TÜV-Mängelreport 2020: Gewinner & Verlierer (HU) Jedes fünfte Auto fällt bei der HU durch

von Christina Finke 08.11.2019

Der TÜV-Mängelreport 2020 ist da und die Ergebnisse sind größenteils überzeugend. Die Zahl der Fahrzeuge ohne Mängel bei der Hauptuntersuchung (HU) ist erneut leicht gestiegen. Das sind die Gewinner und die Verlierer der HU!

Wie jedes Jahr zeigt auch der TÜV-Mängelreport 2020 die Gewinner und die Verlierer der Hauptuntersuchung. Der Auswertung liegen die Ergebnisse von rund neun Millionen untersuchten Fahrzeugen zu Grunde, die zwischen Juli 2018 und Juni 2019 zur HU vorstellig wurden. Der TÜV kommt zu dem Ergebnis, dass rund jedes fünfte Auto (21,5 %) wegen Mängeln bei der HU vom Tüv durchfällt. Die Quote erheblicher Mängel ist dem Bericht zufolge gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Mit geringen Mängeln fährt fast jedes zehnte Auto vor (9,7 %). Das sind drei Prozentpunkte weniger. Zum Aus bei der HU führten häufig unter anderem Mängel bei der Beleuchtung, Öl am Motor oder Getriebe sowie verschliessene Bremsscheiben. Fahrzeugbesitzer müssen solche Autos entsprechend erneut vorführen, um die Prüfplakette doch noch zu bekommen. Positiv zu erwähnen ist, dass die Zahl der Autos ohne Mängel um 1,1 Prozent auf 68,8 Prozent gestiegen ist. Im TÜV Mängelreport 2020 hat der Prüfverein zudem festgestellt, dass ältere Fahrzeuge häufiger durch die HU rasseln. Die Mängelquote korreliert mit dem Fahrzeugalter: Während nur 5,8 Prozent der zwei bis drei Jahre alten Autos erhebliche Mängel aufweisen, fallen bei den sechs bis sieben Jahre alten Autos bereits 16,4 Prozent deswegen durch. Und wenn zehn bis elf Jahre ale Autos vorfahren, bekommt mehr als jedes Vierte (28,2 %) die Plakette nicht beim ersten Mal. Dabei werden die Autos auf deutschen Straßen immer älter: Derzeit liegt das Durchschnittsalter bei 9,5 Jahren. Aufgrund besserer Rostvorsorge halten Pkw immer länger durch und würden aufgrund von Korrosion kaum mehr aus dem Verkehr gezogen. Der TÜV-Verband rät jedoch dazu, die Technik älterer Fahrzeuge regelmäßig auf Verschleiß zu prüfen und entsprechende Teile rechtzeitig zu ersetzen. Mehr zum Thema: Kosten der HU variieren

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Die TÜV-Checkliste (Video):

 
 

Das sind die Gewinner & Verlierer des TÜV-Mängelreports 2020

Zu den Gewinnern des TÜV-Mängelreports 2020 zählen die deutschen Hersteller. Insbesondere Audi, Mercedes und Porsche schnitten bei der HU besonders gut ab. Gesamtsieger und Sieger bei den SUV ist der Mercedes GLC mit den wenigsten erheblichen Mängeln (2,17 %). Den zweiten Platz bei den Zwei- bis Dreijährigen teilen sich der Porsche 911 und der Mercedes SLK/SLC (je 2,20 %). Auch die Plätze vier (B-Klasse) und fünf (A-Klasse) gehen an Mercedes. Den sechsten Platz muss sich die C-Klasse der Schwaben mit dem CX-3 von Mazda teilen. Auch bei den zwei bis drei Jahre alten Kleinwagen fährt mit dem Audi A1 (3,1 %) ein deutsches Auto vorn. Der italienische Fiat Punkte (10,8 %) bildet das Schlusslicht. Der Opel Adam (4,0 %) siegt bei den Minis, der Ford Ka (10,7 %) wird hier letzter. Schlecht schnitt auch der Dacia Logan (2. Generation) ab, der mit einer Mängelquote von 13,6 Prozent bei den Zwei- bis Dreijährigen ganz hinten fährt. Bei den acht- bis neunjährigen Autos belegen der Audi TT und der BMW X1 hinter dem Porsche 911 die Plätze zwei und drei. Der Sportwagen-Klassiker belegt in den Altersklassen zwischen vier und elf Jahren die Spitzenplätze und muss sich nur bei den Zwei- bis Dreijährigen auf den zweiten Platz verweisen lassen. 

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