Aktueller Benzinpreis im Juli 2017 Günstiger Spritpreis zu den Ferien

von AUTO ZEITUNG 03.07.2017
Kraftstoffpreise in Deutschland
Aktueller Benzin- und Dieselpreis © ADAC
Inhalt
  1. Der aktuelle Benzinpreis im Juli 2017
  2. Der aktuelle Benzinpreis in Europa (EU)
  3. Benzinpreis im Jahrestrend 2017
  4. Neues Konzept: Flexible Sprit-Steuer?
  5. Diesel-Subvention auf der Kippe?

Der aktuellen Benzinpreis lassen Gutes für die Sommerferien und Juli 2017 erwarten, denn der Kraftstoffpreis hält seine leicht fallende Tendenz. Autofahrer können durch einen intensivem Preisvergleich an der Zapfsäule bares Geld sparen.

Laut ADAC sind die aktuellen Benzin- und Dieselpreise so günstig wie seit Monaten nicht. Die seit April anhaltende Preissenkung wird sich wohl auch weiter zu Beginn der Sommerferien im Juli 2017 fortsetzen. Grund dafür ist der verstärkte Wettbewerb auf dem Ölmarkt: "Den weiter sinkenden Preisen an den Zapfsäulen geht der weiter leicht gesunkene Rohölpreis voran", erklärt der ADAC. So sind die Kosten für einen Liter Super E10 in den letzten acht Wochen im Schnitt um fünf Cent gesunken und liegen jetzt bei 1,325 Euro. Ein Liter Diesel kostet mit 1,115 Euro sogar sieben Cent weniger als zuvor. So konnten die Autofahrer im Vormonat so günstig tanken wie noch in keinem anderen Monat in diesem Jahr. Teuerster Tag im Juni war der 4. Monatstag: Ein Liter Super E10 kostete 1,351 Euro, ein Liter Diesel 1,145 Euro. Verantwortlich für die rückläufige Preisentwicklung an den Zapfsäulen sind der gefallene Ölpreis und der im Jahresverlauf stärker notierende Euro. Aber nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa profitiert von den niedrigen Preisen für Rohöl. Gerade Urlauber dürften sich glücklich schätzen, denn der Preisverfall trotzt der Tendenz der Tankstellenbetreiber die Spritpreise zum Juli 2017 und den Sommerferien anzuziehen. Trotz der sich leicht erholenden Kraftstoffpreise gilt: Wer am Wochenende zusätzlich sparen möchte, sollte möglichst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend die Zapfsäule benutzen. Dann sind Benzin und Diesel erfahrungsgemäß am günstigsten!

In diesen Bundesländern tankt man am günstigsten und teuersten (Video):

 
 

Der aktuelle Benzinpreis im Juli 2017

Anfang Februar 2017 kam der Jahresbericht der Marktransparenzstelle Kraftstoffe beim Bundeskartellamt zum Ergebnis, dass die Diesel- und Benzinpreise an den Tankstellen auch weiterhin stark schwanken innerhalb einer Stadt und eines Tages um bis zu 30 Cent pro Liter. Kartellamtschef Andreas Mundt rät deshalb zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt laut Mitteilung. Zwischen 18 und 20 Uhr sei der Benzin- und Dieselpreis im Schnitt am günstigsten, nachts am teuersten. Dabei ermittelte der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle, so verzeichnet zum Beispiel das Bundesland Sachsen im Februar 2017 den teuersten Benzinpreis, während im Nachbarland Sachsen-Anhalt der deutschlandweit günstigste Durchschnittspreis für Super E10 errechnet wird.

 

Der aktuelle Benzinpreis in Europa (EU)

LandBenzinDiesel
Belgien1,48 Euro1,31 Euro
Bulgarien2,37 Lew (1,21 Euro)2,11 Lew (1,08 Euro)
Dänemark11,69 Kronen (1,57 Euro)9,69 Kronen (1,30 Euro)
Estland1,19 Euro1,15 Euro
Finnland1,53 Euro1,26 Euro
Frankreich1,35 Euro1,22 Euro
Griechenland1,53 Euro1,28 Euro
Großbritannien1,16 Pfund (1,35 Euro)1,17 Pfund (1,36 Euro)
Irland1,35 Euro1,23 Euro
Italien1,55 Euro1,39 Euro
Kroatien9,25 Kuna (1,24 Euro)8,46 Kuna (1,14 Euro)
Lettland1,12 Euro0,99 Euro
Litauen1,10 Euro0,98 Euro
Luxemburg1,15 Euro0,97 Euro
Malta1,31 Euro1,18 Euro
Niederlande1,64 Euro1,28 Euro
Österreich1,17 Euro1,09 Euro
Polen4,54 Złoty (1,05 Euro)4,35 Złoty (1,01 Euro)
Portugal1,50 Euro1,29 Euro
Rumänien4,86 Leu (1,07 Euro)4,75 Leu (1,04 Euro)
Schweden14,17 Kronen (1,48 Euro)13,75 Kronen (1,44 Euro)
Slowakei1,29 Euro1,15 Euro
Slowenien1,24 Euro1,14 Euro
Spanien1,21 Euro1,10 Euro
Tschechien30,53 Kronen (1,13 Euro)29,50 Kronen (1,09 Euro)
Ungarn352 Forint (1,13 Euro)349 Forint (1,12 Euro)
Zypern1,24 Euro1,23 Euro

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Benzinpreis im Jahrestrend 2017

