Opel: Manipulationsvorwürfe im Dieselskandal (Update!) Anhörung wegen Opel-Dieselmodellen

von AUTO ZEITUNG 14.07.2018

Erneute Manipulationsverwürfe gegen Opel im Dieselsskandal: Der Autobauer muss sich im Juli 2018 in einer amtlichen Anhörung des Bundesverkehrsministeriums wegen drei Euro-6-Modellen verantworten. Es könnten zehntausende Autos betroffen sein!

Die Manipulationsvorwürfe im Dieselskandal sind für Opel nicht ausgestanden. Im Gegenteil: Im Juli 2018 muss sich der Autobauer in einer amtlichen Anhörung des Bundesverkehrsministeriums wegen drei Euro-6-Modellen verantworten. Allerdings: "Vor dem Ergebnis dieser Anhörung kann zur Unzulässigkeit der Abschalteinrichtung noch nichts abschließend gesagt werden", so ein Sprecher des Ministeriums. Der Bild am Sonntag zufolge soll das Kraftfahrt-Bundesamt aber Hinweise auf Abschalteinrichtungen bei Opel-Dieselmotoren gefunden haben. Demzufolge sollen weltweit 60.000, in Deutschland 10.000 Modelle betroffen sein. Opel liege kein Bescheid des KBA vor, kommentierte ein Unternehmenssprecher. Er wies aber darauf hin, dass Opel bereits im Dezember 2015 Verbesserungspotential erkannt habe: Ein Teil freiwilliger Maßnahmen sei eine Aktion für die Modelle Opel Insignia (vorherige Generation), Zafira Tourer und Cascada mit Euro 6 und SCR Technologie der Modelljahre 2013 bis 2016 gewesen.

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Manipulationsvorwürfe gegen Opel im Dieselskandal

Anders als andere Autobauer hatte Opel bei den Manipulationsvorwürfen im Dieselskandal bisher weder mit Ermittlungen der Justiz noch mit einem Pflicht-Rückruf zu tun. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte Vorermittlungenim Frühjahr 2017 eingestellt. Zuvor hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Strafanzeige gegen Opel unter anderem wegen Falschaussagen und Gesundheitsgefährdung gestellt. Außerdem hatte die DUH den Rüsselsheimern vorgeworfen, der Opel Zafira 1.6 CDTi würde in sehr vielen Situationen auf eine bestmögliche Abgasreinigung verzichten. Ermittler waren aber nach Auswertung verschiedener Gutachten und Akten des Abgas-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags zu dem Ergebnis gekommen, dass sich keine Hinweise auf Straftaten wie Betrug oder Verstöße gegen das Umweltstrafrecht ergeben hätten. Die Abgaswerte unter Prüfbedingungen seien nicht manipuliert gewesen, sagte die Sprecherin. Opel hatte mehrfach betont, keine Abschalt-Software einzusetzen.

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