Alle Tests zum Audi Q3

Neuer Audi Q3 Sportback: Erste Testfahrt Testrunde im Q3 Sportback Hybrid

von AUTO ZEITUNG 28.12.2020
Inhalt
  1. Erste Testfahrt mit dem neuen Audi Q3 Sportback (2019)
  2. Neuer Audi Q3 Sportback (2019) mit 1,5-Liter-Turbobenziner
  3. Erste Testfahrt im neuen Audi Q3 Sportback Hybrid (2021): Q3 45 TFSI e

Erste Testfahrt mit dem neuen Audi Q3 Sportback (2019), der sich auch als neuer Plug-in-Hybrid unter der Bezeichnung Q3 Sportback TFSI 45 e beweisen muss!

Mit dem neuen Audi Q3 Sportback (2019), von dem wir uns bei einer ersten Testfahrt bereits ein Bild machen konnten, rollt die SUV-Welle auch bei den Ingolstädtern unaufhaltsam immer weiter. Die sind mit ihren Q-Modellen inzwischen sehr breit aufgestellt und haben vom stadttauglichen Einstiegsmodell bis zum luxuriösen Oberklasse-SUV alles im Portfolio. Das dynamisch gezeichnete Kompakt-SUV soll nun all jene Käufer ansprechen, denen ein normaler Q3 zu brav ist und die mehr Wert auf ein extravagantes Design als auf das maximale Kofferraumvolumen legen. Optisch hinterlässt der Sportback einen bleibenden Eindruck: Bereits die A-Säulen stehen etwas flacher als beim Standard-Q3, die Dachlinie fällt deutlich früher ab, und die D-Säulen sind filigraner gezeichnet. Insgesamt wirkt der Sportback gestreckter, obwohl er tatsächlich nur 16 Millimeter länger ist. Der coupéhafte Dachschwung geht zwar zulasten des Raumangebots, doch Platzmangel herrscht auch im neuen Audi Q3 Sportback (2019) nicht: Die fehlenden Zentimeter Kopffreiheit im Fond machen sich erst bei Passagieren mit über 1,85 Meter Körpergröße bemerkbar. Und der Laderaum bietet mit 530 bis 1400 Litern ein klassenübliches Volumen, auch wenn der herkömmliche Q3 etwas mehr Gepäck fasst (530 bis 1525 Liter).

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Audi Q3 Sportback (2019) im Video:

 
 

Erste Testfahrt mit dem neuen Audi Q3 Sportback (2019)

Das Cockpit-Layout des neuen Audi Q3 Sportback (2019) ist identisch mit dem des Standard-Q3 und folgt dem aktuellen Stil des Hauses mit hochauflösenden Digital-Instrumenten sowie zentralem Touchscreen. Neu ist der in das MMI-System integrierte Sprachassistent Amazon Alexa, der bis zu 80.000 Funktionen bereithält und etwa beim Online-Shopping oder bei der Steuerung von Smart-Home-Funktionen mit Rat und Tat zur Seite steht. Doch der im ungarischen Györ gefertigte Q3 überzeugt auch mit ganz klassischen (Auto-)Tugenden: Die Verarbeitung fällt markentypisch präzise aus, allerdings könnten sich manche Kunststoffoberflächen hochwertiger anfühlen. Nichts zu meckern gibt es an den optionalen Sportsitzen, die einen guten Kompromiss aus sportiver Konturierung und kommoder Polsterung finden. Ohne Mehrpreis fährt das SUV-Coupé mit Sportfahrwerk, vier verschiedenen Fahrmodi sowie variabel übersetzter Progressiv-Lenkung vor. Zudem verfügt unser Testwagen über 19 Zoll große Räder mit sportiver Bereifung. Und so fegt der neue Audi Q3 Sportback (2019) ebenso stabil wie leichtfüßig über kurvenreiche Landstraßen. Bei der Abstimmung des ESP waren die Entwickler jedoch etwas übereifrig, denn die Regelsysteme schieben dem Ehrgeiz des Fahrers in engen Kehren früh und nachdrücklich einen Riegel vor. Das Fahrwerk findet eine gelungene  Balance zwischen Sportlichkeit sowie Komfort und federt trotz straffer Grundabstimmung selbst auf von Frostaufbrüchen übersäten Fahrbahnen manierlich. 

