Neue Mercedes A-Klasse (2018): Erste Testfahrt So fährt sich die neue A-Klasse

von Martin Urbanke 18.04.2018
Inhalt
  1. Neue Mercedes A-Klasse (2018) auf erster Testfahrt
  2. Bis zu 224 PS in neuer Mercedes A-Klasse (2018)
  3. Neue Mercedes A-Klasse (2018) mit MBUX

Die neue Mercedes A-Klasse (2018) ist eines der wichtigsten Modelle des Herstellers und spricht vor allem jüngere Kundschaft an. Optisch ist die Kompaktklasse erwachsen geworden, doch sie überzeugt auch mit inneren Werten. Erste Testfahrt!

Die neue Mercedes A-Klasse (2018) markiert für den deutschen Autobauer einen wichtigen Punkt in der Produktstrategie, denn inzwischen entfällt gut ein Viertel sämtlicher Verkäufe auf das Kompaktmodell und seine Derivate (CLA, GLA etc.). Zudem hat die auslaufende dritte Modellgeneration den Schwaben neue und vor allen Dingen junge Kunden beschert. Kein Wunder also, dass die Entwickler sowie die Designer um Gordon Wagner am Grundkonzept festgehalten haben. Dennoch wirkt die neue Generation erfrischend modern. Die neue Mercedes A-Klasse (2018) sieht nicht nur adrett und knackig aus, sondern überzeugt auch mit sachlichen Argumenten: Die Rundumsicht ist besser als bei der bisherigen Generation. Dank der zwölf Zentimeter längeren und 1,6 Zentimeter breiteren Karosserie sowie des um 30 Millimeter gestreckten Radstandes steht den Passagieren vorne und hinten zudem spürbar mehr Freiraum zur Verfügung. Ferner bietet der Kofferraum rund 30 Liter mehr Volumen und lässt sich dank der nun breiteren Heckklappe besser nutzen. Optional lassen sich außerdem die Rücksitzlehnen dreiteilig umklappen und in der Neigung anpassen, sodass sich der Stauraum variabel gestalten lässt. 

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Neue Mercedes A-Klasse (2018) auf erster Testfahrt

Was man auf den ersten Blick nicht vermutet, aber schon nach wenigen Kilometern Fahrt zur Kenntnis nimmt, ist, wie windschlüpfrig die neue Mercedes A-Klasse (2018) wurde. Mit einem cW-Wert von nur 0,25 stellt der kompakte Benz – wie schon der Vorgänger (cW 0,26) – einen neuen Rekordwert auf. Die Entwickler versprechen sich davon einen Verbrauchsvorteil, der je nach Geschwindigkeit dem Äquivalent von 100 bis 200 Kilo Gewichtsersparnis entspräche. Dazu haben die Aerodynamiker akribisch an der Form gefeilt und sogar den Wagenboden fast vollständig verkleidet, wie man es sonst eher von Supersportwagen kennt. Doch neben einem möglichst niedrigen Luftwiderstand galt das Augenmerk der Ingenieure zugleich einer optimierten Akustik. Tatsächlich brilliert der kleine Mercedes-Benz mit auffallend wenig Windgeräuschen. Auch der Antrieb und das Fahrwerk halten sich akustisch stets im Hintergrund, womit die neue Mercedes A-Klasse (2018) im Vergleich zu den Wettbewerbern im Segment tonangebend sein dürfte. Der aus einer Kooperation mit Renault/Nissan stammende neue 1,3-Liter-Vierzylinder im A 200 gefällt mit einem kultivierten Arbeitsgeräusch. Die Mercedes-Entwickler spendieren dem Turbo-Benziner einen neuartigen Zylinderkopf sowie Zylinderwände mit reibungsarmer Nanoslide-Vergütung. Außerdem erhält der Benziner vom Startweg einen Partikelfilter und genügt den Anforderungen der strengen Abgasnorm Euro 6d-Temp – genau wie die Versionen A 250 (224 PS) und A 180d (116 PS). Der gefahrene A 200 mit Siebengang Doppelkupplungsgetriebe leistet 163 PS und bringt es bereits bei 1620 Umdrehungen auf 250 Newtonmeter. Damit erlaubt der Benziner flotte Fahrleistungen.

