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Fahrbericht

Skoda Epiq 55 im Fahrbericht: Einer für Alle

Der neue Skoda Epiq ist das stromernde Einstiegsmodell der Marke – ein City-SUV, das bei der ersten Testfahrt vielfältige Qualitäten zeigt.

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Roter Skoda Epiq von schräg vorn fahrend vor einer Berglandschaft
Der Skoda Epiq 55 gibt sich auf der ersten Testfahrt sparsam: Laut Bordcomputer lag der Durchschnittsverbrauch bei 12 Kilowattstunden. Foto: Skoda
Weißer Skoda Epiq von schräg hinten fahrend vor einer Berglandschaft
Der Epiq ist nur 4,17 lang, begeistert aber innen mit vorzüglicher Raumausnutzung. Foto: Skoda
Weißer Skoda Epiq von schräg vorn fahrend vor einer Berglandschaft
Für die ersten Testfahrten stand der Skoda Epiq 55 mit 115 kW (211 PS) zur Verfügung. Foto: Skoda
Weißer Skoda Epiq von schräg vorn fahrend vor einer Berglandschaft
Die stärkste Variante des Skoda Epiq schriebt kräftig an: von 0 auf 100 km/h geht es laut Hersteller in 7,1 Sekunden. Foto: Skoda
Innenraum des Skoda Epiq
Das Interieur wirkt des Skoda Epiq für diese Fahrzeugklasse sehr wertig, der 13-Zoll-Bildschirm ist übersichtlich. Foto: Skoda
Rücksitze des Skoda Epiq
Auch im Fond finden die Passagiere für diese Fahrzeugklasse ordentliche Platzverhältnisse vor. Foto: Skoda
Cockpit des Skoda Epiq
Die Bedienung des Skoda Epiq profitiert von einem gelungene Mix aus klassischen Tasten und dem aufgeräumten Touchscreen. Foto: Skoda
Analoge Tasten auf der Mittelkonsole des Skoda Epiq
So erfolgt der Direkt-Zugriff auf einzelne Bedienmenüs über klassische Drucktasten. Foto: Skoda
Kofferraum-Detail des Skoda Epiq mit Tasche für das Ladekabel
Clever: Die Tasche für das AC-Ladekabel an der Rücksitzlehne. Foto: Skoda
Weißer Skoda Epiq von schräg vorn vor einer Berglandschaft
Foto: Skoda
Weißer Skoda Epiq von schräg hinten vor einer Berglandschaft
Foto: Skoda
Weißer Skoda Epiq von schräg hinten vor einer Berglandschaft
Foto: Skoda
Roter Skoda Epiq von schräg hinten vor einer Berglandschaft
Foto: Skoda

Raumkomfort: Skoda Epiq bietet recht viel Platz für Passagiere und Gepäck

Ob der Name zum Programm wird? Epiq, so der Modellname von Skodas neuem Kleinsten, leitet sich vom altgriechischen Wort Epos ab, das im Deutschen für Geschichte oder Gedicht steht. Welche Story das inzwischen bestellbare, vollelektrische City-SUV schließlich schreiben wird und ob sich seine inneren Werte gar zu einem Erfolg reimen werden, hängt von seinen Eigenschaften ab. Diese zu untersuchen bot der Fahrtermin eine erste Gelegenheit.

Wer einsteigt, findet im Skoda Epiq vorne für die Klasse geräumige, im Fond immer noch ordentliche Platzverhältnisse vor. Für das Gepäck stehen beachtliche 475 bis 1345 Liter bereit, dank der raumsparenden Verbundlenkerachse und der Tatsache, dass Antrieb und Elektronik sich im Vorderwagen befinden und die 52 kWh-Batterie zwischen den Achsen platziert ist. Während man auf den haltgebenden Vordersitzen Platz nimmt, schweift der Blick über das Interieur und bestätigt das, was sich beim Epiq-Vorab-Termin mit noch teilgetarntem Innenraum abzeichnete: Der kleine Stromer ist sehr wohnlich gestaltet und braucht in Sachen Materialgüte und Verarbeitungsqualität keinen Vergleich zu scheuen.

