Praxis-Check: So schlägt sich der Niu E-Scooter KQi 100E im Test

Für die letzte Meile braucht man nicht immer ein Auto. Zum Brötchenholen etwa empfiehlt sich ein E-Scooter mit Straßenzulassung wie der Niu KQi 100E. Wir haben ihn getestet.

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Niu KQi 100E mit Tester im Stand im Garten fotografiert.
Niu E-Scooter KQi 100E im Test Foto: Holger Ippen

Der Niu KQi 100E ist solide gemacht und mit Blinkern ausgestattet, zählt aber trotzdem zu den erschwinglichen e-Scootern.

Niu KQi 100E mit abgeklappter Lenkstange, fotografiert in einem Garten
Niu E-Scooter KQi 100E im Test Foto: Holger Ippen

Die Lenkstange lässt sich mit einem Handgriff abklappen. Das so reduzierte Packmaß des Niu KQi 100E prädestiniert ihn für den Kofferraum.

Das Display des Niu KQi 100E informiert über Geschwindigkeit, Reichweite und Fahrmodus, fotografiert in einem Garten.
Niu E-Scooter KQi 100E im Test Foto: Holger Ippen

Das Display überzeugte im Test. Auch der progressive "Gasgriff" ließ sich gut dosieren.

Blinker des Niu KQi 100E leuchtet auf, fotografiert in einem Garten
Niu E-Scooter KQi 100E im Test Foto: Holger Ippen

Dank der Blinker bleiben die Hände stets am Lenker, ein Plus an Stabilität und Sicherheit.

Heckleuchte des Niu KQi 100E, fotografiert von oben.
Niu e-Scooter KQi 100E im Test Foto: Holger Ippen

Neben der Front- und Heckbeleuchtung bringt der Niu KQi 100E auch eine Allgemeine Betriebserlaubnis mit.

Niu E-Scooter KQi 100E im Test

Vier Räder sind nicht immer das Maß aller Dinge. Für kleine Besorgungen und kurze Strecken genügt häufig ein Fahrrad. Und wer partout nicht strampeln möchte, kann sich für kleines Geld einen E-Scooter wie den Niu KQi 100E leisten. Zusammengefaltet passt der Niu gut in den Kofferraum. Mit seinen großen 10-Zoll-Luftreifen und der Teleskopfederung vorn meistert er auch unebenes Gelände wie etwa Campingwiesen. Der E-Antrieb im Hinterrad sorgt im Test für guten Antritt, der sich dank eines sensiblen "Gasgriffs" auch ordentlich dosieren lässt. Bei Tempo 20 wird abgeregelt.

Dank elektrischer Blinklichter bleiben stets beide Hände am Lenker – das gibt mehr Halt und Sicherheit. Durch das Piepsen der Blinker bleibt kein Abbiegevorgang unbemerkt. Auch das gut lesbare Display und das starke LED-Licht des Niu-Scooters gefielen im Test. Auf der 18 cm breiten Standfläche des Niu KQi 100E ist zudem Platz für große Füße. Die Kehrseite des solide gebauten E-Scooters: Er ist mit über 17 kg recht schwer geraten. Auch die Ladezeit des Akkus, der eine Reichweite bis zu 29 km ermöglichen soll, ist mit sechs Stunden lang.

Kann man E-Scooter ab zwölf Jahren fahren?

Nein. Um einen E-Scooter im Straßenverkehr zu bewegen, muss man mindestens 14 Jahre alt sein. Eine Führerscheinpflicht besteht nicht. Allerdings muss der E-Scooter haftpflichtversichert sein und das Versicherungskennzeichen am Fahrzeug befestigt werden. Dazu benötigt man eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), die der Hersteller beim Kauf übergeben muss. Auch eine Kaskoversicherung auf freiwilliger Basis ist möglich.

Gilt für E-Scooter eine Helmpflicht?

Nein. Für E-Scooter gilt keine Helmpflicht. Es ist allerdings zu empfehlen, zumindest einen Fahrradhelm (hier gehts zum Test) zu tragen, um Kopfverletzungen im Falle eines Sturzes oder Unfalls vorzubeugen oder zu mildern. Auch Handschuhe sind sehr ratsam.

Gute Alternativen zum getesteten Niu KQi 100E

Xiaomi E-Scooter 5

Der Xiaomi E-Scooter 5 bewegt sich in derselben Preiskategorie wie der Niu, bietet aber mit bis zu 60 km eine deutlich längere Reichweite. Dafür hat der Xiaomi E-Scooter 5 aber keine Blinker an Bord.

Segway-Ninebot F2 D

Mit 20 kg Gewicht ist der Segway-Ninebot F2 D noch etwas schwerer als der Niu KQi 100E. Blinken kann er allerdings auch.

Dailysports E-Scooter

Der e-Scooter von Dailysports zählt zu preisgünstigsten Rollern mit Straßenzulassung. Auf Blinker muss man bei diesem Tarif aber leider verzichten.