen am billigsten tanken. Die Untersuchung durch den ADAC macht einmal mehr deutlich, dass der Preisvergleich bares Geld sparen kann. 

Die Autofahrer in den meisten norddeutschen Bundesländern können sich beim Tanken im März 2017 über vergleichsweise niedrige Preise freuen. Am meisten lohnt sich der Besuch an der Zapfsäule in Mecklenburg-Vorpommern und Bremen, am teuersten ist Sprit im Saarland und in Baden-Württemberg. Wie die aktuelle ADAC-Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, belaufen sich die Preisunterschiede zwischen den teuersten und günstigsten Ländern bei Benzin auf 3,7 Cent, bei Diesel auf 4,1 Cent je Liter. Günstigstes Tankland für die Fahrer von Benziner-Pkw ist Bremen mit einem Durchschnittspreis von 1,311 Euro je Liter Super E10. Am teuersten ist der Otto-Kraftstoff im März 2017 im Saarland mit 1,348 Euro. Beim Diesel kommen die Autofahrer in Mecklenburg-Vorpommern in den Genuss der niedrigsten Kraftstoffpreise: Ein Liter kostet hier 1,140 Euro. Demgegenüber muss man in Baden-Württemberg mit 1,181 Euro deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für die Untersuchung hat der ADAC am heutigen Freitag um 11 Uhr die aktuellen Preise aller rund 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet. Die ermittelten Durchschnittswerte stellen eine Momentaufnahme dar und machen deutlich, wie groß zum Teil die regionalen Preisunterschiede sind. Zudem zeigt das Beispiel Bremen, dass der Kraftstoffmarkt ständig in Bewegung ist. Waren die Kraftstoffpreise in der Hansestadt bei der letzten Untersuchung im Februar 2017 noch mit am höchsten, ist Benzin in Bremen im März 2017 am günstigsten.

Benzinpreis im Vergleich
Benzinpreis-Vergleich im März 2017 © ADAC
 

Bundesländer im Benzinpreis-Vergleich

Noch Anfang Februar 2017 kam der Jahresbericht der Marktransparenzstelle Kraftstoffe beim Bundeskartellamt zum Ergebnis, dass die Diesel- und Benzinpreise an den Tankstellen auch weiterhin stark schwanken  innerhalb einer Stadt und eines Tages um bis zu 30 Cent pro Liter. Kartellamtschef Andreas Mundt rät deshalb zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt laut Mitteilung. Zwischen 18 und 20 Uhr sei der Benzin- und Dieselpreis im Schnitt am günstigsten, nachts am teuersten. Die Preise zu vergleichen lohnt sich doppelt, schließlich sind die Kraftstoffpreise in Deutschland auch im Januar 2017 weiter gestiegen. Beide Sorten, Benzin und Diesel, waren im Monatsmittel teurer als in jedem Monat des vergangenen Jahres. Dabei ermittelt der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle, so verzeichnet zum Beispiel das Bundesland Sachsen im Februar 2017 den teuersten Benzinpreis, während im Nachbarland Sachsen-Anhalt der deutschlandweit günstigste Durchschnittspreis für Super E10 errechnet wird.

In diesen Bundesländern tankt man am günstigsten und teuersten (Video):

 
 

Benzinpreis aktuell: Kartellamt rät zum Vergleich

Wie eine ADAC-Auswertung zeigt, mussten die Autofahrer im Januar 2017 für einen Liter Super E10 im Schnitt 1,368 Euro bezahlen. Ein Liter Diesel kostete über den Monat gesehen 1,190 Euro. Zum Vergleich: Der Dezember 2016 war mit Durchschnittspreisen von 1,345 Euro für Super E10 und 1,175 Euro für Diesel der teuerste Tankmonat des vergangenen Jahres. Teuerster Tag im Januar war der Neujahrstag. So kostete ein Liter Super E10 am 1. Januar 1,396 Euro. Am selben Tag erklomm auch der Dieselpreis mit 1,226 Euro bereits seinen Monatshöchststand. Der günstigste Tag war der 26. Januar: Ein Liter Super E10 kostete 1,356 Euro und damit vier Cent weniger als am Neujahrstag. Der Dieselpreis lag im Tagesmittel bei 1,171 Euro - 5,5 Cent weniger als am 1. Januar. Aktuell müssen die Autofahrer für einen Liter Super E10 im Schnitt 1,362 Euro bezahlen, für Diesel 1,180 Euro. Damit ist laut ADAC beim Benzinpreis im Vergleich zu Ende Januar keine Veränderung feststellbar, der Dieselpreis ist um 0,2 Cent gestiegen.

