TÜV-Mängelreport 2021: Gewinner & Verlierer Mängelquote sinkt laut TÜV-Report 2021

von Christina Finke 06.11.2020

Der TÜV-Mängelreport 2021 ist da und die Ergebnisse sind größenteils überzeugend. Die Zahl der Fahrzeuge ohne Mängel bei der Hauptuntersuchung (HU) ist erneut leicht gestiegen. Das sind die Gewinner und die Verlierer!

Wie jedes Jahr zeigt auch der TÜV-Mängelreport 2021 die Gewinner und die Verlierer der Hauptuntersuchung (HU). Der Auswertung liegen die Ergebnisse von rund 8,8 Millionen untersuchten Fahrzeugen zugrunde, die zwischen Juli 2019 und Juni 2020 zur HU vorstellig wurden. Der TÜV kommt zu dem Ergebnis, dass nur rund jedes fünfte Auto (19,9 %) wegen erheblichen Mängeln bei der HU durchfällt. Die Quote der darin enthaltenen gefährlichen Mängel liegt dem Bericht zufolge bei 0,4 Prozent. Mit geringen Mängeln fährt fast jedes zehnte Auto vor (9,6 %), komplett mängelfrei sind knapp 70 Prozent der geprüften Fahrzeuge, was 6,18 Millionen Autos entspricht. Zum Aus bei der Hauptuntersuchung führten häufig unter anderem Mängel bei der Beleuchtung, Öl am Motor oder Getriebe sowie verschlissene Bremsscheiben. Fahrzeugbesitzer müssen solche Autos entsprechend erneut vorführen, um die Prüfplakette doch noch zu bekommen. Die Entwicklung ist in den meisten Mängelgruppen positiv, lediglich im Bereich Fahrgestell, Rahmen, Aufbau verzeichnen die Sachverständigen einen geringen Anstieg um 1,3 Prozent gegenüber 2020. Dem TÜV-Mängelreport 2021 zufolge ist hier teilweise Korrosion auch wieder ein Thema. Der TÜV-Verband rät, die Technik älterer Fahrzeuge regelmäßig auf Verschleiß zu prüfen und entsprechende Teile rechtzeitig zu ersetzen. Mehr zum Thema: Das sind die Kosten bei der Hauptuntersuchung (HU)

Reparatur & Wartung haeufigste Maengel bei der HU und AU Bremsen
Hauptuntersuchung (2021): Kosten Diese Kosten lauern bei der HU

Die TÜV-Checkliste (Video):

 
 

HU: Das sind die Gewinner & Verlierer des TÜV-Mängelreports 2021

Zu den Gewinnern des TÜV-Mängelreports 2021 zählen verschiedene Hersteller. Gesamtsieger und Sieger bei den Zwei- bis Dreijährigen ist der Mercedes GLC mit den wenigsten erheblichen Mängeln (1,7 %). Den zweiten Platz belegt die Mercedes B-Klasse, gefolgt vom Opel Insignia (je 2,2 %). Bei den vier- bis fünfjährigen Pkw liegt der Porsche 911 mit einer Mängelquote von 2,7 Prozent ganz vorne, gefolgt vom Opel Karl mit einer Quote von 3,8 Prozent. Der kleine Rüsselsheimer beweist, dass Qualität nicht unbedingt teuer sein muss. Dritter wird hier der Porsche Macan (3,8 %). Bei den bis zu Sieben-, Neun- und Elfjährigen siegt ebenfalls der Porsche 911. Dass auch günstige Autos im höheren Alter gut abschneiden können, belegen Opel Adam (10,3 %), Mazda2 (10,5 %) und Honda Jazz (11,7 %) bei den sechs- bis siebenjährigen Fahrzeugen. Dass es auch anders aussehen kann, zeigen die Verlierer des TÜV-Mängelreports. So fährt der Dacia Duster bei den Zwei- bis Dreijährigen bereits eine Mängelquote von 11,1 Prozent ein, der VW Sharan liegt mit 20,3 Prozent bei den bis Fünfjährigen ganz vorne. Bei den bis Sieben- und Neunjährigen geht die rote Laterne ebenfalls nach Rumänien: Der Dacia Logan kommt hier auf eine Mängelquote von 30,9 und 34,4 Prozent. Bei den zehn- bis elfjährigen Fahrzeugen ist der Renault Kangoo mit 37,5 Prozent das Schlusslicht.

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