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Neuer Audi Q3 Sportback (2019) mit 1,5-Liter-Turbobenziner

Eine Premiere feiert im neuen Audi Q3 Sportback (2019) der bekannte 1,5-Liter-Turbobenziner mit 150 PS, der nun Unterstützung von einem 48-Volt-Bordnetz samt Riemen-Starter-Generator erhält. Das System unterstützt den Verbrennungsmotor etwa beim Anfahren. Das steigert die Effizienz, sorgt aber auch für ein spontanes Ansprechverhalten beim Ampelstart, denn die E-Maschine liefert kurzzeitig per Boost-Funktion 50 zusätzliche Newtonmeter. Bestellbar ist der neue Audi Q3 Sportback (2019) seit Oktober 2019 zu einem Preis ab 35.580 Euro (Stand: Dezember 2020).
von Caspar Winkelmann

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Der Hybrid-Sportback kann überzeugen – ist aber nur mäßig sportlich. Foto:  Audi
 

Erste Testfahrt im neuen Audi Q3 Sportback Hybrid (2021): Q3 45 TFSI e

Die Ingolstädter reizen die Baukasten-Strategie weiter aus und bringen den neuen Audi Q3 Sportback Hybrid (2021), dessen korrekte Bezeichnung Q3 45 TFSI e lautet, auf den Markt. Der Plug-in-Hybrid dürfte insbesondere Menschen mit einem maßgeblich Innenstadt-geprägten Fahrprofil ansprechen. Und weil der Q3 Sportback ein bisschen schwerer als etwa ein A3 ausfällt, kommt er für 47.400 Euro (Stand: Dezember 2020) erst einmal nur als 45 TFSI e mit einer Systemleistung von 245 PS. Die Kombination aus 150-PS-Turbobenziner und 85 kW starker E-Maschine samt 13-kWh-Akku klingt verlockend, zumal der Audi mit einem Sprintwert von 7,3 Sekunden auf Tempo 100 ziemlich flott, dabei aber mit einem Normverbrauch von bestenfalls 1,4 Litern und einer elektrischen Reichweite von maximal 61 Kilometern (EU-Norm) ausgesprochen vernünftig wirkt. Dennoch hinterlässt der Sportback Hybrid auf der ersten Testfahrt einen zwiespältigen Eindruck. Wer einfach nur um des Ankommens willen fährt, der erlebt ihn als lässigen Cruiser, der lange und leise elektrisch unterwegs ist, kaum merklich zwischen den Betriebsarten wechselt, das Mehrgewicht von knapp vier Zentnern locker abschüttelt und beim Überholen jederzeit einen kräftigen Biss beweist. Wer aber den neuen Audi Q3 Sportback 45 TFSI e als sportliche Speerspitze diesseits des RS Q3 sieht, das Potenzial der beiden Motoren ausschöpfen will und es entsprechend dynamisch angehen lässt, erlebt schnell die Grenzen des Antriebs, wie die erste Testfahrt zeigt: Zum einen auf der Autobahn, weil bei 210 km/h schon wieder Schluss ist, zum anderen auf der Landstraße, weil die vereinten 400 Newtonmeter der beiden Motoren die Vorderräder schnell an ihre Haftgrenze bringen – vor allem an einem kühlen und feuchten Dezember-Tag. Zwar ist das nichts, was die Traktionskontrolle nicht regeln könnte, doch beim Erfinder des quattro-Antriebs hätte man dafür eine andere Lösung erwartet: den gleichnamigen Allrad. Weil beim Plug-in-Hybrid jedoch die Batterie unter dem Rücksitz liegt und so einer nötigen Kardanwelle den Weg blockiert, gibt es den elektrischen Kick im neuen Audi Q3 Sportback Hybrid (2021) nur mit Frontantrieb. Sportliche Autofahrer setzen daher vielleicht doch lieber auf den stärksten Diesel. Der hat zwar nur 200 PS, liegt aber beim Sprint gleichauf, kostet weniger, ist auf der Autobahn sogar schneller und als quattro obendrein gegen alle Wetter gewappnet.
von Thomas Geiger

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von AUTO ZEITUNG von AUTO ZEITUNG
Unser Fazit

Mit dem neuen Audi Q3 Sportback (2019) erweitern die Ingolstädter ihr SUV-Portfolio um ein echtes Designerstück, das dennoch genug Praxisnutzen bietet. Das moderne Multimedia überzeugt bei der ersten Testfahrt ebenso wie die sportive Fahrwerksabstimmung. Der Sportback ist aber 1400 Euro teurer als ein identisch motorisierter Standard-Q3. Mit einer Systemleistung von 245 PS macht der neue Audi Q3 Sportback Hybrid (2021) auf langen Strecken eine gute Figur. Sportlich ambitionierte Fahrernaturen dürften beim Audi Q3 Sportback 45 TFSI e jedoch den haftstarken quattro-Allradantrieb vermissen.

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