Skoda-News (August 2020): Neuer Chef & Submarke iV Thomas Schäfer wird neuer Skoda-Chef

von Tim Neumann 03.08.2020
Inhalt
  1. Skoda-News (August 2020): Thomas Schäfer wird neuer Vorstandschef
  2. Skoda-News (Juli 2020): Vorstandsvorsitzender Bernhard Maier hört auf
  3. Skoda iV: Skodas Submarke für Elektromobilität

Skoda-News: Thomas Schäfer beerbt den scheidenden Skoda-Vorstandschef Bernhard Maier. Und: Alle Informationen zu Skoda iV, der neuen Skoda-Submarke für Elektromobilität. 

Thomas Schäfer wird neuer Vorstandschef von Skoda, wie die tschechische Volkswagen-Tochter Anfang August 2020 bestätigte. Der bisherige CEO der Volkswagen Group South Africa tritt damit die Nachfolge des scheidenden Vorstandsvorsitzenden Bernhard Maier an, der den Spitzenposten zum 31. Juli nach knapp fünf Jahren abgegeben hatte. Der 50-jährige Thomas Schäfer arbeitet seit 2012 für den Volkswagen-Konzern, zuvor war er mehr als 20 Jahre lang für Mercedes in verschiedenen Positionen tätig. Mehr zum Thema: Die neuesten Meldungen zu VW

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Skoda-News (August 2020): Thomas Schäfer wird neuer Vorstandschef

Bernhard Maier hört nach fast fünf Jahren als Vorstandsvorsitzender bei Skoda auf. Sein Vertrag lief zum 31. Juli 2020 aus, teilte die tschechische VW-Tochter in Mlada Boleslav mit. Maier leitete den traditionsreichen Autobauer seit November 2015, vorher war er als Vertriebschef im Vorstand von Porsche tätig. Das Autohandwerk hat der heute 60-Jährige von Grund auf gelernt: Er begann mit einer Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Unter ihm brachte Skoda neue Modelle wie Kamiq, Karoq Kodiaq und Scala heraus, überarbeitete das Erfolgsmodell Octavia, steigerte den Absatz bis auf rund 1,3 Millionen Fahrzeuge pro Jahr und erreichte Bestwerte bei Umsatz und Operativem Ergebnis.

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Skoda-News (Juli 2020): Vorstandsvorsitzender Bernhard Maier hört auf

Unter der im August 2019 gegründeten Submarke Skoda iV werden zukünftig die Elektroautos der Tschechen vertrieben. Das "i" in dem Namen soll dabei gleich für eine ganze Reihe von Eigenschaften der zukünftigen Modelle stehen: Von "innovativ" über "intelligent" bis hin zu "ikonisch" und "inspirierend" ist alles in der Pressemitteilung des Autobauers zu lesen. Das "V" hingegen steht ganz einfach für Vehicle, also Fahrzeug. „Für Skoda ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um in die Elektromobilität zu starten. Wesentliche Anforderungen der Kunden können wir nun erfüllen: Hohe Reichweiten, kurze Ladezeiten und – für uns besonders wichtig – erreichbare Preise" so der Skoda Auto Vorstandsvorsitzende Bernhard Maier. Die neue Antriebsart solle sich schnell zu einem relevanten Bestandteil des Angebots entwickeln: Bis 2025 sei ein Anteil von rund 25 Prozent vom Gesamtabsatz geplant. Den Anfang machten der rein elektrische Kleinstwagen Citigo-e iV und der Superb iV mit Hybridantrieb, die im zweiten Halbjahr 2019 in den Markt eingeführt wurden. 2020 sollen dann auch schon die beiden ersten rein elektrischen Fahrzeuge auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) des Volkswagen Konzerns folgen – darunter der Skoda Enyaq iV, die Serienversion der SUV-Coupé-Studie Vision iV. Bis 2022 wollen die Tschechen über zehn teilweise oder vollständig elektrifizierte Modelle einführen. Im Zuge der Einführung der neuen Submarke Skoda iV startete der Autobauer zudem das größte Investitionsprogramm der 124-jährigen Unternehmenshistorie: Insgesamt zwei Milliarden Euro wollen die Tschechen in den kommenden fünf Jahren in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und in neue Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing-Plattformen investieren.

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Skoda iV: Skodas Submarke für Elektromobilität

Neben einer eigenen elektrifizierten Produktfamilie soll unter der neuen Submarke Skoda iV auch ein spezielles Ökosystem für Mobilitätslösungen entstehen. Damit verfolgen die Tschechen das Ziel, E-Mobilität für ihre Kunden so einfach und bequem wie möglich zu machen. Gelingen soll das unter anderem mit bezahlbaren Wallboxen in verschiedenen Leistungsstufen für das Aufladen zuhause sowie mit mobilen Online-Diensten via Skoda Connect, bei denen E-Auto-Fahrer etwa von einer intelligenten Ladesäulensuche inklusive Vorabreservierung profitieren sollen. Außerdem soll die Skoda E-Charge Card mit einem länder- und anbieterübergreifenden System europaweit das unkomplizierte Bezahlen von Ladevorgängen mit einer einzigen Karte ermöglichen. Darüber hinaus hat der Hersteller konkrete Umweltziele für die Produktion seiner Fahrzeuge festgelegt: Bis zur zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts sollen die tschechischen Fabriken auf elektrische Energie umgestellt werden, die CO2-neutral produziert wird. Hinzu kommt das Recycling beziehungsweise die sinnvolle Zweitnutzung der Traktionsbatterien. Und: Bis 2025 stellt Skoda rund 32 Millionen Euro für den Aufbau einer internen Ladeinfrastruktur mit fast 7000 Ladepunkten in und um seine drei tschechischen Werke bereit.

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