Wie der Trend für das Jahr 2017 aussieht, hängt Steffen Bock, Geschäftsführer von clever-tanken.de, zufolge von verschiedenen Faktoren ab: "Die Ölpreise haben zum Jahresende so stark angezogen wie seit 2009 nicht mehr. Hauptgrund dafür ist die Einigung des Opec-Kartells Ende November darüber, die Fördermengen erstmals seit 2008 zu drosseln und damit der Ölschwemme auf dem Weltmarkt zu begegnen. [Aber] wenn die USA weiterhin Fracking betreiben, der Iran mit seinem Öl auf den Weltmarkt drängt, die Weltwirtschaft abflaut oder die Opec-Staaten ihre eigenen Abmachungen doch nicht einhalten, wird der Preis auch wieder unter Druck kommen." Schon Ende November 2016 zeigten sich die Tendenzen zu steigenden Spritpreisen. Schließlich haben sich die Öl-fördernden Staaten (Opec) haben sich dazu durchgerungen, die Öl-Förderung zu kürzen. Mit der Entscheidung will das Ölkartell bis Juni 2017 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag weniger produzieren. Das neue Opec-Limit soll bei 32,5 Millionen Barrel täglich liegen. Ein Überangebot hat die Preise für Öl seit 2014 gedrückt. Seitdem kämpfte das Opec-Kartell mit geringeren Einnahmen. Welche Bedeutung die Förderkürzung für die Benzin-, Diesel- und Heizölpreise hat, ist noch unklar. Doch schon vor der offiziellen Verkündung waren die Ölpreise stark angestiegen. Der Anstieg betrug am Mittwoch bereits zeitweise fast neun Prozent. Bis kurz vor der Opec-Sitzung schien eine Einigung auf wackligen Füßen zu stehen. Mehrere vorbereitende Treffen waren ohne Durchbruch verlaufen.

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Pkw-Maut Deutschland: Video  

Pkw-Maut in Deutschland

 

Neues Konzept: Flexible Sprit-Steuer?

Deutschlands Politiker denken über eine flexiblen Sprit-Steuer nach: Das Prinzip hinter dem neuen Konzept für Abgaben an den Staat ist dabei denkbar einfach, könnte aber auch dafür sorgen, dass fallende Benzinpreise der Vergangenheit angehören. Bisher wurde Kraftstoff bei günstigeren Rohölpreisen ebenfalls billiger. Die Verbraucher hatten also einen Vorteil von niedrigen Ölpreisen. Ohne die flexible Sprit-Steuer werden sinkende Rohölkosten nicht mehr an den Verbraucher weitergegeben, da die neue Steuer den Preisverfall kompensiert. Im Klartext heißt das: Der Ölpreis könnte noch so stark variieren, der Benzinpreis bliebe stabil. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel steht hinter dem Vorschlag, schließlich könnten steigende Rohölpreise ebenfalls ausgeglichen werden. Verkehrsminister Alexander Dobrindt positioniert sich allerdings eher dagegen, da er in der Idee lediglich eine Steuererhöhung sehe. Bisher ist die flexible Sprit-Steuer ohnehin nur eine Idee, die auf keinem fundierten Konzept ruht. Momentan ist in den Benzinpreisen bereits eine Steuer von 65,45 Cent eingerechnet, bei Diesel sind es 47,04 Cent. Wann eine sogenannte "atmende Steuer" tatsächlich auf die Agenda rückt, kann noch nicht gesagt werden. Die Politiker sehen darin jedoch eine Möglichkeit, den Energieverbrauch zu senken.

Flexible Sprit-Steuer als Lösung schwankender Benzinpreise (Video):

 

Video GEZ montiert Ventilwächter: Video
GEZ montiert Ventilwächter: Video  

Platte Reifen für GEZ-Muffel

 

Diesel-Subvention auf der Kippe?

Nach dem von VW ausgelösten Abgas-Skandal planen die Umweltminister einiger Bundesländer, die Steuer auf Diesel auf das Niveau der Benzinsteuer anzuheben. Die Preisvorteile sollen dabei schrittweise abgebaut werden, fordern die Minister aus Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Hessen und Niedersachsen in einem Beschlussvorschlag für die Sonder-Umweltministerkonferenz anlässlich der Abgas-Affäre. Die Beschlussvorlage der fünf Bundesländer appelliert außerdem an den Bund, Autos unter realen Bedingungen – also auf der Straße fahrend – erneut zu testen. Damit soll sichergestellt werden, dass die geltenden Emissionsbegrenzungen eingehalten werden. Die dadurch entstehenden Kosten hätten die Auto-Hersteller zu tragen. Ebenso soll die Kontrolle über Abgasprüfungen zukünftig nicht mehr durch das Kraftfahrtbundesamt erfolgen, sondern diese Kompetenz zum Umweltbundesamt wandern. Autobauer müssten sich dann höchstwahrscheinlich auf deutlich schärfere Kontrollen einstellen. Aus Bayern (BMW, Audi) und Baden-Württemberg (Mercedes, Porsche) fehlen die Unterschriften der entsprechenden Ressortchefs. Alle vier Autobauer haben einen hohen Anteil an produzierten Diesel-Fahrzeugen in ihrer Flotte. Die schweren Limousinen haben dank üppiger Motorisierung und hohem Gewicht eine entsprechend anspruchsvollen Umwelt- und Schadstoffbilanz. Pikant: Niedersachsen, in dem jeder fünfte Job des VW-Konzerns beheimatet ist, stützt die Beschlussvorlage für das Aus der Diesel-Steuersubventionen. Das Bundesland forderte den Bund auf, darzulegen, wie eine solche stufenweise Reduktion der Dieselsubvention funktionieren könnte und in welchem Zeitrahmen dies zu geschehen hätte. Ein Greenpeace-Sprecher nannte die Vorschläge eine "schallende Ohrfeige" für Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und warf diesem vor, die Aufklärung des Diesel-Skandals zu verschleppen.

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