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Bis zu 224 PS in neuer Mercedes A-Klasse (2018)

Der Hersteller nennt folgende Werte für die neue Mercedes A-Klasse (2018): acht Sekunden für den Sprint von null auf 100 Stundenkilometer und eine Spitze von 225 Stundenkilometern. Nach EU-Norm soll der A 200 im Mittel mit 5,2 bis 5,6 Liter je 100 Kilometer auskommen. Der Turbomotor hängt gut am Gas und dreht willig hoch. Allerdings reagiert das DCT-Getriebe, das von Getrag zugeliefert wird, mitunter etwas hektisch auf sanfte Beschleunigungswünsche und schaltet gleich um zwei bis drei Gänge zurück. Auch beim Heranrollen an eine Ampel ruckelt es schon mal beim Herunterschalten. Dafür gefallen die kurzen Schaltzeiten und sehr sanften Übergänge im Segelmodus. Auch die Abschaltung des zweiten und dritten Zylinders im Teillastbetrieb geschieht unmerklich. Deutlich spürbar sind indes die Unterschiede der verschiedenen Fahrprogramme (Sport, Comfort, Eco), die auch die adaptiven Dämpfer beeinflussen (Option). Je nach Modus reagiert das Fahrwerk betont nachgiebig oder dynamisch, wobei die neue Mercedes A-Klasse (2018) in jedem Fall einen ausgesprochen agilen und fahrsicheren Eindruck hinterlässt. Die Lenkung setzt Richtungswechsel präzise um und selbst harte Lastwechsel bringen den Benz nicht aus der Ruhe. Zudem kümmert sich eine Heerschar von Assistenzsystemen um die Fahrsicherheit: Kreuzungsassistent, Fußgängererkennung und Lenkassistenz sowie Spurwechsel- und Spurhaltesysteme sind nur ein Auszug aus der Liste der verfügbaren Helfer.

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Neue Mercedes A-Klasse (2018) mit MBUX

Während man diese Systeme am liebsten nie in Aktion erlebt, reizt das neuartige Bedienkonzept der neuen Mercedes A-Klasse (2018) permanent dazu, es auszuprobieren. Statt der üblichen Rundinstrumente gibt es im Cockpit wie in S- und E-Klasse zwei große, nebeneinander angeordnete Displays. Deren Anzeigen lassen sich weitgehend frei konfigurieren und personalisieren. Die bevorzugten Einstellungen können als individuelle Profile gespeichert und auf Knopfdruck wieder abgerufen werden. Zur Steuerung dienen zwei Sensortasten im Lenkrad, ein Touchscreen (rechtes Display) sowie (optional) ein Touchpad mit haptischer Rückmeldung und eine Sprachsteuerung, die ähnlich wie Alexa oder Siri auf ein Schlüsselwort ("Hallo Mercedes") anspricht. Statt einzelner Kommando-Begriffe verarbeitet das System komplexe Sätze und übersetzt diese verblüffend zuverlässig in Funktionen. Sagt der Fahrer "Mir ist kalt", stellt das System die Heizung um ein Grad wärmer. Die Frage "Brauche ich eine Sonnenbrille in Berlin?" quittiert das Auto mit einer Wetterinfo aus der Cloud. Aktuelle Restaurantempfehlungen, komplexe Navi-Eingaben, simple Fahrzeugfunktionen – alles spielend leicht dank Sprachsteuerung. So cool und zugleich konkurrenzfähig war die neue Mercedes A-Klasse (2018) noch nie. Aber hallo, Mercedes!

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