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Benzinpreis im März 2017

Wie der Trend für das Jahr 2017 aussieht, hängt Steffen Bock, Geschäftsführer von clever-tanken.de, zufolge von verschiedenen Faktoren ab: "Die Ölpreise haben zum Jahresende so stark angezogen wie seit 2009 nicht mehr. Hauptgrund dafür ist die Einigung des Opec-Kartells Ende November darüber, die Fördermengen erstmals seit 2008 zu drosseln und damit der Ölschwemme auf dem Weltmarkt zu begegnen. [Aber] wenn die USA weiterhin Fracking betreiben, der Iran mit seinem Öl auf den Weltmarkt drängt, die Weltwirtschaft abflaut oder die Opec-Staaten ihre eigenen Abmachungen doch nicht einhalten, wird der Preis auch wieder unter Druck kommen." Schon Ende November 2016 zeigten sich die Tendenzen zu steigenden Spritpreisen. Schließlich haben sich die Öl-fördernden Staaten (Opec) haben sich dazu durchgerungen, die Öl-Förderung zu kürzen. Mit der Entscheidung will das Ölkartell bis Juni 2017 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag weniger produzieren. Das neue Opec-Limit soll bei 32,5 Millionen Barrel täglich liegen. Ein Überangebot hat die Preise für Öl seit 2014 gedrückt. Seitdem kämpfte das Opec-Kartell mit geringeren Einnahmen. Welche Bedeutung die Förderkürzung für die Benzin-, Diesel- und Heizölpreise hat, ist noch unklar. Doch schon vor der offiziellen Verkündung waren die Ölpreise stark angestiegen. Der Anstieg betrug am Mittwoch bereits zeitweise fast neun Prozent. Bis kurz vor der Opec-Sitzung schien eine Einigung auf wackligen Füßen zu stehen. Mehrere vorbereitende Treffen waren ohne Durchbruch verlaufen.

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Neues Konzept: Flexible Sprit-Steuer?

Deutschlands Politiker denken über eine flexiblen Sprit-Steuer nach: Das Prinzip hinter dem neuen Konzept für Abgaben an den Staat ist dabei denkbar einfach, könnte aber auch dafür sorgen, dass fallende Benzinpreise der Vergangenheit angehören. Bisher wurde Kraftstoff bei günstigeren Rohölpreisen ebenfalls billiger. Die Verbraucher hatten also einen Vorteil von niedrigen Ölpreisen. Ohne die flexible Sprit-Steuer werden sinkende Rohölkosten nicht mehr an den Verbraucher weitergegeben, da die neue Steuer den Preisverfall kompensiert. Im Klartext heißt das: Der Ölpreis könnte noch so stark variieren, der Benzinpreis bliebe stabil. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel steht hinter dem Vorschlag, schließlich könnten steigende Rohölpreise ebenfalls ausgeglichen werden. Verkehrsminister Alexander Dobrindt positioniert sich allerdings eher dagegen, da er in der Idee lediglich eine Steuererhöhung sehe. Bisher ist die flexible Sprit-Steuer ohnehin nur eine Idee, die auf keinem fundierten Konzept ruht. Momentan ist in den Benzinpreisen bereits eine Steuer von 65,45 Cent eingerechnet, bei Diesel sind es 47,04 Cent. Wann eine sogenannte "atmende Steuer" tatsächlich auf die Agenda rückt, kann noch nicht gesagt werden. Die Politiker sehen darin jedoch eine Möglichkeit, den Energieverbrauch zu senken.

Flexible Sprit-Steuer als Lösung schwankender Benzinpreise (Video):

 

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Diesel-Subvention auf der Kippe?

Nach dem von VW ausgelösten Abgas-Skandal planen die Umweltminister einiger Bundesländer, die Steuer auf Diesel auf das Niveau der Benzinsteuer anzuheben. Die Preisvorteile sollen dabei schrittweise abgebaut werden, fordern die Minister aus Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Hessen und Niedersachsen in einem Beschlussvorschlag für die Sonder-Umweltministerkonferenz anlässlich der Abgas-Affäre. Die Beschlussvorlage der fünf Bundesländer appelliert außerdem an den Bund, Autos unter realen Bedingungen – also auf der Straße fahrend – erneut zu testen. Damit soll sichergestellt werden, dass die geltenden Emissionsbegrenzungen eingehalten werden. Die dadurch entstehenden Kosten hätten die Auto-Hersteller zu tragen. Ebenso soll die Kontrolle über Abgasprüfungen zukünftig nicht mehr durch das Kraftfahrtbundesamt erfolgen, sondern diese Kompetenz zum Umweltbundesamt wandern. Autobauer müssten sich dann höchstwahrscheinlich auf deutlich schärfere Kontrollen einstellen. Aus Bayern (BMW, Audi) und Baden-Württemberg (Mercedes, Porsche) fehlen die Unterschriften der entsprechenden Ressortchefs. Alle vier Autobauer haben einen hohen Anteil an produzierten Diesel-Fahrzeugen in ihrer Flotte. Die schweren Limousinen haben dank üppiger Motorisierung und hohem Gewicht eine entsprechend anspruchsvollen Umwelt- und Schadstoffbilanz. Pikant: Niedersachsen, in dem jeder fünfte Job des VW-Konzerns beheimatet ist, stützt die Beschlussvorlage für das Aus der Diesel-Steuersubventionen. Das Bundesland forderte den Bund auf, darzulegen, wie eine solche stufenweise Reduktion der Dieselsubvention funktionieren könnte und in welchem Zeitrahmen dies zu geschehen hätte. Ein Greenpeace-Sprecher nannte die Vorschläge eine "schallende Ohrfeige" für Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und warf diesem vor, die Aufklärung des Diesel-Skandals zu verschleppen.

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