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Neuer Mitsubishi Eclipse Cross (2017): Erste Testfahrt Mit dem Eclipse Cross fällt Mitsubishi auf

von Thomas Geiger 14.11.2017

Wir haben den neuen Mitsubishi Eclipse Cross (2017) zu einer ersten Testfahrt ausgeführt. Die Fahrleistungen des SUV-Coupés sind eher unaufgeregt, dafür punktet die neue Hoffnung der Japaner mit seinem eigenständigen Design und guten Platzverhältnissen.

Mit dem neuen Mitsubishi Eclipse Cross (2017), wollen die Japaner einen Neustart wagen. Der kleinste der großen japanischen Autohersteller hält sich zwar tapfer in der Nische der preisbewussten Volumenhersteller, doch so recht aus der grauen Masse hat es die Marke mit den drei Diamanten im Grill schon lange nicht mehr geschafft. Aber mit dem neuen Mitsubishi Eclipse Cross (2017) soll das spätestens im Januar, wenn die auffällige Kreuzung aus SUV und Coupé zu Preisen ab 21.990 Euro zu den Händlern rollt. Während die letzten Mitsubishi-Neuheiten allesamt so unauffällig waren, dass man sie schon vergessen hatte, wenn sie aus dem Blick gefahren sind, buhlt der Neuzugang förmlich um Aufmerksamkeit: "Schau! Mich! An!" scheint er zu brüllen und reckt der Welt eine Kehrseite entgegen, die ihresgleichen sucht. Von vorne je nach Betrachtung trotz der funkelnden LED-Leuchten noch brav oder bieder, ist schon die Flanke des neuen Mitsubishi Eclipse Cross (2017) schnittig und sportlich gezeichnet. Doch das Heck ist mit der geteilten Rückscheibe und den hohen, aufgesetzten Leuchten so schräg und eigenständig, dass formale Konkurrenten wie ein Nissan Juke, ein Range Rover Evoque oder ein BMW X4 dagegen fast schon gewöhnlich aussehen.

Neuheiten Mitsubishi Eclipse Cross (2017)
Mitsubishi Eclipse Cross (2017): Motor & Ausstattung Eclipse Cross nun auch mit mit Diesel

 

Erste Testfahrt im neuen Mitsubishi Eclipse Cross (2017)

Dummerweise hat die Designer auf dem Weg nach drinnen ein wenig der Mut verlassen. So ist der neue Mitsubishi Eclipse Cross (2017) zwar ordentlich möbliert, bietet eine vernünftige Materialanmutung und vor allem eine solide Ausstattung bis hin zum ausklappbaren Head-Up-Display und Abstands-Tempomat, doch die Instrumente sind hausbacken, manche Schalter arg grobschlächtig und so richtig frisch wirkt nur der große Navi-Bildschirm. Immerhin kann man den nicht nur den mit den Fingern bedienen und darauf mühelos sein Smartphone integrieren, denn wer die Schmierfinger auf dem Bildschirm leid ist, den lockt ein kleines Touchpad auf dem Mitteltunnel in die digitale Welt. Was dem neuen Mitsubishi Eclipse Cross (2017) innen an Pepp fehlt, macht er zumindest teilweise mit Praxistauglichkeit wett – vor allem im Fond: Erstens kann man unter dem schrägen und von zwei kleinen Sonnenluken obendrein etwas beeinträchtigten Dach halbwegs ordentlich sitzen. Und zweitens lässt sich die Rückbank um stolze 20 Zentimeter verschieben und erlaubt so einen sehr individuellen Kompromiss zwischen Kniefreiheit und Kofferraum: 359 Liter passen dabei immer hinter die schräge Klappe, mit ganz nach vorne geschobener Rückbank sind es 485 Liter und wer sich mit zwei Sitzen begnügt, kann bis zu 1159 Liter laden.

 

Spannendes Design, durchschnittliches Fahrgefühl im Eclipse Cross

Auch das Fahrgefühl ist lange nicht so inspirierend und erfrischend wie es uns das Design des neuen Mitsubishi Eclipse Cross (2017) vorgaukeln will. Immerhin mobilisiert der neue 1,5 Liter-Benziner, dem nächstes Jahr noch ein nicht näher spezifizierter Diesel mit 2,2 Litern Hubraum folgt, 163 PS und kommt auf 250 Newtonmeter, doch wer von diesem Vierzylinder Wunder erwartet, hat seine Rechnung ohne die stufenlose Automatik gemacht. Die ist lange nicht mehr so nervig wie früher, aber sie schluckt offenbar reichlich Leistung und bremst das SUV-Coupé entsprechend ein. Mehr als 200 km/h sind deshalb auch bei Vollgas nicht drin. Im Grunde ist das natürlich mehr als genug und für das Ringen mit Autos wie dem Kia Sportage, dem Hyundai ix35 oder dem Honda HR-V hält der neue Mitsubishi Eclipse Cross (2017) tapfer mit – doch wer so sehr auf Sportlichkeit setzt, der darf ruhig ein bisschen mehr bieten. Und das gilt nicht nur für die Fahrleistungen, sondern auch für die Fahrdynamik. Zu brav und beliebig sind Lenkung und Fahrwerk, als dass man mit der schrägen Nummer wirklich Spaß an schnellen Kurven hätte. Immerhin meinen es die Japaner ernst mit dem Abenteuer-Gedanken und rüsten den Eclipse Cross auf Wunsch mit einem vernünftigen Allrad aus. So viel ist sich Mitsubishi als Seriensieger bei der Rallye Dakar selbst schuldig. So ist den Japaner mit dem Eclipse Cross tatsächlich ein Hingucker gelungen und ein bisschen neuen Glanz für die drei Diamanten können sie daraus schon ableiten, doch für wirklich strahlende Zeiten braucht es mehr als ein sonniges Modell.

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