Alle Tests zum Corvette C8 Stingray

Neue Corvette C8 Stingray (2020): Erste Testfahrt Erste Testkilometer in der Corvette C8 Stingray

von Thomas Geiger 03.06.2020
Inhalt
  1. Erste Testfahrt in der neuen Corvette C8 Stingray (2020)
  2. Neue Corvette C8 Stingray (2020) mit V8-Motor
  3. Mittelmotor-Layout für die neue Corvette C8 Stingray (2020)
  4. Attraktiver Preis: Corvette C8 Stingray (2020)

Die neue Corvette C8 Stingray (2020) steht für eine erste Testfahrt bereit. Die amerikanische Sportwagenikone geht erstmals mit Mittelmotor-Konzept auf Kurvenjagd und Kundenfang!

Bei der neuen Corvette C8 Stingray (2020) bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. "In fast 70 Jahren ist das der größte Schritt, den wir je gemacht haben", sagt Chefingenieur Ed Piatek anlässlich der ersten Testfahrt und zeigt auf ein Chassis ohne die übliche Glasfaser-Karosserie, das so auch von Ferrari kommen könnte. Denn genau wie bei den meisten Modellen der Marke aus Maranello und übrigens auch bei Lamborghini oder McLaren ist der Motor jetzt nicht mehr im Bug montiert, sondern mittig im Rahmen aus Aluminium und Karbon. Hübsch drapiert unter einer gläsernen Abdeckung haben sie ihn direkt hinter die Sitze gequetscht. Das senkt den Schwerpunkt und bringt vor allem eine bessere Balance. Außerdem wird die Lenkung entlastet und die hinteren Reifen der neuen Corvette C8 Stingray (2020) haben durch das nach hinten verlagerte Gewicht mehr Traktion. "Und besser sehen kann man auch, wenn der Motorblock nicht mehr den Blick auf die Straße blockiert", sagt Piatek. Mehr zum Thema: Die Sportwagen des Jahres 2019

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Erste Testfahrt in der neuen Corvette C8 Stingray (2020)

Das Ergebnis ist ein Fahrverhalten, das auf der ersten Testfahrt tatsächlich um mindestens eine Klasse besser ist. Wo man früher zumindest gefühlt ein paar Augenblicke warten musste, bis der lange Bug der Kurve folgte, wirkt die neue Corvette C8 Stingray (2020) nun viel agiler und dreht sich direkt um das Popometer des Fahrers. Kaum denkt man ans Lenken, schon hat die Corvette den Kurs geändert. Und am Kurvenausgang steht sie schneller wieder gerade, so dass man das Gaspedal erneut auf den Boden hämmern kann. Begünstigt von der ersten Doppelkupplung für die Ikone, katapultiert es die Corvette ohne jede Gedenksekunde gen Horizont.Dabei startet Chevrolet mit der normalen Stingray, also dem Basis-Modell. Von ZR1 oder Z06 ist noch keine Rede. Doch schon dieser Teufelsrochen macht seinem Namen alle Ehre: Obwohl die Corvette alles andere als ein Leichtgewicht ist, reichen 502 PS und 637 Newtonmeter für Fahrleistungen, wie es sie so bei der Einstiegscorvette noch nie gegeben hat: Von 0 auf 100 km/h beschleunigt die neue Corvette C8 Stingray (2020) in knapp drei Sekunden und Schluss ist die Raserei erst bei 312 km/h.

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Neue Corvette C8 Stingray (2020) mit V8-Motor

So sehr sich die Amerikaner aber nach Ferrari gestreckt und so viel sie deshalb auch geändert haben, bleibt sich die neue Corvette C8 Stingray (2020) in ein paar Disziplinen tapfer treu: So ist der Motor nach wie vor ein sündiger Sauger mit monströsen 6,2 Litern Hubraum, der seinem Namen "Small Block" Hohn spricht. Und die Corvette taugt mehr als jeder andere Sportwagen dieses Kalibers auch als Cruiser. Sie ist sie im Tour-Modus, dem ersten von drei Fahrprofilen, nicht nur komfortabler als alles, was so aus Italien oder England kommt und obendrein viel leiser. Mit ihren zwei Kofferräumen im Bug und im Heck bietet sie außerdem mehr Platz fürs Gepäck. Weil sich bei allen Coupés das Dach herausnehmen lässt und man so ein bisschen Frischluft genießen kann, taugt sie sogar als Cabrio. Dennoch wird es auch wieder ein echtes Cabrio der neuen Corvette C8 Stingray (2020) geben, das dieses Mal – wo wir gerade bei revolutionären Änderungen sind – als Premiere ein versenkbares Hardtop bekommt.

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Mittelmotor-Layout für die neue Corvette C8 Stingray (2020)

Niht nur beim Fahren ist die neue Corvette C8 Stingray (2020) kaum wiederzuerkennen. Auch das Design, das für sich betrachtet spektakulär wirkt, ist grundlegend neu. Es wirkt neben anderen Supersportwagen aber ziemlich austauschbar und weckt eine sentimentale Sehnsucht nach den Muscle-Cars von einst und nach der legendären Coke-Bottle-Form. Ebenfalls komplett umgekrempelt wurde das Ambiente. Und da sprechen wir nicht nur von den digitalen Instrumenten und dem großen Touchscreen daneben. Auch nicht vom fast quadratischen Lenkrad, das überraschend gut in der Hand liegt. Es geht vor allem um Lack, Leder und um viel blankes Metall: Das sieht gut aus, das fühlt sich gut an und vor allem macht es die tristen Plastikwüsten vergessen. Wenn nur die riesige Mauer nicht wäre, die zwischen den beiden Sitzen aufragt. Auch die Schalterleiste, die wie ein Rinnsal auf der gesamten Länge darüber fließt, hätten sich die Amis besser gespart: Über so kleine Taster will niemand die Finger fliegen lassen, während er ein 500 PS Auto auf Kurs hält.

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Attraktiver Preis: Corvette C8 Stingray (2020)

Mittelmotor, Doppelkupplung, Fahrleistungen weit jenseits von 911 & Co und endlich ein Handling, das nicht nur für Hartgesottene taugt – zwar spielt die neue Corvette C8 Stingray (2020) nun tatsächlich ein einer Liga mit Ferrari & Co. Doch haben die Amerikaner ihre Herkunft nicht vergessen und bleiben deshalb zumindest im einer Disziplin ihrem Ruf treu: Die Corvette ist im Vergleich zu den Mittelmotor-Modellen aus Maranello ein Schnäppchen. In den USA gibt es die Stingray bereits für knapp 60.000 Dollar und damit etwa für den Preis eines nackten Porsche Cayman. Bei uns dürfte der Preis zwar mit Exportaufschlag und besserer Ausstattung auf Elfer-Niveau klettern und um die 100.000 Euro starten. Doch unter ihresgleichen ist die neue Corvette C8 (2020) damit noch immer ein Schnäppchen.

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