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Aktueller Benzinpreis im November 2016 (Update!)

Spritpreis tendenziell steigend

Die aktuelle ADAC-Auswertung zeigt, die Diesel- und Benzinpreise sind im November 2016 billiger geworden. Die Tendenz aber zeigt wieder nach oben. Welchen Effekt die Öl-Förderkürzung des Opec-Kartell auf den Spritpreis haben wird, ist noch unklar.

Die Kraftstoffpreise in Deutschland steigen weiter. Wie eine aktuelle ADAC-Auswertung zeigt, kostete Ende November 2016 ein Liter Super E10 durchschnittlich 1,299 Euro und damit 1,2 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich im bundesdeutschen Durchschnitt um 1,1 Cent und liegt bei 1,128 Euro. Dennoch waren die Benzin- und Dieselpreise im November 2016 spürbar niedriger als im Monat zuvor. Dies gilt vor allem für Benzin. Wie die monatliche ADAC-Auswertung der Kraftstoffpreise zeigt, kostete ein Liter Super E10 im Monatsmittel 1,296 Euro. Das waren 2,4 Cent weniger als im Oktober. Der durchschnittliche Dieselpreis lag im November bei 1,121 Euro – ein Minus gegenüber dem Vormonat von 1,6 Cent. Eine Entwicklung, die sich zeitnah schon ändern könnte: Die Öl-fördernden Staaten (Opec) haben sich dazu durchgerungen, die Öl-Förderung zu kürzen. Das Ölkartell will in den kommenden sechs Monaten 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag weniger produzieren. Das neue Opec-Limit soll bei 32,5 Millionen Barrel täglich liegen. Ein Überangebot hat die Preise für Öl seit 2014 gedrückt. Seitdem kämpfte das Opec-Kartell mit geringeren Einnahmen. Welche Bedeutung die Förderkürzung für die Benzin-, Diesel- und Heizölpreise hat, ist noch unklar. Doch schon vor der offiziellen Verkündung waren die Ölpreise stark angestiegen. Der Anstieg betrug am Mittwoch bereits zeitweise fast neun Prozent. Bis kurz vor der Opec-Sitzung schien eine Einigung auf wackligen Füßen zu stehen. Mehrere vorbereitende Treffen waren ohne Durchbruch verlaufen.

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Flexible Sprit-Steuer als Lösung schwankender Benzinpreise (Video):

 

Benzinpreis zwischen 18 und 23 Uhr am billigsten

Doch, wer sich an Tipps des ADAC hält, kann besonders billig tanken: Die günstigste Phase, um Kraftstoff zu kaufen, liege demnach zwischen 18 und 23 Uhr, wobei einige Tankstellen ihre Preise schon etwas früher wieder anziehen. Bei Aral und Shell wird es beispielsweise schon um 22 Uhr teurer, während Jet erst ab 23 Uhr wieder mehr Geld für Benzin und Diesel verlangt. Besonders teuer ist das Tanken zwischen 23 und 5 Uhr nachts, danach sinken die Preise wieder. In der Regel ziehen die Spritpreise in der Mittagszeit noch einmal kurz an. Im Schnitt gibt es rund zwei Preiserhöhungen sowie gut vier -Senkungen pro Tag und Tankstelle. Die Preisschwankungen bei den einzelnen Anbietern unterscheiden sich jedoch enorm. So schwankt der Preis bei Jet etwa im Bereich um acht Cent, während der Sprit bei Aral oder Shell auch mal 16 Cent mehr oder weniger kostet. Aufgrund der schwankenden Benzinpreise hat das Bundeswirtschaftsministerium erst kürzlich ein neues Konzept ins Gespräch gebracht, das die meisten Autofahrer entrüsten dürfte.

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Aktueller Benzinpreis: flexible Sprit-Steuer?

