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Benzinpreisentwicklung bis 2022: Deutschland So haben sich die Spritpreise entwickelt

Victoria Zippmann 14.06.2022

Das Resultat der Diesel- und Benzinpreisentwicklung in Deutschland bis Mitte ist 2022 ist ernüchternd. Trotz Steuerentlastung sind die Spritpreise auf einem hohen Niveau. So hat sich der Preis für Kraftstoffe seit 1970 entwickelt.

Der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 im ersten Halbjahr 2022 liegt bei 188,8 Cent. Dieses Ergebnis der Diesel- und Benzinpreisentwicklung in Deutschland ist der Gipfel eines im Grunde fast kontinuierlichen Anstiegs der Kraftstoffpreise seit Anfang der 1970er-Jahre. Umgerechnet in Cent-Beträge stieg mit der Ölkrise 1973 der Benzinpreis erstmals von damals üblichen 30 bis 35 Cent auf 45 bis fast 50 Cent an. Auf diesem hohen Niveau stabilisierte sich der Benzinpreis, bis 1979 die zweite Ölkrise an den Tankstellen und Autofahrenden zerrte. So entwickelte sich ein steiler Aufwärtstrend auf über 70 Cent pro Liter Benzin. Erst 1986 ging der Kraftstoffpreis wieder auf etwas mehr als 50 Cent zurück. Weniger drastisch, aber stetig ging die Benzinpreisentwicklung Anfang der 1990er jedoch wieder bergauf. Waren es 1990 noch 65,9 Cent pro Liter Benzin, so belief sich der Preis 1995 bereits auf 86,7 Cent pro Liter. Seit dem erfuhr der Benzinpreis bis 2012 mit lediglich zwei kleinen Einbrüchen der Preise eine kontinuierliche Entwicklung nach oben. Die Marke von 100 Cent pro Liter durchbrach der Benzinpreis 2000. Ein relativer Tiefpunkt mit einem Literpreis von 81,2 Cent ist 1998 zu verzeichnen, ebenso 2009 mit 127,8 Cent. So günstig war Benzin nach 2012 dann abermals 2016 und 2020. Dazwischen schwankte der Preis auf maximal 145,6 Cent 2018. Doch mit Beginn der Corona-Krise erfuhr der Spritpreis die bis dato rasanteste Entwicklung nach oben. Innerhalb weniger Jahre sprang der Benzinpreis von 129,3 (2020) auf 188,8 Cent (Durchschnittswert des ersten Halbjahres 2022). Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

News Aktueller Benzinpreis/Dieselpreis
Aktueller Spritpreis Benzin und Diesel sind günstiger

So setzt sich der Spritpreis zusammen (Video):

 
 

Die aktuelle Benzinpreisentwicklung 2022 in Deutschland

Der Preis von Benzin und Diesel war in Deutschland bereits Anfang des Jahres 2022 auf sehr hohem Niveau. Im Januar musste man an der Tankstelle im Schnitt 159,6 Cent für einen Liter Diesel und 167,0 Cent pro Liter Super E10 bezahlen. Im Februar war Tanken noch teurer: 166,2 Cent/Liter für Diesel und 174,2 Cent/Liter für E10. Mit Ankündigung der Steuersenkung für Kraftstoffe zogen die Mineralölkonzerne die Preise noch weiter an. Das Ergebnis waren Dieselpreise von durchschnittlich 214,0 Cent/Liter und Benzinpreise von durchschnittlich 106,9 Cent/Liter im März 2022. Der absolute Höchstwert, den die Diesel- und Benzinpreisentwicklung jemals erreicht hat. Im April und Mai verzeichneten die Kraftstoffpreise nur leichte Rückgänge auf Literpreise um die zwei Euro. Mit Inkrafttreten der Steuersenkung im Juni 2022 fiel der Preis für Benzin und Diesel schlagartig über Nacht auf 192,8 Cent für einen Liter Diesel und 1,878 Cent für einen Liter E10. Der Effekt hielt jedoch nicht lange an und gab die Vergünstigung auch nicht zu 100 Prozent an die Kund:innen an den Tankstellen weiter. In der weiteren Spritpreisentwicklung korrigierte sich der Kraftstoffpreis aber nicht nach unten, sondern stieg einen Tag nach der Steuersenkung wieder an. Dieser täglich leichte Anstieg der Preise für Benzin und Diesel hält seit dem bis heute an (Stand: 07.06.2022, Preisdaten: Statista, ADAC).

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Spritpreissenkung – Bilanz Das ist die Schmerzgrenze

Victoria Zippmann Victoria Zippmann
Unser Fazit

Für das historische Hoch der Kraftstoffpreise ist trotz des Eingriffs der Politik keine Erleichterung in Sicht. Das Kartellrecht kann die Mineralkonzerne, die unabhängig vom Ölpreis die Kosten fürs Tanken hochhalten, nicht in die Schranken weisen. Und so fließen Steuergelder direkt in die bereits gefüllten Taschen von Shell, Aral & Co.

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