IG Metall: Warnstreiks bei Autobauern Tarifstreit bei Audi, BMW, Porsche und Mercedes

von Anika Külahci 02.02.2018

Die Warnstreiks der IG Metall im Tarifstreit weiten sich auf die Autobauer aus. Bei Audi, BMW, Porsche und Mercedes legen die Mitarbeiter die Arbeit nieder, teilweise sind sogar 24-Stunden-Streiks geplant. Die Fakten!

Die IG Metall-Warnstreiks sind inzwischen auch bei den Autobauern angekommen. Betroffen von den Warnstreiks sind Audi, BMW, Porsche und Mercedes. Hier stehen die Bänder still, weil sich Arbeitgeber und -nehmer zum Thema Arbeitszeitverkürzung nicht einig werden. Knackpunkt des Warnstreiks ist die Forderung von reduzierter Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich. Im Klartext heißt das, die reguläre Arbeitszeit von 35 Wochenstunden auf 28 zu reduzieren. Schichtarbeiter sowie Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen sollen dazu einen Lohnausgleich erhalten. Insgesamt fordert die Gewerkschaft sechs Prozent mehr Lohn, während die Arbeitsgeber knapp drei Prozent anbieten. Deswegen hat die IG Metall bundesweit 300.000 Beschäftigte zum Warnstreik aufgefordert, auch bei den Autobauern. Die Arbeitgeber halten die Forderungen der Gewerkschaft für illegal, Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, ist der Auffassung, dass eine derartige Forderungen "politisch überhaupt nicht in die Zeit" passe. Dies würde zu weiterem Fachkräftemangel führen, heißt es weiter. Daneben hält Dulger die geforderte Lohnerhöhung für ungerecht. Trotzdem hofft er auf ein baldiges Ende des Warnstreiks der IG Metall und signalisiert Verhandlungsbereitschaft: "Wir wollen zurück an den Verhandlungstisch."

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Prämien/Boni für Mitarbeiter 2017 (Porsche/Audi/VW/Mercedes)  

9656 Euro Prämie bei Porsche

Bonuszahlungen der Autobauer im Video:

 
 

IG Metall: Warnstreiks bei den Autobauern

Die Warnstreiks bei Autobauern durch die IG Metall betreffen vor allem Nord- und Süddeutschland. Rund 7000 BMW-Beschäftigte legen in Bayern ihre Arbeit nieder. In Dingolfing nehmen 13.700 BMW-Angestellte an den Warnstreiks teil. Der IG Metall Bevollmächtigte Robert Grashei erklärt, dass an dem heutigen Mittwoch dort insgesamt 1600 Autos nicht gebaut werden können. Auch die Audi-Produktion ist stark von dem andauernden Tarifstreit betroffen. In Ingolstadt und Münchsmünster steht die Produktion still, weil seit vergangenem Donnerstag hier 23.000 Arbeitnehmer streiken. Ganz besonders sei die Zulieferindustrie betroffen, heißt es weiter. Alleine in Berlin ließen 2500 Beschäftigte des Mercedes-Benz-Werks in Marienfelde und 2000 Angestellte des BMW-Motorradwerks in Spandau von ihrer Arbeit ab. Die Autobauer Daimler, Porsche und Mercedes sind von den Warnstreiks durch die IG Metall besonders in Baden-Württemberg betroffen. Teilweise wurde in manchen Bundesländern sogar Klage gegen die 24-Stunden-Warnstreiks vonseiten der Arbeitgeber eingelegt. 

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