Die Bedienung profitiert vom gelungenen Mix aus klassischen Tasten und dem aufgeräumten 13-Zoll-Bildschirm, was den Umgang mit dem Android-basierten Infotainment-System vereinfacht. Der Fahrstufen-Wählhebel ist, wie in vielen Fahrzeugen des VW-Konzerns als Lenkstockhebel rechts ausgeführt, was anfangs ebenso nach Gewöhnung verlangt, wie die Tatsache, dass die Scheibenwischer-Bedienung in den Blinkerhebel gewandert ist.

Video: Skoda Epiq im ersten Check

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Motorisierungen: Für den Epiq stehen drei Antriebe zur Auswahl

Es gibt drei Antriebsvarianten: Skoda Epiq 35 (85 kW /115 PS), Skoda Epiq 40 (99 kW/135 PS), die beide in Kürze bestellbar sind und den Skoda Epiq 55, der mit 155 kW (211 PS) für die erste Ausfahrt bereitstand. Seine Energie bezieht er aus einem Nickel-Mangan-Kobalt-Akku mit 55 kW-Kapazität (Netto: 52 kW). Diese stärkste Variante des City-SUVs schiebt ziemlich kräftig an, so dass die versprochenen 7,1 Sekunden aus dem Stand bis zur 100 km/h glaubhaft erscheinen. Seine 290 Newtonmeter Drehmoment ermöglichen müheloses Unterwegssein. In alpinen Gefilden werden üppige Steigungen nicht zu Herausforderungen und auf der Autobahn steht beim Überholen mehr als genug Durchzugskraft zur Verfügung. Wahr ist aber auch, dass die Zugkraft in Haarnadelkehren die Vorderreifen schnell an die Haftgrenze bringt, was das ESC (ESP) auf den Plan ruft.

Verbrauch: Der Skoda Epiq fährt nicht nur nach Norm sparsam

Nicht nur die überschaubaren Abmessungen sondern auch die präzise Lenkung bescheren dem Epiq ein großes Maß an Handlichkeit und im Verbund mit dem munteren Antrieb ein beachtliches Fahrspaßpotenzial. Dabei schlägt er beim Verbrauch nicht über die Strenge. Laut WLTP-Normen sollen ausstattungsabhängig 13,7 bis 13,9 kWh genügen. Wir schafften auf der Teststrecke, zugegebenermaßen mit hohem Rekuperationsanteil einen Verbrauch von 12,0 Kilowattstunden auf 100 Kilometer, was das Sparpotenzial des Tschechen aufzeigt. Während dessen wurde das Fahren dank feinsinnig arbeitender Feder- und Dämpfer-Elemente von einem vergleichsweise hohen Komfortniveau begleitet. Preislich startet der Epiq 55 in der Basis-Version „Essence“ ab 32.100 Euro. Beim Händler zu besichtigen ist Skodas Kleinster seit dem 26. September.

Fazit

Es sieht so aus, als könne der Epiq eine Erfolgsstory werden. Geräumig, gut verarbeitet und komfortabel dürfte er auch mit seinem munteren Antrieb im Segment der City-Stromer erfolgreich wildern. Wem der Preis der gefahrenen Variante zu hoch ist, greift zu den schwächeren Varianten, die bei 25.900 Euro beginnen.

Technische Daten des Skoda Epiq 55

Elektro

AUTO ZEITUNG 20/2026

Skoda Epiq 55

Technische Daten

Motor

Permanenterregte Synchronmaschine

Antrieb

Konstantübersetzung; Vorderrad

Leistung

155 kW / 211 PS

Max. Drehmoment

290 Nm

Kapazität / Spannung

55 kWh (netto) / 400 V

Ladeleistung

11 kW (AC) / 105 kW (DC)

Karosserie

Außenmaße (L / B / H)

4171 / 1789 (2000)* / 1607 mm

Leergewicht / Zuladung

1543 / 537 kg

Kofferraumvolumen

475 – 1345 l

Fahrleistungen

Beschleunigung (0 – 100 km/h)

7,1 s

Höchstgeschwindigkeit

160 km/h

WLTP-Verbrauch auf 100 km

13,7 - 13,9 kWh

Reichweite

440 km

Kaufinformationen

Grundpreis

32.100 €

Marktstart

September 2026

Alle Daten Werksangaben; *Breite inklusive Außenspiegel