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Range Rover P400e: Test Range Rover unter Strom

von Martin Urbanke 12.03.2019

Den Range Rover P400e unter Strom gesetzt: Das SUV als Plug-in-Hybrid zeichnet sich im Test nicht nur durch ausgeprägten Komfort und standesgemäße Souveränität aus. Auch das allgemeine Facelift hat Nobel-Briten gut getan!

Der Range Rover P400e setzt die Komfort-Messlatte im Test hoch. Zu den Neuerungen der jüngsten Generation des traditionsreichen Nobel-Offroaders gehört neben den üblichen sehr dezenten optischen Retuschen ein Plug-in-Hybridantrieb. Das bedeutet im Klartext: Unter der majestätischen Haube des gewaltigen Range befinden sich fortan ein 2,0-Liter-Vierzylinder sowie ein ins Getriebe integrierter, 85 kW starker E-Motor. Im Zusammenspiel entwickeln sie 404 PS sowie eine Schubkraft von 640 Newtonmeter Drehmoment. Genug, um den 2,6 Tonnen schweren Briten in 6,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Spitze liegt bei 220 km/h. Im reinen EV-Modus schafft der P400e flotte 135 km/h. Was sich hingegen kaum in Zahlen ausdrücken lässt, ist die Souveränität des teilelektrischen Antriebs – jedenfalls im Teillastbereich. Sanfte Impulse im Fahrpedal generieren nachhaltigen Schub und lassen den allradgetriebenen Range Rover P400e standesgemäß Fahrt aufnehmen. Wer indes voll drauftritt und eine weitere Eskalation der Leistung erhofft, wird enttäuscht. Denn mit zunehmender Geschwindigkeit nimmt der anteilige Boost des E-Motors ab und der zunehmend stärker geforderte Turbobenziner rackert sich vernehmlich knurrend ab, um den Briten schneller zu machen. Ohnehin eignet sich das Naturell des Edel-Offroaders eher zum sanften Gleiten. Sportliche Ambitionen zeigt er im Test wahrlich keine. Die Lenkung setzt Richtungswechsel zwar präzise und direkt um, lässt den weich gefederten Range jedoch bei zackigen Kursvorgaben kräftig zur Seite einknicken. Dieses torkelige Fahrverhalten schlägt den Insassen auf den Magen.

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Range Rover P400e (2017): Preis Range Rover mit Plug-in-Hybrid-Technik

Range Rover P400e im Video:

 
 

Der Range Rover P400e im Test

Bewegt man den Range Rover P400e hingegen mit der gebotenen Gelassenheit, entfaltet er seine unnachahmlich entspannende Wirkung. Dank erhabener Sitzposition auf neuen, dicker gepolsterten Ledersesseln und Verbundglas-Seitenscheiben sowie diverser Komfort-Features wie Lenkradheizung, Massagefunktion (ab 2887 Euro) oder Einzelsitzanlage im Fond (Serie ab Autobiography) plus geschmeidigem Abroll-Komfort der adaptiven Luftfederung spult man im Range Rover lange Distanzen würdevoll und wohlbehütet ab. Allerdings muss man sich beim Gepäck etwas einschränken, denn das Akku-Pack unter dem Ladeboden reduziert den Stauraum um rund 100 Liter auf nur noch 479 Liter – zuzüglich 184 Liter unter dem dicken Teppich des Ladebodens. Auch die Zuglast sinkt: Der Hybrid darf lediglich 2,5 Tonnen ziehen und 100 Kilogramm stützen. Doch dafür fährt der riesige Range Rover P400e nicht nur bis zu 51 km weit rein elektrisch – im Test haben wir allerdings nur gut 25 km geschafft –, sondern er verbraucht auf Kurzstrecken auch extrem geringe Spritmengen. Auf langen Touren muss man aber mit gut zehn Litern rechnen oder Ladestopps von mindestens 2,5 h einplanen. 

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Unser Fazit

Noch mehr Komfort, mehr Assistenzsysteme, mehr Connectivity – mit dem Modelljahres- Update ist der Range Rover besser denn je. Als Hybrid P400e überzeugt er im Test besonders auf kürzeren Distanzen. Für Langstrecken bleibt ein Diesel die bessere Wahl.

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