Die Rede ist von einer flexiblen Sprit-Steuer. Das Prinzip hinter dem neuen Konzept für Abgaben an den Staat ist dabei denkbar einfach, könnte aber auch dafür sorgen, dass fallende Benzinpreise der Vergangenheit angehören. Bisher wurde Kraftstoff bei günstigeren Rohölpreisen ebenfalls billiger. Die Verbraucher hatten also einen Vorteil von niedrigen Ölpreisen. Ohne die flexible Sprit-Steuer werden sinkende Rohölkosten nicht mehr an den Verbraucher weitergegeben, da die neue Steuer den Preisverfall kompensiert. Im Klartext heißt das: Der Ölpreis könnte noch so stark variieren, der Benzinpreis bliebe stabil. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel steht hinter dem Vorschlag, schließlich könnten steigende Rohölpreise ebenfalls ausgeglichen werden. Verkehrsminister Alexander Dobrindt positioniert sich allerdings eher dagegen, da er in der Idee lediglich eine Steuererhöhung sehe. Bisher ist die flexible Sprit-Steuer ohnehin nur eine Idee, die auf keinem fundierten Konzept ruht. Momentan ist in den Benzinpreisen bereits eine Steuer von 65,45 Cent eingerechnet, bei Diesel sind es 47,04 Cent. Wann eine sogenannte "atmende Steuer" tatsächlich auf die Agenda rückt, kann noch nicht gesagt werden. Die Politiker sehen darin jedoch eine Möglichkeit, den Energieverbrauch zu senken.

Land
Benzin (Europreis pro Liter) Diesel (Europreis pro Liter)
Deutschland 1,329 1,149
Dänemark 1,515 1,233
Niederlande 1,629 1,299
Belgien 1,379 1,277
Luxemburg 1,144 0,978
Frankreich 1,318 1,252
Schweiz 1,379 1,397
Österreich 1,154 1,087
Tschechien 1,088 1,036
Slowenien 1,226 1,124
Kroatien 1,224 1,136
Polen 1,061 1,021
Italien 1,550 1,399
Spanien 1,185 1,087

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Diesel-Subvention auf der Kippe?

Nach dem von VW ausgelösten Abgas-Skandal planen die Umweltminister einiger Bundesländer, die Steuer auf Diesel auf das Niveau der Benzinsteuer anzuheben. Die Preisvorteile sollen dabei schrittweise abgebaut werden, fordern die Minister aus Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Hessen und Niedersachsen in einem Beschlussvorschlag für die Sonder-Umweltministerkonferenz anlässlich der Abgas-Affäre. Die Beschlussvorlage der fünf Bundesländer appelliert außerdem an den Bund, Autos unter realen Bedingungen – also auf der Straße fahrend – erneut zu testen. Damit soll sichergestellt werden, dass die geltenden Emissionsbegrenzungen eingehalten werden. Die dadurch entstehenden Kosten hätten die Auto-Hersteller zu tragen. Ebenso soll die Kontrolle über Abgasprüfungen zukünftig nicht mehr durch das Kraftfahrtbundesamt erfolgen, sondern diese Kompetenz zum Umweltbundesamt wandern. Autobauer müssten sich dann höchstwahrscheinlich auf deutlich schärfere Kontrollen einstellen. Aus Bayern (BMW, Audi) und Baden-Württemberg (Mercedes, Porsche) fehlen die Unterschriften der entsprechenden Ressortchefs. Alle vier Autobauer haben einen hohen Anteil an produzierten Diesel-Fahrzeugen in ihrer Flotte. Die schweren Limousinen haben dank üppiger Motorisierung und hohem Gewicht eine entsprechend anspruchsvollen Umwelt- und Schadstoffbilanz. Pikant: Niedersachsen, in dem jeder fünfte Job des VW-Konzerns beheimatet ist, stützt die Beschlussvorlage für das Aus der Diesel-Steuersubventionen. Das Bundesland forderte den Bund auf, darzulegen, wie eine solche stufenweise Reduktion der Dieselsubvention funktionieren könnte und in welchem Zeitrahmen dies zu geschehen hätte. Ein Greenpeace-Sprecher nannte die Vorschläge eine "schallende Ohrfeige" für Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und warf diesem vor, die Aufklärung des Diesel-Skandals zu verschleppen.

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ADAC/dpa/az