Deutschland-Tour: Mit der E-Klasse durch Oberfranken
Mit dem Mercedes E 220 d 4Matic T-Modell durch Oberfranken
Daran vorbeigefahren ist man bestimmt schon einmal – auf der A9 von Berlin nach München zum Beispiel. Oder entlang der A3 zwischen Frankfurt und Nürnberg. Nur wirklich hinfahren tun dann doch nicht so viele, denn: Oberfranken gehört zu den B-Promis der deutschen Regionen. Ins Allgäu, an die Nordsee oder in die Alpen möchten alle, aber nach Bamberg, Bayreuth, Hof? Gerade dieser Reiz der wenig ausgetretenen Pfade zieht uns jedoch an, und deshalb setzen wir die Diesel-Segel unserer Mercedes E-Klasse auf Ost-Kurs, kreuzen auf der Autobahn A3 bis kurz vor Nürnberg und schippern dann zum ersten Stopp. Wer selbst auf große Fahrt gehen möchte, findet hier unseren Staumelder.
Forchheim mag heute keine deutsche Metropole sein, gehört aber bereits seit dem siebten Jahrhundert zur europäischen Geschichte: Um ihre Macht im Reich zu sichern, befanden sich die fränkischen Kaiser auf konstanter Tournee. Die temporären Sitze des Hofstaats nannte man eine "Kaiserpfalz", und in Forchheim, am östlichsten Rand des bis an den Atlantik und die Pyrenäen reichenden Frankenreichs, befand sich einer dieser Pfalzen. Die heutige 35.000-Seelen-Kreisstadt darf sich damit als "Immer-wieder-einmal"-Hauptstadt des Frühmittelalters verstehen – Berlin bestand zu diesem Zeitpunkt übrigens aus einigen Hütten in einem Sumpf an der Spree.
Vor dieser altehrwürdigen Geschichte vollführt das herrlich "Schiefe Haus" in der Altstadt einen anmutigen Knicks. Wir stoßen mit einem großen Schluck des guten Forchheimer Biers an und beenden so unseren ersten Tag in Oberfranken. Übrigens sind wir mit unserer Huldigung der örtlichen Brauereien in guter Gesellschaft: 1907 sollen Gastwirtschaften des 25 km weiter nördlich gelegenen Bambergs über die erste Bierpreiserhöhung seit 1797 (elf auf zwölf Pfennig für das "Seidla") so erbost gewesen sein, dass sie streikend auf Forchheimer Bier umgestiegen sind. Eine Woche später war der "Bierkrieg" beendet, die Bamberger Brauereien nahmen die Preiserhöhung zurück.
Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon
Der Mercedes-AMG GLE 53 Hybrid (2024) im Fahrbericht (Video):
Bürgen, Schlösser und Blue Jeans-Erfinder
In den nächsten Reisetag starten wir mit einem großen Bogen in die Fränkische Schweiz hinein, besuchen die knorrige Spornburg Pottenstein bei Pegnitz, rollen dann zurück ins wildromantische Wiesent-Tal zur Burgruine Neideck und landen jetzt erst wieder an der Regnitz. Im 3700-Seelen-Dorf Buttenheim werden dann auch jene fündig, denen das deutsche Frühmittelalter wenig sagt: An der Marktstraße wurde 1829 ein gewisser Löb "Levi" Strauss geboren, den es – 24-jährig – nach Kalifornien zog, um dort die Blue-Jeans zu erfinden. Sein Geburtshaus beherbergt heute ein aus aller Welt besuchtes Levi-Strauss-Museum.

Nur wenige Fahrminuten später schleichen wir uns über die Hintertür nach Bamberg hinein, schauen erst einmal vom Kloster Michaelsberg aus über die Stadt, bevor wir dann auf dem Kopfsteinpflaster des Domplatzes in die Altstadt zur Regnitz hinunterrumpeln. Der Fluss wird von einer Insel in zwei Arme getrennt, und so kommt es, dass sich Bamberg nah um die Flussufer drängt: Bunte Häuschen stehen in engem Spalier am linken Arm, das Alte Rathaus hat sich gar auf einem Extra-Inselchen niedergelassen. Wunderschön, lebendig und vielseitig ist diese Stadt – bei uns steht Bamberg nun auf der "Unbedingt nochmal besuchen"-Liste.
Eigentlich wären wir gern länger geblieben, aber auf unserer Oberfranken-Runde gibt es doch noch einiges mehr zu entdecken, und so verabschieden wir uns auf die Autobahn A70 nach Osten. Nur ein paar Kilometer weit springen wir so auf der Landkarte, dann geht es bei Stadelhofen nach Süden und hinein in den hübschen Flickenteppich der Landschaft: Kurz vor Hollfeld nach links – jetzt sind es nur noch wenige Minuten bis ins klitzekleine Sanspareil, das am Fuß der uralten Burg Zwernitz liegt.
Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:
Von Sanspareil nach Fantaisie
"Sanspareil", das ist natürlich nicht Fränkisch, sondern Französisch, und der Ortsname gilt dem "unvergleichlichen" Felsengarten, den die Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth hier ab 1744 hat anlegen lassen. In Hochstimmung rollen wir weiter, ahnen bald, weshalb diese liebliche Gegend als "Naturpark Fränkische Schweiz" bekannt ist und legen auf dem Weg nach Bayreuth selbstverständlich auch noch einen kurzen Stopp am Schloss Fantaisie ein.
Von Sanspareil nach Fantaisie – da ist es kein Wunder, dass unser Besuch in Bayreuth am ebenso hochtrabend benannten "aus Wahnfried" beginnt. Das ehemalige Wohnhaus des Komponisten Richard Wagner ist unser Einstieg in eine kleine Wagner-Runde, die über das Markgräfliche Opernhaus hinauf zum Festspielhaus führt. Oh, sie mögen weder pompöse Opern noch haben allzu viel für Wagners Weltanschauung übrig? Dann hätten wir eine Empfehlung: Beim Besuch in Maisel's Bier-Erlebniswelt darf man auf die Spur einer anderen deutschen Hochkultur gehen, die deutlich sympathischer ist.
Eine Weiterfahrt hat sich nach der anschließenden zünftigen Einkehr in eines der vielen Bayreuther Wirtshäuser natürlich erledigt, die Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit ist obligatorisch. Am nächsten Morgen geht es ganz ohne Brummschädel von Wagner oder Bier in Richtung Kulmbach weiter. Die kleine Kreisstadt liegt am Fuß der imposanten Plassenburg, hier vereinigen sich der Rote und der Weiße Main und streben dann vereint weiter. Auch unsere Reiseplanung hat nur einen kurzen Zwischenstopp am Holzmarkt vorgesehen. Über "Kirchlein", "Küps" und "Schneckenlohe" bummeln wir entspannt durchs Land, nehmen auf den letzten Kilometern dann aber doch wieder die Bundesstraße 303, die uns bis südlich von Coburg ins Tal der Itz befördert. Die hat es aus dem nicht weit nördlich gelegenen Thüringen bis hierher geschafft und wird bald schon zusammen mit der Lauter zum Main streben.
Auch interessant:
Vergleich: Mercedes E-Klasse Hybrid oder Diesel? Unser Tipp!
Privates Auto-Leasing einfach erklärt: Alle Vor- & Nachteile
Coburg ist eine heimliche deutsche Auto-Stadt
Bei der Einfahrt von Süden nach Coburg hinein wird man als Erstes vom Werksgelände des Automobilzulieferers Brose begrüßt – bestimmt stecken auch in unserer E-Klasse ein paar Mechatronik-Elemente aus Coburg. Direkt nach den modernen Bürogebäuden geht es dann aber auf die Altstadt zu, deren mittelalterliche Anordnung immer noch zu erkennen ist: Unterhalb der im Osten der Stadt gelegenen Veste Coburg liegt der in den 1830er-Jahren angelegte Schlossplatz, in seinem Süden das Schloss Ehrenburg und dahinter drängen sich die pittoresken Gassen Coburgs. Unser Auto lassen wir jetzt natürlich stehen, denn die letzte Entdeckungsreise in Oberfranken geht am besten zu Fuß. Geh kumm gämmer!
FAQ: Das muss man zur neuen Formel von Aral Ultimate Diesel wissen

Die neue Formel bietet eine höhere Cetanzahl von mindestens 60*. Zudem bietet sie – wie das bisherige Aral Ultimate Diesel - bis zu 66 km mehr Reichweite pro Tankfüllung**, entspricht der Norm DIN EN 590 und ist für alle freigegebenen Dieselfahrzeuge geeignet.
Enthält der neue Aral Ultimate Diesel erneuerbare Komponenten?
Ja, hier sind 15 Prozent HVO eingesetzt, was in der gesamten Kette – von der Produktion bis zum Rad (also Well to Wheel) – zu einer CO2-Einsparung von 12 Prozent gegenüber rein fossilem Kraftstoff führt.***
Welche Rolle spielt Aral bei der Zukunft der Mobilität?
Aral bietet eine breite Palette an Mobilitätslösungen: neben konventionellen Kraftstoffen auch neue, emissionsärmere Kraftstoffe und ultraschnelles Laden unter der Marke Aral pulse mit über 3500 Ladepunkten deutschlandweit.
* übertrifft die Anforderungen der DIN EN 590.
** basiert auf einer Reichweite von 850 km pro Tank, gemessen in einer Fahrzeugflotte im Vergleich zu herkömmlichem Diesel-Kraftstoff. Durchschnittliche Steigerung der Reichweite um 37 km mit Ultimate Diesel. Die tatsächliche Reichweite kann unter anderem nach Fahrzeug und Fahrstil variieren.
*** mögliche verwendete erneuerbare Rohstoffe sind aufgeführt in Anhang IX, Teil A oder B der "Renewable Energy Directive" (RED II 2018/2001).